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Donnerstag, 28. Juni 2007
Liebe Freunde! (Und die Feinde grüße ich ganz besonders!) Ich bin mal wieder selten hier, gut 2 Wochen hab ich nichts mehr von mir hören lassen. Ich habe einen guten Grund dafür. Meine Großmutter verstarb am 12.06., erfahren hab ich es am 13.06., den Beitrag vom 14.06. hatte ich noch auf Halde. Es ist gewiss verständlich, wenn ich Wichtigeres im Kopf habe als Blog und Internet. Ihr denkt nun bestimmt "Oh die arme Bärbel, hatte ihre Oma bestimmt sehr lieb". Nö. Ich hab sie über alles geliebt im Alter von 0-12, grob geschätzt. Danach wurde ich langsam erwachsen und verstand viele ihrer Allüren zum ersten Mal, seitdem ist sie in meiner Gunst mehr und mehr gefallen. Es gab sogar eine Zeit, in der blieb nur Hass. In den letzten Jahren, in denen sie sehr gebrechlich, aber dennoch ungebrochen und so aktiv wie möglich war, hatten wir uns auf einen freundlichen Umgangston geeinigt. Meine Oma wurde 96. Ihr Ziel 100 zu werden hat sie nicht mehr geschafft. Aber ein Leben in einer Welt ohne Bilder, nur verschwommenen Umrissen, Hell und Dunkel, Töne nur wenn die Batterie des Hörgerätes funktioniert.... ich denke viel darüber nach, wie es wohl ist so leben zu müssen. Möchte man "es hinter sich haben"? Oder klammert man sich an jeden neuen Tag? Meine Oma sagte immer sie wäre es leid, aber hat sich geklammert. Bis zum letzten Tag. Und an diesem Tag tat sie mir unendlich leid. Ärzte und Schläuche, die ihr Leben qualvoll verlängerten, das hatte sie nie gewollt. Und es auch nur einen Tag lang mitgemacht! Typisch Oma! Sie war ein Dickschädel. Und das ist der Grund, warum meine Oma nicht gänzlich fort ist, so lange ich lebe: Ich habe ihre Gene! Ich bin die Frau, die ihre Eigenschaften weiterträgt. Die Dickköpfigkeit, Sturheit, Besserwisserei, "ich kann alles besser". Das Zänkische, die ewigen Nörgeleien, und die überbordende Phantasie, gibt man mir nicht genug Fakten an die Hand. In vielen, sehr vielen Momenten im Leben erkenne ich meine Oma in mir, und wie sehr ich diese Charakterzüge geerbt habe. Dann versuche ich mich zusammenzureissen, und 5 grade sein zu lassen. Das gelingt nicht immer, mein Mann kann ein Lied davon singen. Meine Oma hatte Grund, manche Charaktereigenschaft an den Tag zu legen: Ihr Leben war sehr hart. Einen bösen Stiefvater, die Mutter starb früh, zwei Weltkriege, Hunger als Kind, Angst um den Mann als junge Frau. Eines Tages fiel eine Zeitzünderbombe neben ihr mit harter Arbeit errichtetes Heim. Am nächsten Tag hörte sie von Ferne den Knall, der all ihre Habe in die Luft beförderte, und das in Zeiten der Not. Ein solches Leben kann sich heute keine Frau mehr vorstellen. Was wäre aus uns geworden, wenn wir das alles hätten durchmachen müssen? Da das Leben meiner Großmutter ein Spiegel der Zeit ist, werde ich ihr einen umfassenden Bericht widmen, hier oder anderswo. Aber sie ist niemals fort, denn ich trete- zumindest rein äußerlich- in ihre Fußstapfen: Ich werde in ihrem Haus wohnen. All meine Liebe, zumindest solche die man Dingen und Orten entgegenbringt, gehört diesem Flecken Erde, an dem meine Oma bis kurz vor ihrem Tod lebte. Sie hat dort rund 70 Jahre ihres Lebens zugebracht, ich selbst durfte über 20 Jahre dort wohnen. Ich bin dort aufgewachsen, meine Eltern lebten im gleichen Haus, bis sie sich getrennt haben. An diesem Ort bin ich auf Bäume geklettert, habe alle Spiele meiner Kindheit gespielt, habe das Gras wachsen hören (und es wächst immer noch!) und Erbsen aus der Schote genascht. Jede Erinnerung an eine schöne Kindheit sind mit diesem Ort verknüpft. Als ich in den letzten Jahren dort den Garten gepflegt habe, habe ich meine Aufenthalte immer sehr genossen. Habt ihr einen Ort, an den ihr gehört? Ich gehöre an diesen Ort! Ich habe nun 2 Tage dort verbracht um Omas Wohnung auszuräumen, und mein Mann sagte mir "Du siehst so glücklich aus". Ich liebe diesen Ort und ich möchte dort leben bis ich ebenfalls, wie meine Oma, dort sterbe. Ich werde IHR Haus in Schuss halten, mit ihren Töpfen kochen, an exakt der Stelle des Hauses schlafen, an der mein geliebter Opa vor Jahren in der Nacht friedlich schlafend verschied. Alles an diesem Ort ist Erinnerung und Gegenwart, und hoffentlich auch Zukunft. Ich werde noch oft davon erzählen, denn bald lebe ich dort. Ich überlege, ob ich ein neues Blog zu diesem Zweck eröffnen soll, denn ich werde lange lange Zeit nicht mehr Nähen können! Sind Berichte über verstorbene Omas, einen anzulegenden Garten, Hausrenovierung und die Nachbarschaft in einem Nähblog gut aufgehoben? Ich bezweifle es. Ich habe mir ein ums andere Mal erlaubt, euch mit meinen kleinen Anekdoten zu erfreuen (oder auch nicht), aber nun werden diese deutlich überhand nehmen. Und Burda wollte bestimmt keinen Raum im Internet schaffen für Hausfrauen und ihre alltägliche Soap-Opera. Ich möchte Burdas Freundlichkeit nicht über Gebühr strapazieren, drum überlege ich ob ich ein Tagebuch für alles andere erstelle, irgendwo. Schade wäre dann, dass mein Burda-Blog eine ganze Weile brach liegt.... Immer diese Entscheidungen.... Damit hatte meine Oma nie ein Problem, Selbstzweifel waren ihr- meines Wissens nach- unbekannt. Da kommt wieder meine Waage durch: Es gibt so viele Möglichkeiten. Wie auch immer es hier weitergeht, in den kommenden Wochen werde ich kaum hereinschauen! Ich muss renovieren und räumen, regeln und rumpeln. Ich versuche den letzten Beitrag "Es war einmal ein Ledersofa 4" bald zu schreiben, es fehlte ja lediglich die Beschreibung der seitlichen Ösenleiste. Das wird schon. Ich bin bald wieder da, und sitze dann in "meinem" Omas Haus. Und schaue in den Garten, in dem Sträucher wachsen, die noch mein Opa angepflanzt hat. Sein Blaubeerstrauch wird grade reif. Dort ist mein kleines, persönliches Paradies. Wir sehen uns dort! Ida Helene Wengenroth, geborene Czudzewitzan ihren 95ten Geburtstag:
Geschrieben von snowwhite um 09:04 Uhr in Privates
Donnerstag, 14. Juni 2007

Weiter geht´s mit dem Ledersofalarpdingbumms. Um den nächsten Schritt zu erklären, muss ich ein wenig ausholen: So richtig nähen gelernt habe ich ja bei einer Ex-Schwägerin, die Schneiderin war. Und eine sehr gute dazu, sie ist immer noch mein Vorbild wenn es um´s Nähen geht. Nur am Rande: Ihr Gesellenstück belegte in NRW den ersten PLatz und bundesweit des zweiten. Aber das ist lange her.... Damals war Mode aus Leder modern. Mitte bis Ende der 80er war Lederkleidung genauso teuer wie heute, aber wenn man selbst schneidern kann ist das eine wunderbare Möglichkeit zu sparen. Man muss keine Angst vor Leder als Material haben. Es lässt sich bis zu einer gewissen Stärke nähen wie Stoff, und bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber Stoff. Man muss allerdings einige Dinge beachten. Kleine Löcher in Leder schliessen sich nicht wieder, wie es bei den meisten Geweben der Fall ist. Also kann man Leder nicht stecken, bevor man es zusammen näht. Oder nur an Stellen, die später nicht mehr zu sehen sind. UND man kann Nähte nicht einfach wieder auftrennen wenn man eine Naht korrigieren muss, jede einmal genähte Naht bleibt für alle Zeit sichtbar als eine Linie von kleinen, feinen Löchern! Darum mache sogar ich faule Socke vor einem Lederprojekt eine Nesselprobe. Zum Nähen empfiehlt sich eine spezielle Nadel, die vorne eine scharfe Spitze aufweist, wie ein kleines Messer. Denn wie man sich denken kann, "schiebt" eine Nadel Leder nicht beiseite, wie es bei einem gewebten Stoff der Fall ist. Sie muss ja ein "Loch" machen in die homogene Lederfläche. Aber diese kleinen Abstriche bei der Verarbeitung werden mehr als ausgeglichen, wenn man bedenkt welch dankbares Material Leder ist: Es franst niemals aus, es lässt sich sogar vorsichtig bügeln und mit spezieller Bügel-Einlage verstärken, es lässt sich wunderbar "Stückeln" und selbst der kleinste Rest kann noch Verwendung finden. Die genannte Eigenschaft des Leders nicht auszufransen, eröffnet wieder ein weites Feld von Verwendungsmöglichkeiten: Applikationen und Co. In der Zeit mit meiner Ex-Schwägerin zeigte sie mir eine Fülle von Ideen für die Verwendung von Leder, die ich bis heute nicht vergessen habe. Damals machte ich einen ersten Versuch mit dem edlen Material, und nähte mit ein Hemd. Da ich zeitlebens altertümliche Mode geliebt habe, machte ich mir ein Hemd mit einer vorderen Schnürung. Müssig zu erwähnen, dass ich den Schnitt dazu aus einem Burdaheft entnommen habe. ;-) Damals hatte ich alle Teile aus einem wunderbaren, weichen und feinen Nappaleder zugeschnitten. Im Nachbarort gab es eine Lederfärberei, die heute leider ihre Tore für immer geschlossen hat. Damals konnte man dort sehr günstig das ein oder andere Fell mit kleinen Fehlern erwerben. Ich ging fröhlich zu Werke und stellte beim nähen fest, dass ich mich im Bereich der Rücken-Passe verschnitten hatte! Au weia! Aber ich war ja bei meiner Schwägerin in die "Lehre" gegangen, und sie hätte niemals bei einem Patzer die Flinte ins Korn geworfen! Bei ihr habe ich gelernt, wie einfach es ist, aus Lederresten wunderschöne Applikationen zu machen. So machte ich aus der Not eine Tugend, und nähte ein paar Leder-Stücke auf die verschnittene Stelle. Das sah so ausnehmend gut aus, dass ich diese Applikationen auch auf die Ärmel setzte. Leder-Applikationen sind sehr einfach zu machen: Je nach Stärke des Leder kann man selbiges mit Ledereinlage verstärken. Man schneidet einfach die gewünschte Form aus und klebt sie mit ein wenig Kleber auf die zu verzierende Stelle. Man kann Textil- oder Lederkleber nehmen, aber ich persönlich benutze zu diesem Zweck ganz ordinären Alleskleber. Man sollte nur wenig nehmen, damit auf keinen Fall Kleber an den Seiten austritt. Der Kleber ist auch nur gedacht, dass Lederstück auf dem Untergrund festzuhalten, bis man es festgenäht hat. Dann wählt man einen nicht zu kleinen Zickzackstich auf der Nähmaschine und näht die Applikation damit auf. Ich sichere in diesem Fall nicht mit einem Rückstich, sondern ziehe die Anfangsfäden auf die Rückseite und verknote oder vernähe sie, denn ein allzu dicker Nahtanfang und -ende würde unschön aussehen. Im Fall der Blätter auf meinem Lederhemd habe ich bei einigen Blättern zusätzlich zu dem Zickzack an der äußeren Kante auch noch einen Gradstich im Inneren des Blattes aufgenäht, quasi als Blattrippe. Geht schnell und gibt dem Blatt mehr Plastizität. GANZ WICHTIG: Egal wie ihr die Applikationen festnäht: Man darf niemals zu enge Stiche machen oder zu viele! Warum? Nun, wie ich bereits sagte, hinterlässt jeder Stich ein Loch im Leder. Und viele kleine Stiche nebeneinander... nennt man "Perforation". Bei Papier wird sowas gemacht, damit es besser abreisst! Und das Gleiche passiert mit dem Leder, wenn man zu viele Löcher reinmacht- es reisst! Ich hoffe auf den nachfolgenden Bildern kann man die Nähte gut erkennen. Das erste Bild zeigt die Rückenpasse und die Ärmel, Bild 2 eine Detailaufnahme: Im zweiten Bild kann man sehr gut den Zickzack-Stich sehen, mit dem das Blatt aufgenäht wurde. Für meine Larp-Lederweste nahm ich lustigerweise die Lederreste von eben jedem Hemd, obwohl dieses vor über 15 Jahren genäht wurde! Bärbel hebt alles auf! Man weiss nie wozu es gut ist, und in diesem Fall wurde aus dem uralten Leder noch was Hübsches. Ausserdem kann ich nun das Hemd und die Weste zusammen tragen, und die Farben des hellbraunen Leders passen perfekt! Ist ja die gleiche "Haut" gewesen! Für die Leder-Applikationen meiner Lederweste habe ich keine große Vorplanung gemacht. Ich hab Blätter zugeschnitten wie sie mit in die Hände kamen, aufgeklebt und festgenäht. Alles in allem wird die ganze Aktion kaum mehr als 1-2 Stunden gedauert haben, vom Zuschneiden über´s Festkleben, nähen und Verknoten der Fäden. Gut, ich muss zugeben so ganz zufrieden bin ich nicht, denn ich finde es fehlt der "Rahmen". Ich hatte keine geeignete Borte zu Hand, denn ich könnte mir vorstellen dass Zweige oder Äste unter den Blättern das Ganze verbessert hätten. Vielleicht nächstes Mal.... Ich zeige euch nun meine Lederweste. Ich habe wieder einmal die Farbtöne nachbearbeitet, weil der grüne Farbton gänzlich anders aus der Kamera kam als ich ihn am Original sehe. Neulich wies mich ein Freund darauf hin, dass ich bei der Nachbearbeitung meiner Bilder immer übertreiben würde. Hier liegt das Problem bei der Kalibrierung meines Monitores! Dieses Problem lässt sich nur schwer lösen, denn wir jeder weiß, zeigt fast jeder Monitor leicht abweichende Farben und Helligkeiten. Mein Monitor ist besonders weit neben der Norm, darum möchte ich euch bitten euch das Grün als ein leicht ins Petrol gehende satte Dunkelgrün vorzustellen. Robin Hood hätte seine helle Freude daran gehabt. Die Passform an der Puppe ist nicht besonders gut, da mein Wanst weit mehr Umfang hat. MIR passt das Ding! In der nächsten Aufnahme seht ihr ein Detail der Applikation. Ich muss zugeben, mein Geschick beim Nähen hat doch arg nachgelassen in den 15 Jahren. Der Zickzack ist krumm und schief, da ich das alte Lederhemd zum Vergleich habe, sehe ich wie schlecht ich bei der Weste gearbeitet habe. Aber was soll´s, die Weste ist nur zum Zeitvertreib entstanden und wird auch nur zum Spaß getragen. Es kann auch sein, dass ich die Blätter auf dem Hemd damals mit Ledereinlage verstärkt hatte... besser ist das. Aber ohne diese abzutrennen und abzureissen werde ich es wohl nie erfahren ;-) Ich hoffe, die kleine Exkursion ins Land der Lederverarbeitung hat euch gefallen. Nächstes Mal zeige ich euch, wie ich die seitliche Schnürung gemacht habe. Phew! This will be tricky... to explain how to sew leather in english.... please let me know if anything is confusing, I will do my very best to tell you how I made the applique that you can see above.
Leather is very easy to sew. Because it will not fray you don´t have to de-baste (?) the edges. This advantage is important for making appliques, because you can cut any shape you want. I made the leather leaves without any template, I cutted them from scap. You can reinforce the leather with special iron-on interling if you wish, this depends on the leather you use. Then you glue the applique with some craft glue. Don´t use too much glue, to prevent the glue oozing out of the leave. After the glue is dry, you can secure the applique with some zigzag stiches. Normally I secure each seam with some backstiches, but I didn´t want to do this with the applique, so I pulled the threads to the back side and secured them with some knots. As you can see in the pictures, I made some additional straight stiches to give the leaves more detail. It is important that you don´t use too small or too much stiches, because each stich lefts a hole in the leather, and too much holes will damage it!!!!!!!!! I hope you enjoyed my little leather fun, next time I´ll show ya the lacing of the leather waistcoat. Stay tuned!
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Geschrieben von snowwhite um 10:08 Uhr in Projekte
Dienstag, 12. Juni 2007
So, weiter geht´s mit meinem Ledersofawestenlarpding. In dem Bilderlink den ich als Referenz gezeigt habe ( Lederweste ) sieht man deutlich die Form der Schnitt-Teile. Sogenannte Wiener Nähte (wenn Burda seine Pop-Ups abschafft verlinke ich mal zu der Fashionpedia, dort werden Wiener Nähte erklärt) sorgen für die taillierte Form. Abnäher kamen für meine Lederweste ohnehin nicht in Frage, da ich befürchte, ein Brustabnäher in Leder wird sich nie und nimmer flach bügeln lassen. Wiener Nähte haben einen schönen kontinuierlichen Verlauf von oben bis unten und legen sich optimal auch mit steifen Materialien... sag ich jetzt mal so. Also hab ich nach einem ganz einfachen Schnitt mit Wiener Nähten gesucht. Ich habe auch eine Menge gefunden... in Burdaheften von 1968 bis 1970! Aber nachdem ich 2-3 Schnitte für mein Projekt auserkoren hatte, fiel die entgültige Entscheidung doch auf etwas gänzlich anderes: Einen Schnitt der Firma Lutterloh. Diese Firma stellt schon seit über 50 Jahren Schnitte für Hobbyschneiderinnen her, hat aber meiner Meinung (!) nach den Weg ins 21te Jahrhundert noch nicht gefunden. Ich hatte bereits im letzten Jahr ein sehr nettes Gespräch mit Herrn Lutterloh, und ich sehe ein, dass eine Firma nicht ihre komplette Strategie wegen einer bekloppten Tussi wie mir umschmeisst. Ich habe nämlich viele Wünsche an die Firma, vor allem mehr Aktivität im Internet! Ich wünschte, ich wäre versierter im Programmieren von Webauftritten, und könnte der Firma solche Angebote wie Foren, Kundengalerie etc anlegen. Mir ist klar, dass Burda da bereits sehr viel getan hat, und eine Firma wie Burda weit mehr manpower zur Verfügung hat als Lutterloh. Aber mein Herz hängt an solch alteingesessenen Firmen wie Burda UND Lutterloh, und die Vorteile, die eine Firma wie Lutterloh bieten kann, sind einzigartig! Wer Lutterloh noch nicht kennt: das Prinzip der Schnitte ist seit den Anfängen gleich geblieben. Man skaliert seine Schnitte selbst! Mit einem ganz einfachen System kann man auf Basis von nur 2 Körpermassen die auf kleinen Blättern vorgegebenen Schnitte mit Hilfe eines speziellen Lineals vergrössern. Kleine Anpassungen werden an einem Papierschnitt oder einer Nesselprobe vorgenommen, aber das ist ja ein üblicher Vorgang, denn kein Schnitt kann jeder Figur passen! Wer sich die Vorgehensweise von Lutterloh anschauen möchte sollte sich den Webauftritt der Firma mal ansehen (auf den Firmennamen oben klicken). Abschreckend ist nur der Preis, mit rund 100 Euro Anschaffungskosten muss man sich das dreimal überlegen! Mein Lutterloh-System wurde von meiner Mami gesponsort, nicht ganz uneigennützig, denn ich habe ihr schon einige Kleidungsstücke nach ihren Maßen genäht. Ich habe neben einem Grundsortiment an Schnitten auch die regelmäßig erscheinenden Ergänzungshefte bestellt, und werde alle 3 Monate mit Neuheiten versorgt. Ich muss leider zugeben, dass viele Schnitte auf den ersten Blick recht altbacken erscheinen, aber wie auch bei Burda stellte ich mit der Zeit fest, dass ich manches später in den Auslagen der Boutiqen wiederfand, was ich noch kurz vorher als Schnittmuster dröge fand. Die Firma Lutterloh versucht den Spagat zwischen Tradition und Moderne, was nicht immer einfach ist. Und allein das sollte schon mit Kundentreue belohnt werden, genau wie bei Burda, deren ständige Neukonzeptionen der Heftinhalte mancher Leserin die Zornesröte ins Gesicht steigen lassen... wir kaufen sie ja doch! Nun, warum wollte ich nun grade für dieses Projekt einen Lutterloh-Schnitt testen? Ganz einfach: Die Larper (was LARP ist findet ihr im Link auf der rechten Seitenspalte) sind zum grossen Teil ein sehr kreatives Völkchen. Viele Larper machen sich ihre Ausrüstung selbst, und sogar Männer setzen sich an die Nähmaschine! Nicht selten ist dies auch aus der Not geboren, einfach weil "Mann" nicht einfach losziehen kann und das gewünschte mittelalterliche Fantasy-Outfit von der Stange kaufen KANN. Dann bringen sich viele Männer und auch junge Damen das Nähen bei, was mich immer wieder freut! Individualismus wird bei Larpern großgeschrieben und nur wer wirklich 2 linke Hände hat, trollt sich zu ebay und Co. Ich weiss, dass viele Mittelalterfans und Larper händeringend nach geeigneten Schnitten suchen. Burda hat bereits einiges an passenden Schnitten auf dem Markt gebracht, einige Vorschläge von mir zu Burdaschnitten findet ihr ebenfalls auf der rechten Navigation des Blogs. Aber das große Problem vieler historischer und phantastischer Hobbyschneider ist die Größenanpassung. Nicht wenige haben ein paar Kilos zu viel auf den Rippen, und auch wenn Burda einiges in großen Größen anbietet, hat jeder Schnitt eine obere und untere Grenze. Nicht so bei Lutterloh! Man kann ja selbst skalieren, also den Schnitt vergrößern, bis er passt. Ich muss zugeben, ich habe das Lutterloh-System noch nicht auf die Tauglichkeit für wirklich große Größen (50+) getestet, aber auf den Seiten der Schnittvorlagen ist oft ein spezielles Symbol, wenn sich dieser Schnitt besonders gut für große Größen eignet. Und es gibt eine speziell für "Dicke" aufgelegte Sonderausgabe, die es sich mal zu testen lohnen würde. Nach dieser langen Vorrede bin ich nun an dem Punkt angelangt, wo ihr hoffentlich nachvollziehen könnt, warum meine Larp-Lederweste unbedingt nach einem Lutterloh-Schnitt genäht werden musste: Ich will Lutterloh den Larpern näher bringen! Dieser mutige Auftrag steckt noch in den Kinderschuhen, aber ein Anfang ist gemacht. Nun wollen wir konkreter werden. Ich habe nach langem Suchen in all meinen Lutterlohschnitten diesen Schnitt als geeignet auserkoren:  Wen es interessiert: Es handelt sich um Schnitt 94/95 des Jahres 1998 (bei Lutterloh steht "MCMXCVIII", irgendwann erwürge ich dort jemand für die römische Schreibweise, hab ich das richtig übersetzt?) und ich habe die Ärmel weggelassen, sowie den Ausschnitt vergrößert und natürlich den Stehkragen weggelassen. Der Rest bedurfte nur einer kleinen Anpassung des Brustabnähers in Richtung Armausschnitt, ich vermute es handelt sich um die nötigen Bequemlichkeitszugaben für den eingesetzten Ärmel, da ich eine enganliegende Weste wollte waren diese nicht gewünscht. Um die Passform zu überprüfen habe ich natürlich eine Nesselprobe genäht, da man an dem Leder kaum noch Veränderungen vornehmen kann oder sollte, ist es einmal zusammengenäht. Ich habe auch nicht wie sonst üblich gleich beim Zeichnen die Nahtzugaben angezeichnet, da ich bei dem Leder keine Zugaben der üblichen Breite brauchte. Da das Leder eine rauhe und eine glatte Seite hatte, konnte ich die Nahtlinien mit Kugelschreiber auf die "Rückseite" malen, wobei ich mich für die glatte Seite als linke Seite entschieden habe. Die Linien waren darauf vorzüglich zu sehen. Für jedeNaht habe ich auf EINER Seite der Naht 0,5 cm zugegeben, die Nahtlinie des Gegenstücks wurde ohne Zugabe zugeschnitten. Dann habe ich das Schnittteil OHNE Nahtzugabe einfach (von der linken Seite aus gesehen) mit der Schnittkante auf die gezeichnete Nahtlinie des Gegenstücks gelegt und mit einem Zickzack die Kante auf das darunter liegende Teil genäht. Das hat wunderbar geklappt und ich musste nichts abstecken. Das ganze Zusammensetzen der Schnittteile ging mit dem Leder schneller als wäre die Weste aus Stoff gewesen, da ja nichts versäubert oder gesteckt werden musste. Lediglich für die Dekoration des Vorderteils habe ich mir etwas Zeit genommen, da ich einen ganz bestimmten Effekt ausprobieren wollte. Und die seitliche Schnürung hat Zeit in Anspruch genommen, da ich das Leder für die Schnürlöcher verstärken wollte, und auf jede der seitlichen Schnittkanten noch einen Streifen dicken Leders aufgenäht habe. Wie ich nun meine Lederweste auf Larp getrimmt habe, das erzähle ich euch nächstes Mal. Hi! I try to give a short explanation of the pattern I used for making my leather waistcoat. I think no one of you has ever heard about the german company "Lutterloh"? This pattern company offers a very unique technique of making your own patterns, that should fit your individual measurements. (Phew, this is tricky to describe) With a special measuring tape you SCALE the pattern to your size! The advantage of this system are obvious: Every tailor can make patterns for his individual body size!
On the webpage of this company you can see a video that might explain how this works: Lutterloh. But I cannot find any english pages there, so please try to check the website for pictures that might explain how it works OR write the company a million emails, to install an english section ;-) However.... I really really hope the company Lutterloh will offer its system for international customers too. The priciple of the Lutterloh system is over 50 years old! If you are very lucky, you can find some old books on ebay, and than you have ORIGINAL vintage patterns of the 40s and 50s! Unfortunately Lutterloh doesn´t offer any reprints, so we have to find the books on our own. I took the pattern that is shown on the picture above, for sewing my larp leather waistcoat. I wanted princess seams because they work with the leather and give a smooth silhouette. I had no use for the sleeves so I didn´t copy them. And I opened the front neck line and had to alter the upper front princess seam a bit to fit my shape. I drawed the pattern directly on the back of the leather with a ballpen. Then I cut the leather with seam allowance only on one side, the matching part was stiched on this allowance. Before putting the front and the back together, I made some appliques. How I made these I will show you next time, stay tuned.
Geschrieben von snowwhite um 19:45 Uhr in Projekte
Montag, 11. Juni 2007
Attention for all international guests! Because I cannot put all entries that contain english text into the "international" category (some entries belong to other categories) I found another way to find all english entries: Please use the search option (upper right corner "suchen" ) and look for "britishflagsmall", then you will find ALL entries that show this small image:  This flag comes with each english entry of my blog, and will guide you to all my international stuff. I hope this helps in the future, today I will try to tell you a little bit more about my sewing hobby in your language. But first let me talk to my german friends. Scroll down for the english text, thank you. So. Eigentlich erzähle ich für gewöhnlich nur über fertige Näharbeiten, aber heute wird mir das ganz ernsthaft zu viel auf einmal. Ein Projekt wurde Samstag fertig, doch die Vor"arbeiten" zogen sich wochenlang hin. Gemeint ist meine Lederrüstung. Warum braucht Frau eine Lederrüstung? Nun ja, ich hab ja meine Karriere als Larp-Druidin an den Nagel gehängt, und will einen Charakter spielen, dessen "Kriegshandwerk" genau das ist, was ich schon seit Ewigkeiten gerne lernen wollte: Bogenschiessen! Ich habe bereits zu verschiedenen Bogensportvereinen Kontakt aufgenommen, was sich als ganz eigenes "Projekt" gestaltet hat, doch das will ich an dieser Stelle nicht ausweiten. Mein erster Bogen ist schon unterwegs zu mir, trainieren möchte ich in einem Wuppertaler Verein und alles weitere wird sich zeigen. Doch was trägt so ein Bogenschütze, wenn er sich nicht wirklich gegen echte Schwerter wappnen muss? (Im Larp tun wir ja nur so als ob) Da hat Frau natürlich alle Gestaltungsmöglichkeiten. Doch die Wahl wurde mir fast zur Qual, denn wenn man so gut wie alles machen kann, was soll man dann machen? Was bezahlbar ist? Mit der Nähmaschine umzusetzen? Welche handwerklichen Möglichkeiten gibt es noch? Fragen, die mich wochenlang beschäftigt hatten, und viele Stunden im Internet verbringen ließen. Im Grunde muss ein Bogenschütze nur eines sein: beweglich! Jede Rüstung muss einen bestimmten Zweck erfüllen. PC-Rollenspielen werden das kennen: Metall-Rüstungen sind nur sinnvoll für Kämpfer im Nahkampf, deren Waffe auf Kraft und Schaden ausgerichtet ist. Fernkämpfer sind mit einer Platten-Rüstung unbeweglich, und bei Fernwaffen geht man davon aus, dass der Schütze nicht direkt getroffen wird. Ein guter Bogenschütze lässt seinen "Feind" gar nicht erst rankommen! Um dennoch einen minimalen Schutz zu bieten (schliesslich schiessen ja auch die Gegner mit Pfeilen!) sucht der Fernkämpfer nach einem optimalen Mittelweg zwischen Schutz und Beweglichkeit. Die erste Wahl ist für Fantasy-Spieler also Leder. Das lässt sich relativ gut verarbeiten, bietet minimalen Schutz und ist dennoch leicht und bequem im Vergleich zu Metall. Also eine Leder-Rüstung musste her! Dabei gibt es ganz simple Rüstungen, die aus wenigen Teilen bestehen. Guten Schutz bieten Rüstungen aus sogenanntem "Rüstleder", ein relativ hartes Leder von ca. 3 Millimeter Dicke. Eine einfache Konstruktion seht ihr hier: einfache Lederrüstung. Es geht auch weiblicher: Frauen-Rüstung. Aber wie ihr seht sind solche Rüstungen nicht nur etwas unbequem, weil starr, sondern auch ohne Spezialwerkzeug und gute Nerven nicht so einfach nachzubauen. Eine sehr gute Anleitung zum Eigenbau einer solchen Rüstung findet man in der Ausgabe Nummer 15 dieser Zeitschrift: Larpzeit. Irgendwann mach ich mir mal sowas. Aber auch wer die Verarbeitung von solch grossen Lederstücken scheut, kann sich quasi aus Resten noch was Nettes basteln: Schuppen-Rüstung. Putzig, was? Ins Träumen geraten Larper dann bei solchen Sachen: Leder-Traum und Leder-Traum2. Wenn ich einmal reich bin...... Aber Rüstleder ist meine Sache (noch) nicht. Also sollte es was weicheres sein. Und da fand ich dann neulich einen tollen shop, den Lederkram. Die machen wunderschöne Sachen, und meine Lieblings-Rüstung seht ihr hier: Frauen-Leder. Hübsch, gell? Könnte ich mir auch als Alltagskleidung vorstellen (ich mal wieder). Die Lederkram-Seite ist so vollgestopft mit schönen Dingen und auch Tipps zum Selbermachen, wer sich für das Thema Larp interessiert kann dort stundenlang stöbern. Nun, das Ledermieder sollte es sein. Nur woher das Leder nehmen, ohne arm dabei zu werden? Ich hab mir dann letzte Woche nach einem Jahr (!) voller Zögern und Zaudern endlich ein Herz gefasst, und auf ebay 30 Kilo Lederreste bestellt. Leder kann man so wunderbar stückeln, denn es franst ja nicht an den Schnittkanten aus. Ich dachte, die vielen kleinen Lederlappen ergeben zusammen ein paar Grosse. Nett gedacht. Am Abend des gleichen Tages (glaubt man das!!!) führte mich mein Weg durch eine Strasse gleich um die Ecke, wo jemand seine Couchgarnitur an die Strasse gestellt hatte. Da ich an fast der gleichen Stelle im letzten Jahr bereits ein Ledersofa auseinandergenommen hatte (natürlich nicht ohne zu fragen) und enttäuscht feststellen musste, dass dieses aus billigem Kunstleder war, ging ich nun erst einmal hin und hab mit meinem Autoschlüssel ein kleines Stückchen Naht aufgetrennt. LEDER!!!! Ich musste erst einmal zur Arbeit, aber die 2 kurzen Stunden wurden zur halben Ewigkeit, denn ich befürchtete, dass mir jemand meinen Fund vor der Nase wegschnappen könnte. Gleich auf dem Nachhauseweg ging ich zum Sofa und suchte den Besitzer, der auch schnell gefunden war. Nein, er hätte es für den Sperrmüll an die Strasse gestellt und ich könne damit machen was ich wolle. Schnell nach Hause und meine schärfste Schere geholt, klugerweise nahm ich einen Waschkorb mit für meine lederne Beute. Waschkorb.... lustig. Nachdem ich 2 (!!!) Stunden geschnippelt hatte, war mein Waschkorb voll UND der komplette Bürgersteig, mit wunderschönem grünen Leder. Ich hatte einen 3-Sitzer, einen 2-Sitzer, eine Verbindungsecke und einen Sessel auseinandergenommen. Ich bin mit meinem Waschkorb nach Hause gerannt wie der Teufel, hab mein Auto geholt und seitdem kutschiere ich einen Kofferraum voll Leder durch die Gegend weil ich nicht weiss wo ich das alles lagern soll. Zur Erinnerung: Die 30 Kilo Leder, verpackt in 3 riesige Kisten kamen ja auch noch dazu! Nun, mein Lederfund nimmt auch deshalb so viel Platz weg, weil zum großen Teil die Füllwatte noch dranhängt...flöööööt. Ich hab zwar versucht so viel wie möglich gleich vor Ort zu lassen, aber irgendwann wurde das zu aufwändig. Wen es interessiert: Insgeheim bin ich ja eine dieser schrecklichen Sperrmüll-Sammler, die an keinem Stapel Müll vorbeigehen können. Was hab ich schon alles aus solchen Müllhalden gezogen: Antike Betten, wertvolle Buch-Unikate (sogar mit Widmung des Künstlers!) und 2 Meter große Bilderrahmen (mit Inhalt, den man dann wunderbar übermalen konnte). Seit in unseren Breiten der "Müll" nur noch auf Bestellung abgeholt wird, landen unersetzliche Werte in der Müllpresse! Es graust mich, wenn ich daran denke, aber was soll ich machen? Ich kann nicht alles retten, was einmal einem Menschen viel bedeutet hat, also wird Brennmaterial daraus. "Mein" Leder wird nicht zur Gänze in Flammen aufgehen! Wieviele Tiere mussten ihre Haut für dieses Sofa lassen? In den Müll damit! No way! Gut, ich habe also nun massenhaft kostenloses Leder. Und was hab ich damit gemacht? das erzähle ich euch nächstes Mal.... Well, finally a little bit input for you. I will tell you what I said in german in a few words: I want to sew a leather armor for my ranger charakter. Because I wanted to do it on my tiny little sewing machine, it had to be made of soft leather. I bought some thick leather on ebay, but the very same day in the evening I found someone in the neighbourhood, who wanted to give his leather sofa to the bulky waste (gosh, I needed a dictionary for that!). I had to "rescue" the leather, and took my best scissors for cutting it off. So I got plenty of beautiful green leather for my future sewing projects! ;-) (my car is still stuffed with leather because I have no room for it)
The armor I wanted to have you can see by clicking the picture links in the german text. Because an armor of hard leather is too hard to make, I deciced to do such a bodice. Isn´t it pretty? How I made it and what pattern I used I will tell you next time. It might be of interest for you, because I used a pattern of a german pattern company, that normally doesn´t sell any historic patterns! Stay tuned.
Geschrieben von snowwhite um 09:14 Uhr in Projekte
Montag, 4. Juni 2007
Möööp sage ich immer, wenn ich nicht recht weiss was ich sagen soll. Sprachlos kann man es nicht nennen, denn das passiert mir nur alle paar Jahre mal. Aber heute und sehr oft in der letzten Zeit kommt das möööp, weil einfach zu viel zu sagen ist, um es schön der Reihe nach auszusprechen. Ja, ich weiß, ihr kennt das schon. Heute meine ich mit "mööööp" all die vielen Projekte, die ich mir vorgenommen habe. Und mein liebes Tagebuch sei Dank weiß ich, dass ich im vergangenen Jahr um etwa die gleiche Zeit schon einmal diverse Projekte in meinem Tagebuch festgehalten hatte. Welche auch anlässlich des grossen Larp-Events "Drachenfest" geplant wurden. In diesem Jahr sind es 5 mal so viele, Vorhaben, Wünsche, Projekte. Letztes Jahr hatte ich ein Druidenoutfit zusammengestellt, und verschiedene Mittelalter-Klamotten für meine Männer geplant. Realisiert hab ich von den Männersachen "nur" die Schuhe und Kleidung für Junior, mein Männe ging leer aus. Nackig musste er nicht zu dem Fest, immerhin hat er ja seinen Kilt. (klick auf´s Bild links)
Einen echten Kilt würde ich niemals selber nähen, diese Fummelei, aus dem Muster beim Einlegen der Falten das gleiche Muster neu entstehen zu lassen, das hat was von höherer Mathematik, und trotz Mathe-Leistungskurs sehe ich mich dazu nicht in der Lage ;-) Nun gut, man muss nicht alles können und machen, gell? Ich hab im letzten Jahr 2 Druidenkleider und einen Umhang, sowie 2 Kinderhosen und Hemden genäht, und Schuhe für meinen Knirps, das sollte reichen. Und dieses Jahr? Für das Drachenfest 2007? Ja, da kommt das möööööööööp. Ich hab auf meinem PC eine Liste angelegt, weil ich mehr vorhabe, als in mein kleines Spatzenhirn reinpasst. Und die Liste auf meinem Desktop sagt, ich muss noch die folgenden Dinge machen: Hosen, Hemden, Schuhe für die Männer (lach, immer noch) und diverse Chemisen (weite Unterkleider), Mieder, Röcke für mich. Ich hätte gern noch eine Lederhose, falls der liebe Gott weiches Veloursleder vom Himmel regnen lässt. Dann muss ich noch Flaschenhalter basteln, Halter für mein Trinkhorn am Gürtel, einen Pfeilköcher für meine knubbeligen Larp-Pfeile. Und einen Fingerschutz und Armschutz für´s Bogenschiessen, am besten noch 3 Finger-Dinger für die anderen Bogenschützen in der Gruppe. Dann will ich vor dem Drachenfest noch hierhin: Endlich ein Burgfest in Deutschland, wo man Elfen und Feen spielen kann! Dafür brauch ich uuuunbedingt noch ein Feen-Kleid, und zwar eins für eine "gute Fee". Über die gute Fee werdet ihr noch mehr hören, hoffe ich. Mag sein, ich muss improvisieren und mache aus meiner noch zu schneidernden Leder-Rüstung für meine Bogenschützin dann eine Waldelfe... oder so. Dann hab ich einem Freund versprochen ihm einen Umhang zu nähen, und eine Freundin bekommt ein Barock-Kleid. Für letzteres werde ich die historische Abteilung von Burda bemühen, dem Himmel sei´s getrommelt und gepfiffen! Man sollte es kaum glauben, aber die haben ein halbwegs brauchbares Barock-Kleid als Schnitt. Ich würde dorthin verlinken, aber ich war heute schon mehrmals auf der Seite und bin einfach die ewigen Werbe-Popups leid, ich geh da heute nicht mehr hin! Oh, und dann ist noch viel zu tun in Sachen Musikuntermalung. Die kann ich euch leider noch nicht genauer beschreiben, denn wir Clan-Mädels üben schon seit Wochen diverse alte und neue Lieder ein, um diese dann in unserem abendlichen Zelt auf dem Drachenfest zur Hebung der allgemeinen Stimmung vorzutragen! Falls wir jemals was vorweisen können, das man online stellen kann, seid ihr die ersten die es hören dürfen! Also ihr seht, die Liste ist schier unendlich! Das meine ich mit mööööp. Ist ja nicht so, dass ich gezwungen werde.... aber ich kann es nie lassen: Die Ideen purzeln nur so, und jede will verwirklicht werden. Jedem vernünftigen Menschen ist an dieser Stelle klar: in den 2 Monaten, bis das Drachenfest vor der Tür steht, KANN ich das gar nicht alles schaffen! Drum mache ich mir heute eine To Do Liste, und versuche sie abzuarbeiten. Olaf Hose Hemd Schuhe Erik Hosen Hemden Schuhe Bärbel Mieder Röcke Chemisen Leder-Rüstung! Lederhose Hornhalter Feen-Kleid Sonstiges Lederköcher Armschiene/Fingerschutz Hornhalter Bierflaschenhalter Umhang Garett Kleid Yvonne
Immerhin: Einen Rock hab ich mir vor ca. einer Woche gemacht, spontan, weil ich keinen passenden hatte. Aus dem letzten Stück Clan-Tartan schnell einen langen Rock, der leider völlig feld-untauglich ist, aber nett anzuschauen. Und weil ihr es schon wieder geschafft habt, bis hier unten hin zu lesen, bekommt ihr auch mal was zum Lachen. Bärbel beim Bogenschiessen! An dem Gesichtsausdruck muss ich noch arbeiten..... (leider bin ich nicht die hübsche, blonde Amazone rechts im Bild. Leider...)
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Drachenfest
Geschrieben von snowwhite um 18:21 Uhr in Projekte
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Aktuell arbeiten soviel Leute an der "bag in bag":
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Ich höre grade
Haus am See
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