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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Bimmelbammelbommel

Eben kam meine neue kleine Digicam an. Und wurde sofort aufgeladen und probegetestet. Ich hab sie auf mein Gesicht gerichtet, und trotz einem Blitzlichtgewitter aus unmittelbarer Nähe habe ich auf dem Foto Dinge in meinem Gesicht gesehen, die selbst der Badezimmerspiegel bisher nicht offenbarte. Ich würde also sagen: Test bestanden!

Gleich darauf schnell schnell nach draußen, und erste Versuchsaufnahmen mit Häkelmützen gemacht. Ich habe neulich eine schnelle Mütze gebastelt, weil ich 1) Garn auf einem Wühltisch ergattern konnte, 2) kalte Ohren hatte und 3) keine passende Kopfbedeckung für einen lilafarbenen Wintermantel habe, der zwar unglaublich lächerlich ausschaut, der aber der einzig wirklich warme Mantel in meinem Kleiderschrank ist.

Drum hab ich schnell was gehäkelt, musste noch 2 weitere Garne hinzuziehen, und wollte eine dieser rechteckigen Mützen machen, an deren oberen beiden Ecken dann jeweils ein Bommel baumelt. Leider muss ich das nochmal üben, denn die Bommel zogen das Ding so nach unten, dass es wie zwei puschlige Riesenzöpfe in Quietschrosa ausschaute. Mein Mann hat gelacht!

Also hab ich die beiden Ecken oben festgenäht und hab halt jetzt eine ganz normale Bommelmütze. Die hat mir aber schon gute Dienste geleistet, denn erstens ist sie schön warm, und zweitens sieht man mich schon von weitem. Sehr praktisch wenn man sich mit Freunden vor der KölnArena - pardon die heisst ja jetzt "Lanxess-Arena" - treffen will und keinen eindeutigen Ort ausgemacht hat. Man hat mich gesehen, rosa bommelnd. Und dem Konzert mit den Black Föös, Nena und BossHoss stand nichts mehr im Wege.

Übrigens kann Nena immer noch nicht singen, und das nach all den Jahren! Dafür habe ich zum ersten Mal BossHoss gesehen und gehört, und war sehr angetan von den knackigen Jungs. Aber das ist eine andere Geschichte. An dem Pappkopf hängt die Mütze auf den Augen, das liegt daran dass ich einen extremen Dickschädel habe und das Gehäkelte bei mir nur halb so tief rutscht.

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Geschrieben von snowwhite um 14:34 Uhr in Häkeln

Montag, 27. Oktober 2008

Crossovers

Ich bin 47 Jahre. Mindestens 40 davon bastle ich. Aber bewusst wurde es mir erst mit etwa 20 in Frankreich. Dass meine Hände nicht stillstehen können, dass von der inneren Welt, den Gedanken und Ideen, ein steter Fluß nach außen dringt und etwas erschaffen will und muss.

Das klingt dramatisch, ist aber einfach: Ich muss basteln, ich kann nicht anders.

Bei meinem ersten Urlaub ohne Mama und Papa im Ausland verschlug es mich mit ein paar Schulfreunden in die Normandie. Auf dem Zeltplatz lagen dicht an dicht lange Piniennadeln auf dem Boden vertreut. Ich musste meine Hände machen lassen... und am Ende hatte ich ein kleines Sortiment geflochtener "Deckchen", so lang und breit wie eben Piniennadeln sind. Als wir mit Rucksack und Eisenbahn weiterzogen, mussten sie zurückbleiben.

Ich habe noch sehr oft an meine Piniendeckchen gedacht. So haben Menschen ihre ersten Wohnraumdekorationen und Gebrauchsgegenstände gefertigt: Man nahm was grad rumlag. Später haben Menschen dann auch Einfluß auf Rohstoffe und Materialien genommen, und am Ende der Entwicklung stehen wir. Mit Hightech und intelligenten Kühlschränken. Aber meine Piniendeckchen sind mir mehr wert als alle Hochglanzprodukte. Haben sie mir doch gezeigt, dass man aus allem etwas machen kann. Und: meine Hände wollen gestalten. Irgendwas.

Seit diesem Urlaub wurde mir nach und nach klar, dass es Last und Gabe zugleich ist, wenn man ständig irgendwelche Dinge in einem neuen Zusammenhang sieht. Aus einer Baumnadel wird ein Flechtwerk, aus einer Schuhsohle ein Druckstock.

Darum haben meine Hobbies auch nie klare Grenzen. Alles lässt sich mit allem kombinieren. Stempeln mit Nähen, Nähen mit Larp (logisch) und Häkeln, aus der Häkelnadel mache ich mir schicke Haarnadeln und die Malerei mit Öl und Airbrush liefert mir Vorlagen für die Gestaltung von Stoffen und Kleidung.

Nur zwei meiner Leidenschaften konnte ich bisher nicht vereinen: Stempel und Häkeln. Das hat mich gewurmt. Auf der kürzlich besuchten Stempelmesse hatte ich dann eine ulkige Idee, wie man beides verbinden kann, die aber sehr an den Haaren herbeigezogen ist, und auch noch der Umsetzung harrt.

Aber heute sah ich im Internet ein Kleidungsstück, welches mich geradezu elektrisiert hat. Eine Weste mit Häkeln und Stempeln.

Gut, beide Techniken zu kombinieren ist naheliegend, ich selbst habe schon auf Stoff gestempelt und auch Häkelapplikationen auf Jeans gepappt. Aber beides auf einem Teil zu basteln, das ist clever und bietet wieder viele neue Möglichkeiten.

Schaut mal da: StempelHäkelWeste Ist die nicht hübsch?

Nach dem Ursprung der Weste gesucht fand ich diese Seite: StempelHäkelKlamotten

Teures Jäckchen, aber mir sprang auch gleich der Verweis ins Auge: Altered Couture. Das ist ein amerikanisches Magazin, welches sich mit dem Verändern von Kleidung beschäftigt. Man könnte auch refashion dazu sagen, aber ich bin mir nicht sicher ob dieser Begriff zu eng definiert wird. Auf jeden Fall ist das Magazin eine Offenbarung für Kreative.

Und damit ich nicht ganz mit leeren Foto-Händen dastehe, ein paar alte Bilder von mir mit Häkeln auf Jeans und Stempeln auf Jeans, nur beides zusammen.... das habe ich NOCH nicht umgesetzt.

%22%22"

....

Jetzt muss ich nur noch beides auf einem Kleidungsstück machen, und fertig ist der "Crossover", die Verbindung zweier Genres miteinander.

Ulkig. Erst beim Korrekturlesen fiel mir auf, dass an der bestempelten Jeans sehr wohl schon etwas Gehäkeltes zu finden ist: Ich habe die zu kurze Jeans mit ein paar Reihen Häkelbordüre verlängert. Aber da das Gehäkelte kein Design-Element der Jeans war, sondern nur Mittel zum Zweck, nehme ich es nicht mehr wahr. Ulkig.

Geschrieben von snowwhite um 21:07 Uhr in Kreativität

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Burda 11/2008

Ich habe lange nichts mehr über das Nähheft von Burda geschrieben. Warum auch? Kann ja erstens jede(r) selber kaufen, und zweitens hatte ich nichts dazu zu sagen. Ich fand seit einer Weile, dass die Fotos besser geworden sind. Extravagant. Ein wenig wie in der FirstRow, den einmaligen Versuchsballon von Burda.

Ob dieser im Verlag geplatzt ist kann ich nicht sagen, aber der frische Wind ist bis in die Burdamoden geweht. So mein Eindruck.

Von der Burdamoden Website bin ich in letzter Zeit etwas enttäuscht gewesen, die redaktionelle Seite dreht sich mehr und mehr um Kosmum, aber darüber habe ich ja schon gemeckert. Ich mecker nicht so gerne, um so lieber lobe ich. Wenn es ein Nomen für begeisterungsfähig gäbe, welches nicht mehr als 5 Buchstaben hat, dann setze ich das vor meinen Namen!

Heute will ich also wieder ein wenig lobhudeln, das macht am meisten Spaß. Die neue Burda 11/2008 gibt allen Grund dazu. Ausgefallene Schnitte, innovative Linienführung. Jedenfalls zum Teil, denn die Mode auf den Kopf stellen wird auch Burdamode nicht. ( das mache ich.... irgendwann) Aber die so allseits beliebte neue Form der Ärmel, so unziemlich als "Puffärmel" bezeichnet, gewinnt an Boden. Sogar ansonsten eher strenge Jackenschnitte werden nun beidseitig gepufft, schaut mal da:

Burdamoden 

Gleicher Schnitt, andere Stoffe, beides sehr schön. Und rechts die Trendfarbe der letzten Saison (laut Burda): Lila. Ich hatte im vergangenen Jahr schon festgestellt, dass ich immer noch uralte Wolle in eben jener Farbe im Fundus habe, aber verarbeitet habe ich sie immer noch nicht. Steht zu befürchten, dass ich das auch nicht mehr schaffe, bis Lila wieder out ist. Dann mache ich halt zum nächsten Lila-Hype was draus.

Das ganze November-Heft ist voll von solchen Schätzchen. Die Lifestyle und Kosmetikseiten ignoriere ich, weiterblättern kostet nix und geht recht schnell.

Die Modestrecken aber sind sehr inspirierend, ein 100 %iges Lob von meiner Seite. Blognachbarin Nowak wird das Heft wieder Seite für Seite analysieren, kicher. So viel Disziplin habe ich nicht, ich wollte nur der Welt mitteilen, dass ich dieses Heft liebe. Grade wenn man viele alte Jahrgänge gesammelt hat, kann man sehen wie sich Burdamoden entwickelt hat. Ein zeitgemäßes Heft. Lesenwert, und auch immer ein Spiegel des Modegeschmacks seiner Epoche. Erfahrungsgemäß war und ist Burdamoden den Kaufhäusern immer eine Nasenlänge voraus.

Was mir an diesem Heft aber am allerallermeisten gefallen hat, ist die Plus-Mode. Wie oft haben Leserinnen geschimpft, dass die Mode für mehr Figur an Frauen mit weniger Figur fotografiert wird. (Was in den letzten Ausgaben aber meiner Meinung nach nicht mehr ganz zutraf) Diese Plusmode hat Format! Auch wenn der Aufmacher ein wenig nach elegantem Beerdigungs-Outfit ausschaut: Das Model ist propper (und hat immer noch eine Bombenfigur) und der Kleiderschnitt liefert genau das, was die Plus-Leser immer gefordert haben: Geht auf Figur! Zeigt eure Kurven, falls vorhanden! In einer netten Farbe (lila?) ist dieses Kleid atemberaubend.

Na ja, wenigstens der Ballon ist lila, kicher. Wenn man sich die technische Zeichnung anschaut, bemerkt man auch eine sehr schöne Ausschnittlösung. Ich mochte ja in den vergangenen Jahren nie diese in Falten gelegten Ausschnitte und Taillen... aber hier finde ich es wunderbar! Ein Kragen, der in eine doppelte Falte ausläuft, sowas habe ich noch nie gesehen oder es wieder vergessen. Toll. Diesen Kragen sieht man dann in der Plusmode des Heftes noch öfter, aber immer schön.

Ich weiß nicht, ob sich alle jenseits von Größe 44 über diese knackige Hose freuen:

Aber ich finde sie toll! Lila, hehe. Ich hoffe, die Plus-Mädels zollen dieser Modestrecke den gebührenden Respekt, damit Burda mehr davon macht.

Schönes Heft, ich muss mal ein paar Klebezettelchen raussuchen, um alle Wunsch-Schnitte zu markieren. Denn solch ein Rock fehlt schon ewig in meiner Sammlung, wenn auch nicht in Gold.

Ach, wenn ich doch alles schon im Schrank hängen hätte! Stoff genug habe ich für 10 Hefte.

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Geschrieben von snowwhite um 14:01 Uhr in Burda

Samstag, 18. Oktober 2008

Zwischenstand Zopfmuster

Es ist nur so ein Gefühl, aber ich habe auf der Burdaseite mehr und mehr das Gefühl, dass Lifestyle und Konsum wichtiger werden als Kreativität und Selbstgestaltung.

Und wenn ich ein Gefühl habe, muss das niemand teilen, aber für mich ist es relevant. Legitim, oder?

Darum teste ich im Moment die neuen blogs der hobbyschneiderin.

Ich bastele noch viel daran rum, an Inhalt, Form und Funktion.

Aber den heutigen Eintrag "Zwischenstand Zopfmuster", den könnt ihr hier nachlesen:

http://baerbelborn.blog.hobbyschneiderin.net/2008/10/18/zwischenstand-zopfmuster/

Und wer sowas neumodisches wie einen RSS-Feed benutzt, der aktualisiert das am besten dort... ganz unten oder wie man das halt so macht, ich bin zu blöd für sowas.

 Man liest sich...hoffentlich.

Geschrieben von snowwhite um 15:09 Uhr in Gedanken

Dienstag, 14. Oktober 2008

Stempelmesse

Himmel! Ich schau grad wann die Messe für Stempelsüchtige denn war, und die ist schon einen ganzen Monat vorbei! Kaum zu glauben, denn es kommt mir vor als wäre ich erst vor ein paar Tagen dort gewesen.

Ich war zum ersten Mal seit...äh... ich glaube 15 Jahren oder so wieder als Kunde dort. Und habe im Großen und Ganzen nichts Neues gesehen. Eine Kleinigkeit war aber doch erwähnenswert: Die aus Amerika stammende Firma Stamping Up! hatte ihren ersten Auftritt in Deutschland, denn obwohl es die Firma schon lange gibt, mussten Fans der Marke ihre Stempel bisher über Bekannte aus USA bestellen.

Stamping Up! arbeitet mit einem System von Heimpartys, wie der große Plastikschüsselanbieter. Man trifft sich bei einer Freundin, die Demonstratorin kommt und bastelt mit allen zusammen eine nette Karte.

Um diese Vorgehensweise mal zu testen und zu schauen, wie diese Profis denn einen Workshop machen, habe ich mich auf der Messe auch gleich mit einer Freundin für einen 45-minütigen Kurs angemeldet. Es war nett, man bekam alles benötigte Material gestellt, musste aber um das Werkzeug wie Scheren, Rollstempel und Kleber ein wenig kämpfen.

Am Ende hatte jeder eine schöne Weihnachtskarte, denn für Kartenbastler hat die Weihnachtssaison schon lange angefangen.

Es gab auch ein Preisauschreiben, bei dem man nette Stempelsets gewinnen konnte. Da ich schon seit vielen Jahren ein großer Fan der Firma bin, habe ich natürlich mitgemacht, und letzte Woche kam- tadaaaa- ein Brief ich hätte den 4ten Preis gewonnen. Ich weiß nicht mehr was es als Platz 1-3 zu gewinnen hab, aber es muss riesig gewesen sein, denn sogar mein kleiner 4ter Platz ist noch sehr üppig ausgefallen: Ein Stempelset mit Stempeln, Kissen, Papier, Bändern, Kleber und einer Anleitung. Und ein aktueller Katalog, was gemein ist, denn dieser weckt wieder eine Menge neuer Begehrlichkeiten. das Foto ist lausig, aber das liegt an meiner uralt Kamera, kicher:

 

 
 

PS: Ich teste zur Zeit ein neues Blog, aus verschiedenen Gründen. Das Design ist noch rudimentär, aber die wordpress-Software bietet viele Vorteile. Schaut mal rein: http://baerbelborn.blog.hobbyschneiderin.net/

Ich blogge parallel, also dort UND hier, aber es kann sein ich bleibe irgendwann ganz dort. Schauen wir mal.

 

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Geschrieben von snowwhite um 15:57 Uhr in Scrapbook
   

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