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bluemchen
   

Dienstag, 29. Juli 2008

Immer noch kaputt

Langsam nervt es. Nach meinen monatelangen Häkelorgien in der ersten Jahreshälfte hatte ich einen Tennisarm. Oder wie das heisst. Es zieht, kribbelt und schmerzt. Mal mehr, mal weniger, mal gar nicht. Sogar am PC tippen und Maus schieben macht Aua. An häkeln oder nähen ist nicht zu denken. Sogar meinen geliebten Rasenmäher musste ich meinem Mann überlassen (wozu hat man die Kerle sonst?)

Aber trotz langweiliger Untätigkeit musste ja Auto gefahren, Wäsche aufgehängt, emails geschrieben und Websites angeschaut werden- klick. Das mag mein Arm gar nicht.

Ich will euch nicht die Ohren mit Wehwehchen vollsülzen, Fakt ist aber, dass ich zur Zeit weder nähe, noch häkle oder viel am PC bastle. Dafür habe ich mir in der Zeit ein neues Nähzimmer eingerichtet (ich verrate auch keinem, dass ich trotz Aua einen Zuschneidetisch und 2 Schränke ab- und aufgebaut habe)

Und wenn dann mal mein armer Arm wieder lieb zu mir ist, dann muss er ran. Nähen und handarbeiten was das Zeug hält.

Aber vorher muss er zusammen mit dem anderen Arm, der zwar nicht schmerzt aber weder schreiben noch häkeln oder nähen kann, auf eine Reise gehen.

Und diese Reise führt Arme, Beine und die Fantasie zu fabelhaften Wesen, in verzauberte Länder und zu heldenhaften Geschehnissen. Die Reise führt zum...

Drachenfest

Nächste Woche erzähle ich was ich und meine Freunde dort erlebt haben.

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Geschrieben von snowwhite um 01:08 Uhr in Larp

Mittwoch, 16. Juli 2008

Great Britain, good bye part 1

Kennt ihr das? Man ist nur ein paar Tage weg, aber diese Tage sind vollgestopft mit Eindrücken, Aktivitäten, und wenn man heimkommt scheint alles so verändert als wäre man 1 Jahr fort gewesen. Man nennt es auch "Urlaub".

Nun, ich habe eigentlich keinen Urlaub in Engelland gemacht, ich habe "nur" meine Tochter besucht, die dort als Aupair arbeitet. Aber weit weit weg von zu Haus ist alles ein bisschen Urlaub. Fliegen, Zug fahren, 1 Stunde Autofahrt (auf der FALSCHEN Seite!!! kreisch) brachten mich und den Jüngsten in eine andere Welt, auch wenn die Leute dort genau wie hier eine Nase im Gesicht haben.

Aber alles ist halt ein bisschen anders. Die Häuser sehen etwas anders aus, die Menschen sprechen seltsam. Damit meine ich nicht die Sprache an sich. Ich dachte immer, Engländer reden englisch... von wegen. Ich habe so viele Dialekte gehört, die ich nicht identifizieren konnte, dass ich irgendwann versucht habe nicht mehr so genau hinzuhören. Und all die Regeln für die Aussprache, die wir in der Schule so mühsam gelernt haben, sind mir jetzt auch herzlich gleichgültig geworden. Die halten sich ja selbst nicht dran!

Unser erster Tag führte uns auf die High Street von Lincoln, wo ich mit meiner Tochter einen kleinen Kaufrausch hatte. ( Immer dabei: Meine gepimpte Zickentasche, man beachte die gehäkelte Prilblume! )

 

 

Es folgten noch weitere, und im Rückblick kann ich sagen, dass das englische Angbot an Klamotten recht beeindruckend ist. Schon als mein Mädchen mich an der Bahn abgeholt hatte, habe ich die Augen aufgerissen: Sie war knallbunt angezogen, mit Rüschenrock und bunten Accessoires sowie roter Sonnenbrille. ( Ihr "Spiegel"-Bild zeigt nur die Hälfte vom Outfit )

 

 

In Germany würde sie auffallen, aber dort sieht man so viele flippige Outfits, dass mein Baby garnicht auffällt. Ach, was könnte ich mich dort aufrüschen und keiner lacht, wie hier daheim.

Auf Lincolns High Street, einer wunderschönen Fußgängerzone mit einigen hübschen historischen Häuschen, habe ich massenhaft kreative Outfits auf zwei Beinen gesehen. Und Lincoln ist noch relativ provinziell, man stelle sich vor, welche Modeideen man in London sehen kann.

Negativ würde ich bewerten, dass die Engländer anscheinend ihre Kreativität auf Konsumgüter zu beschränken scheinen. Kein Wunder angesichts des massiven Angebots an spottbilliger und topaktueller Mode in den Kaufhäusern. Aber ich konnte nirgends, wirklich nirgends ein Bastelheft oder gar eine Nähzeitschrift finden. Diese finde ich an deutschen Bahnhöfen, aber wo zum Henker sind diese Hefte dort, wo sie gedruckt werden? Im größten Supermarkt vor Ort nicht, am Flughafen auch nicht. Die armen Engländer. Müssen alles kaufen (Scherz)

Aber sogar eine manische Basteltussi wie ich hat sich dem Kaufzwang nicht entziehen können, denn es gibt zu viele coole und billige Klamotten in Läden wie Primarkt, Asda und Newlook. Und bei den niedrigen Preisen lohnt selbermachen nicht mehr. Vielleicht ist das DIY (do it yourself) in Great Britain deshalb tot. Oder versteckt sich vor Touristen. Mit Mühe haben wir auch den einzigen Woll-Laden weit und breit gefunden. Winzig klein war dieser, und auch wenn die Verkäuferin sehr nett und hilfsbereit war... es gab für mich nichts zu entdecken. 

In der Hoffnung, schöne ausgefallene Häkelnadeln und englische Zeitschriften zu ergattern, war ich zu dem Lädchen gefahren, und stellt euch meine Enttäuschung vor, als ich auf das Regal mit dem Zubehör sehe und alles, aber auch alles war aus dem Hause Prym! Gut, ich mag Prym an sich sehr, aber das bekomme ich auch zu Hause. Na ja, freuen wir uns, dass deutsche Produkte im Ausland gekauft werden, gell?

Wenn es hier in NRW wieder aufhört zu regnen, mache ich mal ein paar Fotos von meinen Schnäppchen (In GB ist grade Schlussverkauf). Hier in Deutschland bin ich relativ sicher vor Kaufrauschattaken. Aber es wird gemunkelt, dass Primark im nächsten Jahr Filialen in Deutschland eröffnen will. Ich fange schon mal an zu sparen.

Was mir wirklich fehlen wird - abgesehen von meiner Tochter -  ist die TV-Box meiner Gastgeberin. Leider erst am 5ten Tag unseres Aufenthalts habe ich den garten-Kanal entdeckt: UKTV Gardens. 24 Stunden am Tag Garten-TV, das ist wie im Himmel. Warum gibt es sowas nicht bei uns? Ich würde mir glatt wieder einen Fernseher anschaffen. Ich habe dann jede freie Minute vor der Flimmerkiste verbracht.

Und mir werden die seltsamen Nahrungsmittel fehlen, die man dort bekommt. Allen voran die schnuckeligen Eier im Teigmantel, weiß der Himmel was da sonst noch drin war.

 

 

 

Was ich aber nicht vermissen werde, ist das labberige Brot. Ich habe in 7 Tagen kein einziges weit und breit mit einer anständigen krossen Kruste finden können. Brot backen, das können eben doch nur die Deutschen!

 

Geschrieben von snowwhite um 11:05 Uhr in Privates

Montag, 7. Juli 2008

Great Britain, here I come!

Ich bin so aufgeregt. Morgen früh fliege ich mit meinem Jüngsten nach England. Fliegen finde ich relativ aufregend, im positiven Sinne. Die Welt von oben zu sehen ist immer ein Erlebnis!

Was mich jedes Mal so unangenehm berührt sind Flughäfen. Schon bei der Anfahrt weiß ich nicht mehr wo ich bin. Wenn ich den Stand der Sonne im Blick habe, finde ich jede Richtung, aber wo um Himmels willen ist in einem Terminal die Sonne?

Gates und Schleusen, Schalter und Checkins, und immer nur Menschen die genau zu wissen scheinen wo es lang geht. Außer mir. Zu meiner unendlichen Erleichterung fliegen wir morgen von einem winzigen Flugplatz ab, der nur einen Terminal und einen Schalter hat. Trotzdem. Was da alles schief gehen kann. Schon beim Online-Checkin habe ich vor lauter Aufregung eine Ziffer der 100-stelligen Zahl auf meinem Personalausweis vergessen abzuschreiben, und habe nun eine Menge Rennerei vor mir.

Aber wenn alles gut geht, sitze ich morgen um diese Zeit gemütlich in einem kleinen Wohnzimmer in einem kleinen englischen Häuschen in einer kleinen englischen Stadt. Und die liegt in der Nähe einer größeren Stadt, nämlich dieser hier: KLICK.

Was wollte ich mir für diese Reise alles nähen und häkeln. Allem voran einen Rock mit der englischen Flagge. Aber Dank meiner was-auch-immer Entzündung im rechten Arm (eine Runde Mitleid) habe ich in den vergangenen 3 Wochen nichts Gescheites fertigstellen können außer der Jungenhose für meinen Knirps.

Ich muss mich auch sehr zurückhalten um nicht die Häkelnadel mitzunehmen, es fehlt mir so sehr endlich wieder ein Kleidungsstück zu beenden. Auf jeden Fall werde ich in Lincoln alle verfügbaren Quellen für Wolle und Handarbeiten überfallen, ich erhoffe mir ein paar schöne Häkelnadeln und englische Hefte.

Wenn ich einen Internetzugang finde, melde ich mich das nächste Mal aus dem vereinigten Königreich.

Geschrieben von snowwhite um 16:41 Uhr in Privates

Dienstag, 1. Juli 2008

Zusammenfassung Juni 2008

So, ich mus mich mal etwas sputen, die Wochen rasen dahin und ich wollte tausend Dinge bloggen und tu´s nicht. Schande über mich! (Im Moment hab´ ich eh´ einen Tennisarm vom Heavyhäkeln, und bin rechts etwas aua, auch tippen ist eigentlich nicht gut für meinen Häkelarm)

Vor ein paar Wochen war ich auf den Fantasydays. Super Kulisse, Burg Satzvey. Nette Leute. Eine super show. Unglaubliche Kostüme. Ich kann hier nur einige Highlights exemplarisch herausgreifen. Wie den Geisterkönig, die Truppe um Xena, Jack und Conan, die oberaffentittengei(Zensur) Ringstars (einige davon hier), shilty von der Hobbyschneiderin und kicki von Rheingold.

Der netteste Barbar, den ich je kennengelernt habe (rechts), ist Conan, "the Barbarian King", den ich schon seit vielen Jahren kenne und schätze. Bei seinem Äußeren eigentlich logisch, dass er ständig die heissesten Weiber des Planeten am Schurzzipfel hängen hat, oder? Auf den Bildern hängt Xena, eine Darstellerin aus Österreich, die zu besonderen Anlässen sogar mit Pferd anreist.

Das absolute Hammer-Kostüm aber, welches mir wirklich für einen Moment die Sprache verschlagen hatte, seht ihr hier: Mirror Queen. Das Kostüm muss nicht nur viele Stunden an Arbeit, sondern auch Unsummen an harter Währung verschlungen haben! Habt ihr eine Ahnung, was Haare kosten? Allein im Kopfschmuck der Mirrorqueen sind meterlange Haarstränge verwoben, der absolute Irrsinn. Die beiden, Mirrorqueen und Geisterkönig, kamen aus Holland und haben den Kostümwettbewerb natürlich dominiert.

Shilty hatte Spaß. Aber dass sie feiern kann, wissen wir ja seit Karneval, gell?

Das Wochenende drauf ging es von der mittelalterlichen Fantasywelt nach Schottland, zu dem schottischen Festival nach Xanten. So viele Kerle in Kilt, schwärm. Schon bei der Anfahrt haben wir- Aud und ich- nicht schlecht gestaunt als wir die "Orkstrasse" in Xanten entdeckten.... Auf dem Festival haben wir uns mit Hilary aus ravelry getroffen. Ihr Mann hatte an den diversen piper-Wettbewerben teilgenommen, da er ein Dudelsack-Virtuose ist. Er konnte sich auch auf den vorderen Rängen platzieren, und wird in diesem Jahr nach Schottland fahren, um sich dort mit den "richtigen" Gegnern zu messen. Ich drücke die Daumen.

In Xanten haben wir uns mit fish and chips (mit viiieeel Malzessig, yummy) den Bauch vollgeschlagen, und ich bekam von Hilary eine Umhängetasche geschenkt. Ich muss die Tasche mal knipsen, denn ihr glaubt mir sonst nie im Leben, woraus sie gemacht ist: Aus Pilzen! Ich kann es selbst kaum glauben!

Das nächste Party-Wochenende fand wieder in der Mittelalterfantasywelt statt, in der Larp-Taverne in Köln. Und weil ich eigentlich an selbigem Wochenende noch eine Jungenhose für das Burda sewalong machen musste, UND eine gewisse Dame mir nicht glaubt, dass ich mit der Hand nähen kann, habe ich zugeschnittenen Stoff und Nähzeug mit in die Taverne genommen und angefangen zu nähen. Gestern wurde die Hose dann fertiggestellt, und mit dem ersten Handnähversuch ging auch der Monat Juni zu Ende. 

Ich habe jede Menge Ereignisse, interessante Themen und Fotos weggelassen, aber der Juli steht vor der Tür, mit all seinen Ereignissen, und wenn ich den Juni nicht im Schnelldurchgang aufschreibe, wird er vergessen. Zumindest von mir. 

Geschrieben von snowwhite um 15:05 Uhr in Privates
   

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