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Dienstag, 19. August 2008
Ihr Lieben! Ihr solltet euch für den kommenden Sonntag, den 24.08.08 nichts vornehmen, vor allem nicht wenn ihr in NRW wohnt. Dann findet in meinem geliebten Heimatkaff Leichlingen ein Bürgerfest statt. Nun, davon gibt es viele. Aber dieses soll anders werden. Es ist als Handwerkermarkt geplant, und an zahlreichen Ständen zeigen Profis und Privatleute ihr Handwerk. Hier ist der LINK. Ich werde einen Stand zum Thema Handarbeiten aufbauen, und den Besuchern Stricken und Häkeln zeigen. Mit von der Partie sind Blognachbarin Aud, sowie ein Buchautor, den ich für das Fest gewinnen konnte, Michaeel Weinreich. Ich muss euch noch ausführlich von Michaels Buch "Männermaschen" erzählen, aber wer ihn persönlich kennenlernen möchte, der sollte am Sonntag nach Leichlingen kommen. In einem wunderschön bebilderten Buch hat Michael eine tolle Auswahl an "herr"licher Maschenmode zusammengestellt. Da Michael alle Modelle selbst erdacht und angefertigt hat, kann er mit Fug und Recht behaupten, sein Metier zu kennen. Und ich bin sehr gespannt, wie die Resonanz der Besucher ist, wenn sie einen Kerl stricken sehen. Ich wünschte, sie werden ihn mit Fragen löchern, denn vom stricken kann ich nicht viel erzählen. Eine Leseprobe findet ihr hier: klick Wollt ihr wissen wie Michael aussieht? Auf der letzten Seite des Buches ist ein sehr hübsches Autorenfoto, das leider in der Mitte abgeschnitten wurde, so dass man Michaels tollen maschinengestrickten Pullover nicht sehen kann. Aber ich kann Abhilfe schaffen, denn das Originalfoto ist auf meinem Computer. Und nach dem Copyright muss ich nicht fragen, denn das gehört mir! ;-) (Also nicht benutzen ohne zu fragen, gell?) Kommt also zahlreich nach Leichlingen und sucht nach einem Stand voller Pullis und Kinkerlitzchen, gestrickt und gehäkelt. Ab 11 Uhr, bis 18 Uhr. Ich freu mich schon!
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Männermaschen
Leichlingen
Geschrieben von snowwhite um 11:53 Uhr in Häkeln
Samstag, 16. August 2008
Warum kann bloggen schwer sein? Erstens: Man hat nix zu erzählen. Zweitens: Man hat mehr zu erzählen als man erzählen kann. Ich erlebe das Zweite. Der Tag hat 24 Stunden, im Idealfall verpennt man acht davon. Macht 16 zum leben. Essen kann man beim bloggen, trinken auch. Der schnelle Gang zur Mikrowelle und zur Senseo (meine ist von Burda, hab eine Freundin für ein Abo geworben, hehe) ist schnell gemacht. Also warum nicht 15 Stunden bloggen? Tja, weil das worüber man bloggen könnte in der restlichen Zeit "passiert". Drachenfeste, Kinder, Ehemänner, Handarbeitsforen... alles will beachtet sein und frisst Zeit. Auf angenehme Art. Heute haben ich und meine Larp-Gruppe einer Freundin beim Umzug geholfen, das war zwar weniger angenehm aber nach getaner Arbeit hatten wir alle ein wohliges Gefühl etwas Sinnvolles getan zu haben. Morgen geht es auf eine Bastelmesse, über die allein es wahrscheinlich schon wieder was zu bloggen gäbe... würde da nicht der nächste Tag, die nächste Woche neue Inhalte bringen. Wie der heutige Nachmittag. Nach Umzugs-Spaß zu Hause angekommen, lag ein großer Briefumschlag von Burda in meinem Kasten. Ich war nicht wenig überrascht, und hab ihn neugierig geöffnet: Die neue Easy Fashion. Hä? Hab ich die bestellt? Ich fand die Vorschaubilder auf der Website so uninteressant, dass ich mir das Heft weder kaufen noch überhaupt ansehen wollte. Schliesslich hat der Tag ja auch nur - wie bereits festgestellt - 15 verfügbare Stunden. Aber man schickte mir das Heft als Dankeschön für eine Wettbewerbsteilnahme. Wow! Dann hab ich das schrille Ding natürlich auch gelesen. Und was soll ich sagen? Ihr kennt mich... ich bin total begeistert! Das Heft hat Strecken, die einfach nicht meinen Geschmack treffen, oder Dinge zeigen die ich in den letzten 30 Jahren zu Genüge gesehen habe. Aber was seh ich da noch? Zwei dicke Seiten über Refashion. OK, Burda nennt das "Customizing", auch gut. Für mich ist das Refashion, wenn man einen alten Blazer vom Flohmarkt zerschnippelt und abolut genial aufpeppt. Rettet den Blazer! Oder was auch immer. Geil. Wie würden Larper sagen: "Huld, Huld, Jubel!" Und die Seiten, die man in der Vorschau nicht sah sind der Hammer! Ein traumhaftes Strickkleid (da könnte ich glatt wieder die Nadeln klappern lassen) ist als kostenloser Download ausgewiesen. Strick-Stulpen machen eine Jacke mit 1/3 Ärmeln erst komplett und überhaupt sind jede Menge gute Ideen für Accessoires im Heft. Und da will ich gleich auf die Burda-Seite gehen, und nach diesen kostenlosen Strick-Downloads gucken, da muss ich feststellen, dass es das Heft erst in 4 Tagen gibt. So lange soll ich warten? Nägelknabber. Ja was? Wenn ich nun davon ausgehe, dass die Burda-Website nicht schläft, sind das vier mal 24 Stunden. Argh! Also üben wir uns alle in Geduld, und zählen die Tagen bis zum Verkauf des Heftes, der ist am 20.08. Und auf dass dann der download online geht, denn auch wenn ich nicht stricke, würde ich gern diese Anleitung für das tolle Strickkleid allen Strickerinnen vor die Nase halten. Und Burda bei den Mitgliedern von ravelry bekannt machen. Denn dort ist Burda glaube ich noch nicht angekommen. Bei der Pattern-Suche nach "Burda" kamen 3 Seiten Deckchen raus, harr harr. Und ein Sommertop. Bald auch ein Strickkleid, und das wurde ja auch Zeit. PS: Liebe Bettina. Ich melde mich noch bei Dir, bin im Stress. Abgesehen von unerwarteten Glücksfällen (Easy Fashion Heften) muss ich einen Handarbeitsstand vorbereiten, Möbel schleppen und auf Messen rumwuseln. Aber ich hab Dich nicht vergessen!
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Easy Fashion
Geschrieben von snowwhite um 18:13 Uhr in Burda
Dienstag, 12. August 2008
So, in NRW hat die Schule wieder angefangen und alles geht langsam wieder zurück auf normal. Also früh aufstehen, Kind(er) aus dem Bett werfen in die Schule schicken und ran an den PC. Dann können endlich auch mal die eine Million Fotos vom Drachenfest gesichtet werden, was aber angesichts der Größe der Datenmenge noch eine Weile in Anspruch nehmen wird. Dabei habe ich nicht ein einziges Foto selbst gemacht. Sollte es Digicams vom Himmel regnen gelobe ich Besserung, bis dahin muss ich leihen. Auf dem Drachenfest hab ich ja in diesem Jahr lediglich die Schankmaid gespielt. Muss auch mal sein. Aber ein Dauerjob wird das nicht. Es macht zwar Spaß, so zu sein wie man halt auch im wirklichen Leben ist: Laut und frech. Aber nach so viel laut und frech hab ich das echt über, und trauere meinem alten Job als hoheitsvolle Druidin nach. So viele spielen im Larp etwas, was ihnen im real life fehlt. Vielleicht verstehe ich dieses Konzept mal irgendwann und kann auch mitspielen. In den letzten Tagen stiegen darum wieder neue Kostümphantasien hoch. Lang und wallend. Mal sehen ob und wann ich die umsetze. Denn von 100 Ideen kommen bei mir nur 10 zum Zuge. Was soll´s, immer noch mehr als Null, gell? Und musikzieren. Singen. Trällern. Ich kann das nicht so dolle, aber für einen Chor reicht es. Keltische Lieder. Wer singt mit? Und um heute mal was zum zeigen zu haben, ein superlustiges Gruselbild. Entstanden bei der "Endschlacht" des Drachenfest, wo alle Drachenlager mit allen anderen kloppen. Im letzten Jahr hatte "mein" Drache, der grüne, gewonnen. Diesmal war der rote dran. Auch gut. Und weil wir Schottenspieler zu viel Braveheart geguckt haben, liefen alle Kelten mit blauer Kriegsbemalung rum. Ich finde das make up schick. So möchte ich mal einkaufen gehen: Die Zähne sind übrigens Natur, jeder Vampirdarsteller/-spieler beneidet mich darum!
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Drachenfest
Geschrieben von snowwhite um 11:54 Uhr in Larp
Montag, 4. August 2008
Drachenfest vorbei. Sonne und singen. Wenig Schlaf. müüüüüüde Aber während des Drachenfestes ist ein Buch in den Handel gekommen, über dass ich schon seit vielen Wochen hätte reden wollen, es aber nicht konnte, eben weil es noch nicht erschienen ist. Schaut mal da, das ist eine Musterseite als pdf: klick Über dem "i" von Musterseite.... na, seht ihr es? Uff, ich bin so stolz, aber immer noch zu müde es überall laut rauszuposaunen, dass mein Häkelkram endlich in einem Buch gelandet ist. Ich versuche nun mehr in dieser Richtung zu machen, und Michael Weineich nachzueifern, der sogar ein ganzes Buch verfasst hat: Männermaschen. Wie ich Michael kenne, hat er das Buch geschrieben um Männer an die Stricknadel zu bekommen. Leider richtet sich die Werbung des Buches an Frauen, die natürlich ebenfalls gern ihren "Liebsten verwöhnen" können mit Selbstgestricktem. Aber wenn sich mehr Männer zu diesem Hobby bekennen, wäre Michaels Buch mehr als "nur" ein Handarbeitsbuch, es wäre ein kleiner Beitrag zu einer weiteren Annährung der Geschlechter. Nein, Mann und Frau sollen sich nicht gleichmachen, aber wenn sie das Gleiche machen, wächst das Verständnis. Immerhin säge ich auch Bäume und kann Spinnen töten, warum sollen die Kerle dann nicht ihren Pulli selber stricken?
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frech Verlag
Geschrieben von snowwhite um 09:38 Uhr in Häkeln
Dienstag, 29. Juli 2008
Langsam nervt es. Nach meinen monatelangen Häkelorgien in der ersten Jahreshälfte hatte ich einen Tennisarm. Oder wie das heisst. Es zieht, kribbelt und schmerzt. Mal mehr, mal weniger, mal gar nicht. Sogar am PC tippen und Maus schieben macht Aua. An häkeln oder nähen ist nicht zu denken. Sogar meinen geliebten Rasenmäher musste ich meinem Mann überlassen (wozu hat man die Kerle sonst?) Aber trotz langweiliger Untätigkeit musste ja Auto gefahren, Wäsche aufgehängt, emails geschrieben und Websites angeschaut werden- klick. Das mag mein Arm gar nicht. Ich will euch nicht die Ohren mit Wehwehchen vollsülzen, Fakt ist aber, dass ich zur Zeit weder nähe, noch häkle oder viel am PC bastle. Dafür habe ich mir in der Zeit ein neues Nähzimmer eingerichtet (ich verrate auch keinem, dass ich trotz Aua einen Zuschneidetisch und 2 Schränke ab- und aufgebaut habe) Und wenn dann mal mein armer Arm wieder lieb zu mir ist, dann muss er ran. Nähen und handarbeiten was das Zeug hält. Aber vorher muss er zusammen mit dem anderen Arm, der zwar nicht schmerzt aber weder schreiben noch häkeln oder nähen kann, auf eine Reise gehen. Und diese Reise führt Arme, Beine und die Fantasie zu fabelhaften Wesen, in verzauberte Länder und zu heldenhaften Geschehnissen. Die Reise führt zum... Drachenfest Nächste Woche erzähle ich was ich und meine Freunde dort erlebt haben.
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Drachenfest
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Diemelstadt
Geschrieben von snowwhite um 01:08 Uhr in Larp
Mittwoch, 16. Juli 2008
Kennt ihr das? Man ist nur ein paar Tage weg, aber diese Tage sind vollgestopft mit Eindrücken, Aktivitäten, und wenn man heimkommt scheint alles so verändert als wäre man 1 Jahr fort gewesen. Man nennt es auch "Urlaub". Nun, ich habe eigentlich keinen Urlaub in Engelland gemacht, ich habe "nur" meine Tochter besucht, die dort als Aupair arbeitet. Aber weit weit weg von zu Haus ist alles ein bisschen Urlaub. Fliegen, Zug fahren, 1 Stunde Autofahrt (auf der FALSCHEN Seite!!! kreisch) brachten mich und den Jüngsten in eine andere Welt, auch wenn die Leute dort genau wie hier eine Nase im Gesicht haben. Aber alles ist halt ein bisschen anders. Die Häuser sehen etwas anders aus, die Menschen sprechen seltsam. Damit meine ich nicht die Sprache an sich. Ich dachte immer, Engländer reden englisch... von wegen. Ich habe so viele Dialekte gehört, die ich nicht identifizieren konnte, dass ich irgendwann versucht habe nicht mehr so genau hinzuhören. Und all die Regeln für die Aussprache, die wir in der Schule so mühsam gelernt haben, sind mir jetzt auch herzlich gleichgültig geworden. Die halten sich ja selbst nicht dran! Unser erster Tag führte uns auf die High Street von Lincoln, wo ich mit meiner Tochter einen kleinen Kaufrausch hatte. ( Immer dabei: Meine gepimpte Zickentasche, man beachte die gehäkelte Prilblume! ) Es folgten noch weitere, und im Rückblick kann ich sagen, dass das englische Angbot an Klamotten recht beeindruckend ist. Schon als mein Mädchen mich an der Bahn abgeholt hatte, habe ich die Augen aufgerissen: Sie war knallbunt angezogen, mit Rüschenrock und bunten Accessoires sowie roter Sonnenbrille. ( Ihr "Spiegel"-Bild zeigt nur die Hälfte vom Outfit ) In Germany würde sie auffallen, aber dort sieht man so viele flippige Outfits, dass mein Baby garnicht auffällt. Ach, was könnte ich mich dort aufrüschen und keiner lacht, wie hier daheim. Auf Lincolns High Street, einer wunderschönen Fußgängerzone mit einigen hübschen historischen Häuschen, habe ich massenhaft kreative Outfits auf zwei Beinen gesehen. Und Lincoln ist noch relativ provinziell, man stelle sich vor, welche Modeideen man in London sehen kann. Negativ würde ich bewerten, dass die Engländer anscheinend ihre Kreativität auf Konsumgüter zu beschränken scheinen. Kein Wunder angesichts des massiven Angebots an spottbilliger und topaktueller Mode in den Kaufhäusern. Aber ich konnte nirgends, wirklich nirgends ein Bastelheft oder gar eine Nähzeitschrift finden. Diese finde ich an deutschen Bahnhöfen, aber wo zum Henker sind diese Hefte dort, wo sie gedruckt werden? Im größten Supermarkt vor Ort nicht, am Flughafen auch nicht. Die armen Engländer. Müssen alles kaufen (Scherz) Aber sogar eine manische Basteltussi wie ich hat sich dem Kaufzwang nicht entziehen können, denn es gibt zu viele coole und billige Klamotten in Läden wie Primarkt, Asda und Newlook. Und bei den niedrigen Preisen lohnt selbermachen nicht mehr. Vielleicht ist das DIY (do it yourself) in Great Britain deshalb tot. Oder versteckt sich vor Touristen. Mit Mühe haben wir auch den einzigen Woll-Laden weit und breit gefunden. Winzig klein war dieser, und auch wenn die Verkäuferin sehr nett und hilfsbereit war... es gab für mich nichts zu entdecken. In der Hoffnung, schöne ausgefallene Häkelnadeln und englische Zeitschriften zu ergattern, war ich zu dem Lädchen gefahren, und stellt euch meine Enttäuschung vor, als ich auf das Regal mit dem Zubehör sehe und alles, aber auch alles war aus dem Hause Prym! Gut, ich mag Prym an sich sehr, aber das bekomme ich auch zu Hause. Na ja, freuen wir uns, dass deutsche Produkte im Ausland gekauft werden, gell? Wenn es hier in NRW wieder aufhört zu regnen, mache ich mal ein paar Fotos von meinen Schnäppchen (In GB ist grade Schlussverkauf). Hier in Deutschland bin ich relativ sicher vor Kaufrauschattaken. Aber es wird gemunkelt, dass Primark im nächsten Jahr Filialen in Deutschland eröffnen will. Ich fange schon mal an zu sparen. Was mir wirklich fehlen wird - abgesehen von meiner Tochter - ist die TV-Box meiner Gastgeberin. Leider erst am 5ten Tag unseres Aufenthalts habe ich den garten-Kanal entdeckt: UKTV Gardens. 24 Stunden am Tag Garten-TV, das ist wie im Himmel. Warum gibt es sowas nicht bei uns? Ich würde mir glatt wieder einen Fernseher anschaffen. Ich habe dann jede freie Minute vor der Flimmerkiste verbracht. Und mir werden die seltsamen Nahrungsmittel fehlen, die man dort bekommt. Allen voran die schnuckeligen Eier im Teigmantel, weiß der Himmel was da sonst noch drin war. Was ich aber nicht vermissen werde, ist das labberige Brot. Ich habe in 7 Tagen kein einziges weit und breit mit einer anständigen krossen Kruste finden können. Brot backen, das können eben doch nur die Deutschen!
Geschrieben von snowwhite um 11:05 Uhr in Privates
Montag, 7. Juli 2008
Ich bin so aufgeregt. Morgen früh fliege ich mit meinem Jüngsten nach England. Fliegen finde ich relativ aufregend, im positiven Sinne. Die Welt von oben zu sehen ist immer ein Erlebnis! Was mich jedes Mal so unangenehm berührt sind Flughäfen. Schon bei der Anfahrt weiß ich nicht mehr wo ich bin. Wenn ich den Stand der Sonne im Blick habe, finde ich jede Richtung, aber wo um Himmels willen ist in einem Terminal die Sonne? Gates und Schleusen, Schalter und Checkins, und immer nur Menschen die genau zu wissen scheinen wo es lang geht. Außer mir. Zu meiner unendlichen Erleichterung fliegen wir morgen von einem winzigen Flugplatz ab, der nur einen Terminal und einen Schalter hat. Trotzdem. Was da alles schief gehen kann. Schon beim Online-Checkin habe ich vor lauter Aufregung eine Ziffer der 100-stelligen Zahl auf meinem Personalausweis vergessen abzuschreiben, und habe nun eine Menge Rennerei vor mir. Aber wenn alles gut geht, sitze ich morgen um diese Zeit gemütlich in einem kleinen Wohnzimmer in einem kleinen englischen Häuschen in einer kleinen englischen Stadt. Und die liegt in der Nähe einer größeren Stadt, nämlich dieser hier: KLICK. Was wollte ich mir für diese Reise alles nähen und häkeln. Allem voran einen Rock mit der englischen Flagge. Aber Dank meiner was-auch-immer Entzündung im rechten Arm (eine Runde Mitleid) habe ich in den vergangenen 3 Wochen nichts Gescheites fertigstellen können außer der Jungenhose für meinen Knirps. Ich muss mich auch sehr zurückhalten um nicht die Häkelnadel mitzunehmen, es fehlt mir so sehr endlich wieder ein Kleidungsstück zu beenden. Auf jeden Fall werde ich in Lincoln alle verfügbaren Quellen für Wolle und Handarbeiten überfallen, ich erhoffe mir ein paar schöne Häkelnadeln und englische Hefte. Wenn ich einen Internetzugang finde, melde ich mich das nächste Mal aus dem vereinigten Königreich.
Geschrieben von snowwhite um 16:41 Uhr in Privates
Dienstag, 1. Juli 2008
So, ich mus mich mal etwas sputen, die Wochen rasen dahin und ich wollte tausend Dinge bloggen und tu´s nicht. Schande über mich! (Im Moment hab´ ich eh´ einen Tennisarm vom Heavyhäkeln, und bin rechts etwas aua, auch tippen ist eigentlich nicht gut für meinen Häkelarm) Vor ein paar Wochen war ich auf den Fantasydays. Super Kulisse, Burg Satzvey. Nette Leute. Eine super show. Unglaubliche Kostüme. Ich kann hier nur einige Highlights exemplarisch herausgreifen. Wie den Geisterkönig, die Truppe um Xena, Jack und Conan, die oberaffentittengei(Zensur) Ringstars (einige davon hier), shilty von der Hobbyschneiderin und kicki von Rheingold. Der netteste Barbar, den ich je kennengelernt habe (rechts), ist Conan, "the Barbarian King", den ich schon seit vielen Jahren kenne und schätze. Bei seinem Äußeren eigentlich logisch, dass er ständig die heissesten Weiber des Planeten am Schurzzipfel hängen hat, oder? Auf den Bildern hängt Xena, eine Darstellerin aus Österreich, die zu besonderen Anlässen sogar mit Pferd anreist. Das absolute Hammer-Kostüm aber, welches mir wirklich für einen Moment die Sprache verschlagen hatte, seht ihr hier: Mirror Queen. Das Kostüm muss nicht nur viele Stunden an Arbeit, sondern auch Unsummen an harter Währung verschlungen haben! Habt ihr eine Ahnung, was Haare kosten? Allein im Kopfschmuck der Mirrorqueen sind meterlange Haarstränge verwoben, der absolute Irrsinn. Die beiden, Mirrorqueen und Geisterkönig, kamen aus Holland und haben den Kostümwettbewerb natürlich dominiert. Shilty hatte Spaß. Aber dass sie feiern kann, wissen wir ja seit Karneval, gell? Das Wochenende drauf ging es von der mittelalterlichen Fantasywelt nach Schottland, zu dem schottischen Festival nach Xanten. So viele Kerle in Kilt, schwärm. Schon bei der Anfahrt haben wir- Aud und ich- nicht schlecht gestaunt als wir die "Orkstrasse" in Xanten entdeckten.... Auf dem Festival haben wir uns mit Hilary aus ravelry getroffen. Ihr Mann hatte an den diversen piper-Wettbewerben teilgenommen, da er ein Dudelsack-Virtuose ist. Er konnte sich auch auf den vorderen Rängen platzieren, und wird in diesem Jahr nach Schottland fahren, um sich dort mit den "richtigen" Gegnern zu messen. Ich drücke die Daumen. In Xanten haben wir uns mit fish and chips (mit viiieeel Malzessig, yummy) den Bauch vollgeschlagen, und ich bekam von Hilary eine Umhängetasche geschenkt. Ich muss die Tasche mal knipsen, denn ihr glaubt mir sonst nie im Leben, woraus sie gemacht ist: Aus Pilzen! Ich kann es selbst kaum glauben! Das nächste Party-Wochenende fand wieder in der Mittelalterfantasywelt statt, in der Larp-Taverne in Köln. Und weil ich eigentlich an selbigem Wochenende noch eine Jungenhose für das Burda sewalong machen musste, UND eine gewisse Dame mir nicht glaubt, dass ich mit der Hand nähen kann, habe ich zugeschnittenen Stoff und Nähzeug mit in die Taverne genommen und angefangen zu nähen. Gestern wurde die Hose dann fertiggestellt, und mit dem ersten Handnähversuch ging auch der Monat Juni zu Ende. Ich habe jede Menge Ereignisse, interessante Themen und Fotos weggelassen, aber der Juli steht vor der Tür, mit all seinen Ereignissen, und wenn ich den Juni nicht im Schnelldurchgang aufschreibe, wird er vergessen. Zumindest von mir.
Geschrieben von snowwhite um 15:05 Uhr in Privates
Dienstag, 24. Juni 2008
Hi Folks! First I want to tell you a little story about hair: Every 10 years I follow a cycle: I love long hair, let it grow until its way to long, than I hate that it´s so flat and straight, go to the hairdresser for a perm, hate that my hair is damaged by the perm and then - one day - I need to cut it instantly. Then I can´t wait for a date with the nearest hairdresser, I just take a scissor and cut. Well, I love to do everything on my own that is possible. Do it yourself, yeah! A haircut is a tricky thing to do. You cannot see your back! But today was one of these days every 10 years, when the haircut couldn´t wait, and so I tried the haircutting maschine that I normally use with my youngest son. For his 5 mm haircut. And I took my long hair in one hand and used the maschine somewhere between my head and my hand. All around my head. Phew! Now I can show you my latest crochet piece, and I can let my hair grow for the next 9 years. Until I hate it, go for a perm and..... ------------------------------------------------ Meine Haare durchlaufen einen festen Zyklus. Alle 9 Jahre hasse ich mein aalglattes dünnes Haar, gehe zum Frisör für eine Dauerwelle, finde es schrecklich dass die Haare davon völlig zerstört werden und ich aussehe wie ein Mopp, und eines Tages - so cirka ein Jahr später - kommt ein sehr spezieller Moment, an dem ich diese Haare entfernen will. Sofort! Da habe ich dann keine Zeit für einen Frisörtermin, die Zeit reicht grade noch zum Badezimmerschrank zu gehen und die Schere rauszuholen. Dieser komplette Zyklus dauert alles in allem etwa 10 Jahre, und heute war es wieder soweit. Nachdem ich vor rund einem Jahr eine überteuerte und schlecht gelungene Dauerwelle hatte machen lassen, konnte ich das Stroh auf meinem Kopf nicht mehr ertragen. Aber da ich immer gern experimentiere, dachte ich mit der Schere kann ich ja schlecht meinen Kopf von hinten schneiden, also habe ich die Haarschneidemaschine aus dem Schrank gekramt, mit der ich normalerweise meinem jüngstern Sohn die 5 mm Frisur für den Sommer verpasse. Also Maschine in die Steckdose, nasse Haare in die linke, Maschine in die rechte Hand und ab den Zopf! Ich war nicht wenig erstaunt über die Massen an Haaren, die da im Waschbecken gelandet sind. Aber ab ist ab, und jetzt können die Fusseln wieder 9 Jahre lang wachsen... bis zur nächsten Dauerwelle. Oh, und mit meinem tollen neuen Haarschnitt kann ich euch ein Haarband zeigen, dass ich eigentlich für meine lange Haare gehäkelt hatte. Voila, da ist es, auch ohne langes Haar. Rechts hatte ich es mit einem Schmetterling verziert, aber den hat meine unscharfe Kamera gefressen ;-)
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Geschrieben von snowwhite um 14:37 Uhr in Häkeln
Montag, 23. Juni 2008
Ja ist denn heut´ schon Mittwoch? Es ist Wochenanfang und das dicke Etwas, das der Briefträger so lieblos in meinem Briefkasten gequetscht hatte, war tatsächlich die neue Burda! Was für eine schöne Überraschung zum Wochenstart. Mit einem wunderschönen Titel, dessen Bild ich hier leider nicht verlinken kann... doofe flash Seiten! Nur die Miniausgabe:  Aber ein größeres Bild des Titelkleides habe ich gefunden: Wenn ich das Foto einer schönen Frau im langen Kleid und mit Sonnenhut am Strand sehe, muss ich immer an dieses Bild denken: Einmal soll ein Kerl so hinter mir herlaufen! So lange ich noch Zähne im Mund habe, heisst das. Für mich wäre diese Bluse nett: Aber ich glaube, die Hüte in dieser Ausgabe reizen mich zum nachhäkeln. Arbeit sparen kann ich mir bei diesem Kleid: Ein beinahe indentisches habe ich seit 15 Jahren im Schrank. Wie gut, dass alles wiederkommt ;-)
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Geschrieben von snowwhite um 20:43 Uhr in Burda
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Beautiful
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