Mittwoch, 22. August 2007
Mauern, Wände und Burda
Ja, fragt ihr euch, was haben die Dinge, die ich im Titel nenne, denn alle miteinander zu tun? Heute eine ganze Menge. Zunächst begann der Tag beschaulich mit dem Vorhaben (mal wieder) die Küche nun endlich zu streichen. Kaum den Pinsel in der Hand kamen Maurer, Papa und eine Wagenladung voll Ziegelsteine. Beim Umladen der tonnenschweren Dinger kam "unser" Postbote des Wegs, in der Hand die neue BURDA!!!!!!!
Ich war mir nicht sicher, ob die Adressumstellung geklappt hatte, die ich per email getätigt hatte für mein Abo, aber offentlichtlich habe ich mir umsonst Sorgen gemacht, hat tadellos geklappt! Und der Postbote war ebenfalls guter Dinge, denn er hatte den Blogeintrag gelesen, in dem ich unsere erste Begegnung beschrieben hatte. Ich hab alles richtig wiedergegeben, puh.
Bis ich meine neue Burda endlich in die Hände bekam, musste die Küche fertig gestrichen werden, eine zweite (!) Wagenladung Steine abgeladen und die erste Ladung der doofen Steine in den Raum getragen werden. Na gut, ich erzähle das um ein wenig Mitleid zu heischen.
Endlich die Burda in den Fingern bin ich gleich geschockt von LILA! Meine Tochter war begeistert! Ein Fall von Geschmackssache. Und jetzt folgt ein grosses LOB: Die BurdaModen wirkt seit einigen Monaten auf mich irgendwie.... anders. Angesichts der absolut gelungenen Strecken fliegt ein Finger zum weiterblättern um so schneller über Lifestyle, Reisetipps und Beautyseiten hinweg. Und was die niegelnagelneue Mode diesen Herbst hervorbringt ist mir sowas von schnurz, habe und hatte ich ja schon immer eine etwas andere Auffassung von Mode.
Aber die Modelle sind diesmal wieder innovativ gelungen! Bei den Retro-Schnitten werde ich meine 60er Jahre Burdas mal checken, aber auch wenn es die gleichen Schnitte sein sollten... wer hat die schon im Fundus? Ich hab sie ja von meiner Aud geschenkt bekommen und bin ewig dankbar dafür. ;-) Abgesehen vom Retro-Gag mit aufgewärmten Schnitten... die SIND nicht wie damals, die haben Pep! Hier eine Falte, dort eine kurvige Naht für die Passform...
Manche Schnitte bekommen deshalb bei mir eine Note eins! Wobei mir einfällt, dass ich dieser Tage auf der Website abstimmen gehen kann, denn nun kann man ja auch die Heft-Schnitte bewerten. Die Schnitte wirken auf den ersten Blick konservativ, aber kleine Besonderheiten in der Schnittführung fordern mein Schneiderhirn heraus! Ich muss diese Burda mal in Ruhe auswerten, wenn der Umzugskram vorbei ist. Nähen will ich mir so einiges daraus.
Große Augen bekam ich bei den PLUS-Modellen, und wenn ich mal wieder Zeit zum Nähen hab versuche ich die Größen 44 ein klitzekleines bisschen kleiner zu nähen. Passen würden sie mir zwar, aber ich will ja wieder abnehmen (wie eine Million anderer Frauen).
Doch mein abolutes Highlight in diesem Heft: Die Kindermodelle! Die Jacken und Kleidchen waren bei mir Liebe auf den ersten Blick, als ich die Seite aufschlug. Ein wenig wurde ich an die Mode der Firma Gudrun Sjöden erinnert, bei denen ich vor vielen jahren mal recht viel Geld gelassen habe. Eins der Mädchenkleider ist fast identisch mit einem weinroten Woll-Kleid in meinem Kleiderschrank, welches ich seit laaanger Zeit nicht mehr getragen habe. Sollte ich wohl wieder rausholen, aaaber..... das ist KINDERMODE? Da komme ich mir so albern vor, in Klamotten rumzulaufen, wie sie für Schulmädchen propagiert werden. Aber diese Rüschen...diese viktorianischen Farben... genau meins. (Und endlich mal nicht diese quietschbunten Blumenmuster für die Kinder, im nächsten Heft wird es wieder bunt, oh Graus)
Ein knuffiges Extra für mich gab es auf Seite 60 der September-Burda: Mich. Haha, im Miniformat gleich neben der lieben Sonnenschein. Das ist nun meine verpasste Chance: Einmal im Leben wollte ich vom Postboten eine Burda bekommen, und aufschlagen und sagen: "Gucken Sie mal, das da bin ICH!". Mitten im Ziegelschleppen ist mir das durchgegangen. Mist.
Und weil Ma-San so lieb gefragt hat, und weil die Digicam endlich wieder lebt, und weil diese Mauer so ein ulkiges Bild ist: Hier ein Bild von HEUTE MORGEN.
So sah die Wand heute morgen aus, oben links noch ein letzter Rest mit verputztem Lehmzeugs und die letzten alten Balken, heul. Die Holzlatten im Bild sind die AUSSENverkleidung!!!! Da man sie nun quasi "von hinten" sieht, bedeutet: Die Wand ist weg!

Mittlerweile ist dort eine neue Wand. Und die Küche ist auch endlich frisch gestrichen. Beim malen waren natürlich unsere Katzen zugegen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen. Als beide gemeinsam zuschauten, und ich loslief um die Kamera zu holen, hat sich jeweils eine von Ihnen verdrückt. Die kleinen Biester wissen ganz genau, wie sie uns foppen können ;-) Erst der rote Kater "Möhre" beim streichen:

Dann die schwarzgefleckte "Ruby", weiter unten:

Ich wollte euch vom heutigen Tag noch so viel erzählen, aber erstens ist er ja noch nicht zu Ende (15:40 Uhr), und zweitens muss ich jetzt den Computer abbauen. Gleich neben mir soll eine Wand verputzt werden, und das geht nun mal nicht wenn der Rechner noch davorsteht.
Ich hab euch lieb, Bärbel











