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Donnerstag, 15. März 2007

Kleiner Scherz für zwischendurch

Liebes Tagebuch!

Ich bastel noch an dem Beitrag über die geklonten Burda-Models, der schreibt sich nicht mal eben auf die Schnelle, das wird noch Arbeit (ihr werdet schon sehen)

Aber als Häppchen für zwischendurch hab ich was zum Lachen (als ICH find´s zumindest lustig). Ich hab ja meinen Larp-Schottenclan. Ist bekannt. Nun haben wir dort ein recht aktives Forum. Da wir uns alle so supergut verstehen, geht es dort recht lustig zu.

Vor ein paar Tagen haben wir unsere virtuelle MacMahoon-Taverne aufgemacht. Die da heisst "Taverne zum entlaufenen Schaf". Ich glaube, so richtig Spaß hat man dort nur, wenn man die Leute und deren Hintergründe kennt. Aber auch wer null Ahnung hat, kann sich ohne viel Aufwand ein wenig Tavernen-Atmosphäre reinziehen, und zwar ganz nebenbei.

Denn: Ich hab mal wieder mein Mikro eingestöpselt, und ein bisschen Quatsch gemacht. Erinnert ihr euch noch an meine Podcast-Versuche? Ich hab seitdem ein schrecklich schlechtes Gewissen, dass ich meiner lieben Sonnenschein nix Neues geboten habe........ Aber auf meiner Homepage, da wo auch die podcasts liegen, hab´ ich nun eine Ecke für unsere Taverne eingerichtet.

EDIT:

Ich habe einen neuen Platz für die Podcasts aus der Taverne gefunden.

http://macmahoon.blogr.de

Nach Möglichkeit sollen da auch andere Clan-Leuts mitmischen, also schaut ab und zu mal rein, was bei uns so los ist.

Wie es in der Taverne weitergeht... das weiss kein Mensch. Erst gestern wurde eine Hochzeit geplant, von der am Morgen noch niemand etwas ahnte. Das Ganze entwickelt sich zur Soap-Opera, aber einer, an der wir alle mitschreiben.

Ich will nicht angeben, oder euch hier völlig verwirren. Ich wollte nur Späßkes machen, und euch ein bisschen daran teilhaben lassen. Wenn ihr das nicht lustig findet..... schaltet das Fernsehen ein und guckt ne Comedy (was ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr tue...., meine Freunde sind viel, viel lustiger ;-) )

 

Geschrieben von babbelgum61 um 09:36 Uhr in Privates

Dienstag, 13. März 2007

Hobby-Tausch

 

Liebes Tagebuch!

 

 

Ich war wieder viel zu lange nicht hier. Ich weiß, ich habe Dir immer so viel zu erzählen, dass es jedes Mal sehr lange dauert, um alles niederzuschreiben. Und während ich noch überlege wie ich es Dir sage, kommen neue Dinge, neue Themen und Ideen hinzu. So habe ich von einer Freundin kürzlich einen riesigen Stapel alter Burdas geschenkt bekommen. Welche mich sehr beschäftigen. Doch das muss ich Dir ein andermal erzählen, denn ich habe ja noch nachzuholen, was ich Dir beim letzten Mal versprochen hab´.

 

 

Wie aus einer Larperin eine Schneiderin und aus einer Schneiderin eine Larperin wurde.

 

 

Nun, was Larp ist, habe ich ja nun zur Genüge erklärt. Wer es immer noch nicht weiss: Guckst Du die Larpwiki. In meinem Schottenclan ist eine Mitstreiterin, die nun bereits 2 Kleider aus meiner Pfaff 260 hat. Und da sie zu Weihnachten eine eigene Nähmaschine geschenkt bekommen hatte, will sie nun lernen, sich ihre Larp-Kleider selbst zu nähen. Drum hat sie mich besucht, damit ich ihr zeige was man in ein paar Stunden eben zeigen kann (nicht viel, leider).

 

 

Wir haben dann einen Schnitt ausgesucht. Aber an den traut sie sich noch nicht ran, obwohl der soooo easy ist. Diesen Schnitt von Burda wollte ich schon lange haben und kauf ihn nun für Eilionor. Eine andere Clanfrau hat ihn sich auch schon genäht. Anstelle des Höllenfenster-Überwurfs näht Eilionor sich eine Art Schürze, wie sie bei den Wikingern üblich war. Wir hatten dazu auch eine sehr schöne Schnittanleitung im Netz gefunden, die ich aber leider nicht wiederfinde. :-(

 

 

Im Grunde bestehen diese halbwegs authentischen Schürzen aus zwei Rechtecken, die oben zwei Träger bekommen. Eilionor wollte die geschlossene Variante, und so haben wir diesen Rechteck-Schnitt an den Seiten nach unten verbreitert, damit dieses Überkleid etwas ausgestellt wird. Mit diesem Schnitt hab ich sie dann nach Hause geschickt, und hoffe sie kommt klar. Aber einen einfacheren Einstieg gibt es nun mal nicht.

 

 

Da sie sich das Kleid von Burda noch nicht zutraut, mach ich es *seufz* Und hoffe, dass Eilionor dann ganz schnell nähen lernt, denn da wir in den vergangenen Wochen sehr viele neue Mitglieder bekommen haben, die fast alle kostümtechnisch bei Null anfangen, hab ich zu viel zu tun um Kleid Nummer 4 für Eilionor zu nähen. Ich bin mal gespannt, wie ihr Überkleid wird.

 

 

Nun, und nachdem nun eine Larperin zum Schneidern kam.... muss ja zum Ausgleich eine Schneiderin zur Larperin werden. Ich hatte zwar niemals vor, diese eine besondere Schneiderin zum Larpen zu überreden, doch wie wir noch sehen werden, war es für sie nur ein winzig kleiner Schritt... jedoch mit großen Folgen: Sie gehört jetzt zu unserem Schottenclan!

 

 

Kennt ihr Aud? Wenn nicht, dann schaut in ihr Blog: Audfit. Das Blog kenne ich schon länger, und Aud selbst kenne ich vom Kölner Nähbrunch, das Blognachbarin Nowak immer so schön plant und umsetzt. Bei einem der ersten Brunches in Köln sagte mir jemand, Aud würde ja genau wie ich Mittelalterliches nähen. Als Aud mir dann erzählte, dass sie mal die halbe MA-Szene eingekleidet hat, war ich ziemlich beeindruckt. Mittlerweile hat sie damit aber aufgehört, und näht wohl nur noch für sich selbst.

 

 

Als ich bei einem früheren Eintrag hier im Blog den Aufruf gestartet habe, mich doch mal zu einer Larp-Taverne zu begleiten, war Aud die bisher Einzige die geantwortet hat. Sowas lasse ich mir nicht zweimal sagen! Und hab Aud gleich vom letzten Nähbrunch, das in Aachen stattfand, in die Taverne verschleppt. Nun, in solch einer Taverne laufen die seltsamsten Leute herum. Und Aud kam in einem mittelalterlichen Outfit, welches sowas von "A", also authentisch, war.... ich hätte fast einen Kniefall gemacht! Ihr Kleid war aus handgesponnenem, handgewebtem und mit der Hand vernähten Wollstoff! Wow! Das ich sowas auf meine alten Tage nochmal zu sehen bekomme! Tja, und dann erfuhr ich auch, dass Aud eine MA-Szenekind der allerersten Stunde ist. Ihre Eltern müssen sie schon als Knirps mit zu Mittelalter-Märkten und -Lagern geschleppt haben!

 

 

Und so jemand will man eine Larp-Taverne zeigen! Im Nachinein komme ich mir so unsäglich albern vor. Ich Dummbatz. Für Aud war es immerhin die erste Begegnung mit "Plastik" wie sie sagt. Und sie hat absolut Recht! Die "mittelalterlichen" Verkleidungen der meisten Larper sind so mittelalterlich wie elektrisches Licht und Mofas. Polyester-Pannesamt wohin das Auge blickt, und grade auf der letzten Taverne gab es einige derbe Ausreisser in Sachen Gewandung zu bewundern. Aber Aud ließ sich davon nicht schrecken! (Wer zum Clan gehören will, muss auch furchtlos sein ;-) )

 

 

Sie saß mit uns in geselliger Runde beisammen und hat sich das bunte Treiben angeschaut. Wir müssen ihr wohl gut gefallen haben, denn kurz drauf meldete sie sich in unserem Forum an (was übrigens jedermann- und frau freisteht, man muss kein Larper sein um mit uns zu schnattern)

 

 

Und es hat nicht lange gedauert, da hieß sie Aud MacMahoon. Jipeeee! Unseren ersten gemeinsamen Ausflug machten wir in einen Larp-Laden, der am vergangenen Wochenende ein Fest feierte: Die Schatzkammer in Köln. Aud hatte sich Tags zuvor noch schnell eine neue Weste genäht, was in mir schon wieder die Neidgefühle aufsteigen ließ. Die Weste gefiel ihr aber nicht so recht, und drum wurden von einem Landsknecht-Oberteil kurzerhand die Ärmel entfernt, weisse Bluse drunter und Haare hoch: Fertig war die neue Mahoon-Frau!

 

 

Erst später fiel mir auf, die toll Aud damit ausgesehen hat. Ich meine nicht, dass ich das anfangs übersehen hatte. Sie bekam auch gleich Komplimente aus den Clanreihen. Ich meine... ich kenne sie ja auch "zivil". Aber Aud wirkt, als wäre sie in "alte" Klamotten geboren worden. Diese süße Hochsteckfrisur, das Mieder, der lange Rock.... ich kann sie mir kaum noch anders vorstellen.

 

 

Gibt es das? Sind manche Menschen wirklich in anderen Zeitepochen zu Hause? Urteilt selbst, wie euch Aud gefällt, denn ich war ja schlau und hab eine Kamera mitgenommen in die Schatzkammer. Und das ist UNSERE Aud:

 

 

 

 

Leider sieht man nicht viel von den hochgesteckten Löckchen. Aber sieht sie nicht aus, wie gradewegs aus der Vergangenheit gebeamt? Ach, am besten ihr schaut sie euch live an, die nächsten Tavernentermine findet ihr hier: Twilight-Taverne.

 

 

Aber denkt daran: Auch wenn ihr in Pannesamt kommt.... es muss irgendwie mittelalterlich aussehen.

 

 

Oh, und der Besuch bei Aud, nachdem wir die Schatzkammer erfolgreich gestürmt hatten, zog ein weiteres Kapitel für mein Blog nach sich: alte Burda Hefte!!!! Darum lest ihr in der nächsten Ausgabe:

 

 

Werden die Models bei Burda geklont, oder: Nix Neues hinterm Horizont

 

 

 

 

 

 

 

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Geschrieben von babbelgum61 um 11:25 Uhr in Privates

Mittwoch, 7. März 2007

Was die Welt braucht

 

Liebes Tagebuch!

 

 

Ich hab´ nun extra ein paar Nächte drüber geschlafen. Weil, ich schreib ja normalerweise schneller als ich denken kann. Doch diesmal wollte ich das Ganze erstmal setzen lassen (genauso wie die Wut über meine kürzlich missglückte Dauerwelle). Aber es will mir einfach nicht klarer werden. Ich raff´s immer noch nicht. Dabei sollte ich mich eigentlich freuen... aber ich will immer alles verstehen, warum, wieso, wozu. In diesem Fall die Intentionen bei Burdastyle.com.

 

 

Ich habe mich ja bereits ellenlang über dieses neuen Angebot aus demn Hause Burda ausgelassen. Aber verstanden habe ich es nicht. Wie ich vermutete, liegt der Sinn und Zweck der Seite darin, späteren kostenpflichtigen Downloads den Weg zu ebnen. Aber das KANN es nicht sein, denn die Erklärung der "Creative Common License" ist- so kommt es mir zumindest vor- um eine weitere Erklärung ergänzt worden. Auf der Seite wird erklärt, warum Burda kostenlose Schnitte anbietet: Um die Kreativität in der Welt anzuregen.

 

 

Versteh´ mich nicht falsch, liebes Tagebuch. Ich finde das absolut genial, was die da machen. Und werde es noch des Öfteren nutzen. Aber es will mir so gar nicht einleuchten, dass der Auftrag zur Förderung der weltweiten Kreativität wirklich und wahrhaftig der tiefere Beweggrund für den Launch einer solchen Seite sein soll.

 

 

Eine weitere Erleuchtung zu Sinn und Zweck hatte ich, als mein Mann- fürsorglich wie immer- mir neulich einen Artikel einer News-Seite schickte, in dem von dem neuen Webauftritt unter Burdastyle berichtet wurde. Dort stand, was ich schon wusste: Dass Burdastyle mit "etsy" verquickt ist. War mir bekannt. Was mir NICHT bekannt war: Was "etsy" nun überhaupt ist! Stand nirgendwo. Ja, weiß ich denn alles? Woher soll ich wissen was etsy ist, wenn ich nie etwas übers Internet kaufe oder verkaufe (ok, ausser beim Otto-Versand). Doch in dem Artikel wurde kurz erklärt, dass es sich bei "etsy" um eine Verkaufsplattform für Selbstgemachtes handelt! WOW! Warum sagt mir das denn keiner, bitte sehr?

 

 

OK, dermassen aufgeklärt hatte ich den Lichtblick: Darum macht Burda das! Man lädt die Schnitte runter und stellt die genähten Sachen über deren Seite bei etsy ein (es gibt eine Funktion dafür). Dann gibt es eine kleine Provision (wie ich nur vermuten kann) und wie man ja bekanntlich weiss, macht die Masse dann den Gewinn. Wenn 10.000 Hobbyschneider nur 10 Cent berappen, ist das für den Einzelnen nix, aber für den Empfänger kann es sich lohnen.

 

 

Nun, diese Sichtweise finde ich absolut ok. Und die Verkaufsplattformen für Selbstgemachtes.... DIE sind es doch auch, die Kreativität fördern. Einfach, indem sie den Bastlern, die sonst still und heimlich im Kämmerlein versauern, eine Möglichkeit bieten, ihre Werke zu zeigen, Ideen zu teilen und vielleicht sogar ne Mark damit zu verdienen. (Ich weiss dass es diese Währung nicht mehr gibt, ist nur so ´ne Redensart)

 

 

Soweit, so gut. Aber als ich vor einigen Tagen wieder bei Burdastyle reinschaute, um mir dann endlich einen Schnitt runterzuladen... da las ich dieses Statement, dass Burda die Kreativität fördern will, und man deren Schnitte absolut kostenlos runterladen kann und absolut frei und beliebig verwenden.

 

 

Da muss ich stutzen. Dann kann man das Genähte doch auch wer-weiß-wo verkaufen, oder? Wo verdienen die dann Geld? Nun bin ich wieder genauso schlau wie vorher. Toll.

 

 

Ich weiß nur: Alles, was die Kreativität fördert, bringt etwas Positives in die Welt. Also warum nicht bei Burda? Irgendwann kapier´ ich, wie die Geld verdienen, und bis dahin hab ich jede Menge Schnitte runtergeladen und genäht. Und im Grunde kann es mir ja auch egal sein, wo die Kohle fliesst, Hauptsache ich hab neue Schnitte.  :-D

 

 

Themenwechsel: Stoffe der Zukunft?

 

 

Tja, liebes Tagebuch. Hier kommt das nächste Mysterium: Braucht die Welt neue Stoffe? Weil, genau das hab ich kürzlich irgendwo im Internet gelesen. Die Rede war von High-Tech Stoffen. Warum macht der Mensch sowas? Weil er es kann. Aber bringt das die Mode voran, oder gar: Die Kreativität? Ich finde nicht, aber das ist MEINE Meinung, die niemand teilen muss.

 

 

Es gibt wunderbare Fortschritte der Menschheit, durch Technik. Herzschrittmacher, Mondflüge, Internet. Aber muss dieser technische Fortschritt nun dafür sorgen, dass auf meinem Kleid jede Minute ein anderes Muster ist? Denn das soll- wenn man den Plänen der Stoffdesigner glauben mag- zumindest theoretisch möglich sein. Verzeiht mir, wenn ich da nicht weiter recherchiere, denn ich will´s gar nicht so genau wissen. Ich liebe Stoff. Seine Textur, wie er sich anfühlt, wie er gemacht wurde. Muster sind Farbe und Form, und ich bin es gewöhnt, dass ich diese für ein Kleid dauerhaft auswähle.

 

 

Könnte ich es schätzen lernen, wenn mein Kleid jeden Tag anders aussieht? Oder auf meinem Rücken eine Laufschrift prangt? Mikochips sollen es möglich machen.

 

 

Doch ich mag es nicht. Klar, ich nähe ständig was Neues, aber dieser kreative Entstehungsprozess kommt aus mir und von mir. Will ich ein Kleid oder T-Shirt mit Mikroprozessorgesteuerten Bildsequenzen.... was habe ich dann selbst geschaffen? Ich mache mich abhängig von den Technikern, so wie ich es schon tue wenn ich meinen PC einschalte. Meine Kleidung bleibt Meins. Niemand soll mir die Gestaltung abnehmen.

 

 

Und: Wie oft hat Technik auch ihre Tücken? Ich stelle mir vor, die Batterie ist alle. Wo ist dann das tolle, wechselnde Muster meines Kleides? Stehe ich dann schwarz-grau da, wie ein ausgestöpselter Fernseher? Oder der Mikrochip hat eine Fehlfunkion, und die Schrift auf meinem Rücken weist mich nicht als Comic-Fan aus, der kleine blaue Monster mag und schreibt nicht "Stitch", sondern ersetzt das "St" durch ein "B"... und schon haben wir den Salat!

 

 

Nee, Zukunft ist eine feine Sache. Ich träume davon, dass wir alle die Klamotten anziehen, die wir wollen, und nicht die, die Modedesigner und Industrie vorgeben. Mikrochips sind in meinen Visionen allerdings nicht enthalten. Basta.

 

 

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe:

 

 

Wie aus einer Larperin eine Schneiderin und aus einer Schneiderin eine Larperin wurde.

 

 

 

 

 

 

 

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Geschrieben von babbelgum61 um 08:44 Uhr in Privates
   

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