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Dienstag, 27. Mai 2008

fashion made in Leichlingen

Hi!

Today I have an intresting announcement to make: We will have a fashion show in my home town!

Well, if you try to find it on a map... forget it, it´s not worth the try. Its a very tiny village between Cologne and Duesseldorf, called Leichlingen ( This is in Germany ). And on the 24th August this year, we will celebrate our "Buergerfest". That will be a fair with all townsfolk and it will focus on... crafts. Yes, crafts. MY speciality!  

We will have shepherds, spinners, ropemaker, hairdressers, tailors and much more. And I was asked to organize a booth with knitting and crochet. Honestly I totally forgot about that, because I was very busy during the last weeks. But today I saw in the newspaper, that they had a casting in our local school for the most pretty girls in town.

The authorities are planning to make a fashion show! Wow! And because I was asked to participate with clothes... well, I guess one of the girls will wear my stuff. Hopefully. I saw a special girl in the newspaper and instantly had various ideas how to dress her. But I bet I will be happy to have a hat ready for her in August. 

Cross fingers for me, that everything will turn out right and I will have something to show to my neighbourhood.

Want to take a look on our local beauties? Here it is:

Video

....................................................

Endlich, endlich kann ich auch mal was über einen catwalk schreiben! Und der wird sogar fast vor meiner Haustür stattfinden. 

Am 24. August feiern wir in Leichlingen ein Bürgerfest. Das erste und bisher einzige dieser Art fand vor 2 Jahren statt, anlässlich der Feier "150 Jahre Stadtrechte Leichlingen". Aus diesem Motto entstand damals ein historischer Handwerkermarkt, der nun wiederholt werden soll, jedoch ohne den historischen Anstrich.

Erlaubt ist, was gefällt. Nur Handwerk muss es sein. Oder Handarbeit! Und darum wurde ich auch gefragt, dort mitzumachen, schliesslich hat mich ja die Handarbeits-Mania gepackt. Als ich von dem Fest erfuhr, hatte ich gleich der Organisatorin eine email geschrieben, ich würde gern mitmachen. Sie mailte ganz verwundert zurück, ob ich ihre mail denn nicht bekommen hätte? Unsere mails hatten sich überschnitten, und fast zeitgleich haben wir uns gegenseitig gefragt, ob ich bei dem Fest mitmache.

Ja klar mache ich. August ist ja noch weit. Dachte ich. Nun rückt es immer näher und ich muss mal langsam anfangen nachzudenken, was ich auf dem Fest überhaupt zeigen will.

Alleine kann ich das sowieso nicht bestreiten. Wenn ich da vorführe, was ich mir bisher gehäkelt habe... das will doch kein Mensch sehen. Halbe Barbie-beine und Klorollen. Nein wirklich. Darum habe ich meine Häkel- und Strickfreunde um Hilfe gebeten. Und die wird auch kommen.

Mein eigener Traum ist ja eine komplett eingekleidete Fee, mit Hut, Umhang, Mieder und Rock. Und alles gehäkelt. Angefangen haben wollte ich schon vor ein paar Monaten. Drückt mir die Daumen, dass ich es schaffe, irgendetwas zu zeigen.

Wollt ihr das Casting für die Models sehen? In meinem geliebten Leichlingen? Bühne frei für die Leichlinger Schönheiten:

Video 

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Geschrieben von snowwhite um 18:35 Uhr in Fashion

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Evan Biddell rocks!

-Deutsch ist ganz unten-

Oh my god! My second favorite made it to the final of the canadian TV show "Project Runway Canada" PRC! After my beloved favorite Carlie Wong was eliminated, the show completely lost its attraction to me, because the judges decisions seemed to be really unfair. Well, sometimes they have been. But when I wrote a mail to Carlie, she told me to keep watching. And I did. After she had to go, I focussed on Evan Biddell, a really crazy but smart young guy, who was Carlies friend during she was in the show.

Because Biddell was honest but rude sometimes, the audience seemed to dislike him more and more, his behaviour was discussed very controversial. I liked him. He was fresh and unique, whilst the other designer showed style, quality and elegance. But all this style and elegance is of little value, if there is nothing innovative in it, espacially in fasion.

Well, I was really surprised to see him reaching the very end of the show. He was chosen to make a small collection, like two other two of the last remaining participants. He and the others have had 4 months to design their own fashion, show their idea of fashion and their unique ideas.

On the last episode of PRC we could see, how the designers came up with scetches and fabrics, dress and mess. Two designers have been really serious and worked hard. Biddell seemed to play a game, was late with his artwork and thats what a lot people now blame him for. But.... what is fashion? Is it such a serious affair? The one and only business that a designers life depends on?

Well, for me as a private hobby fashionista fashion is still fun. Yeah, its a tough business too. But why? Because we make it like that. The mass of people decides every single day to buy this or that, to make the one company rich and the other going down the drain. But this is really not my concern. The designers may have to watch out for reputation, marketing and all that kind of stuff. But I can enjoy fasion, as a kind of non-customer, non-consumer, a kind of hobby designer. I use pattern, yes. But I use my own ideas too.

So such a competition of fashion designers is inspiration for me and all hobby sewers. Maybe it´s a source for their next wardrobe for all the people who love to buy and spent money on clothing. I don't care. I don't have to. I can lean back and enjoy the pure fashion ideas without caring where to buy. Fortunately.

And I enjoyed Biddells collection. A lot people did on the L'Oreal fashion week. And most of them saw, that a new star was born in the skies of fashion. He has a new point of view, and he seems to love his job! That´s what everyone of us would like to do, eh?

Well, ok, if you want to see Evan Biddell, who always looks a bit messy... (he should start to design for himself...lol), here he is: click.

And his very first collection can be seen in the gallery of slice.ca: click.

If you want to see his collection on youtube, here it is (please wait until video is completely loaded and his collection starts at 2:16!!!): youtube Biddells collection.

Well, enough of canadian designer gods and goddesses, let´s crawl back to good old Europe and try to find some inspiration here. Sincerely, Baerbel Born

 

 

Ich habe euch ja schon mehrmals von dem Project Runway Canada erzählt. Nun, es ist vorbei. Das Finale ist gelaufen. Und obwohl ja meine Favoritin Carlie Wong ausgeschieden war, hat sich doch noch alles zum Guten gewendet. Der kreative Kopf hat gewonnen, die durchaus sehr begabten Mitbewerber haben das Nachsehen.

Da die wenigsten von euch die TV-Show verfolgt haben dürften, kann ich nicht verlangen, dass ihr die Akteure kennt. Zu guter Letzt blieben 3 Designer übrig, die in einer eigenen Kollektion zeigen sollten, was sie können. Dafür hatten sie 4 Monate Zeit und ein üppiges Budget. Zusammenfassend kann ich persönlich nur sagen, dass ich am Ende alle drei Kollektionen sehr schön fand, aber eines fand ich bemerkenswert: Lucian Matis, einer der Finalisten, hat wunderschöne Kleider geschneidert. Ein Traum aus Garn und Farbe. Als er dann sagte, er stelle sich bei seinen Kleidern eine "Fairytale" vor, war das ein Stich in mein Herz. Das wäre genau mein Ding.

Als er seine Kleider in den Arbeitsraum trug, sahen die am Bügel hängenden Kleidungsstücke wirklich aus, als hätten Feendhände sie persönlich genäht, wunderwunderschön.

Die Fummel die Evan Biddell zusammengekloppt hatte sahen am Haken aus wie Stoffresteverwertung. Grauslich. Dann hat Evan aus einem weiteren Stöffchen auf die Schnelle noch was zusammengebastelt. Ich denke, jeder der Anwesenden und auch Zuschauer dachte, das wars für ihn. Ich habe es ja auch gedacht. Und die Daumen gedrückt, damit ein Wunder geschieht.

Vor der Runway Show achtete Lucian auf jedes noch so kleine Detail, Evan aber lachte und scherzte mit seinen Models.

Und dann liefen diese wunderschönen, elfengleichen und magersüchtigen Models über den Laufsteg. Und zumindest in meinen Augen geschah das Wunder: Lucians Traumkleider, von Traumfrauen getragen, sahen... nun ja, allerhöchstens durchschnittlich aus. Und die wilden Stofffetzen von Evan, an klapperdürren Mädchenkörpern drapiert, rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

War das Magie? Für mich eindeutig ja! Ich habe mir immer und immer wieder diese Show angeschaut (na ja, im vorweihnachtlichen Zeitstress ein paarmal) und frage mich, wie dieser Evan Biddell das macht. Er kann zauberm. Alle anderen Designer des PRC waren kreative Köpfe und gute Handwerker. Aber Biddell hat diese Magie, die einen mitreissen kann. Er näht Kleider, die AM KÖRPER wunderschön sind. Lucian näht Kleider, die OHNE KÖRPER wunderschön sind. Und sollten Kleider nicht am Körper getragen werden, statt am Bügel?

Seltsam: Die Kleider von Lucian würde ich mir nachschneidern (wohl eher häkeln, genau mein Ding), die von Biddell nicht. Trotzdem gibt jemand wie Biddell mehr kreative Energie von sich, als ein noch so guter Handwerker, wie Lucian es ist.

Oh weh, am späten Abend hab ich mich mal wieder völlig verquasselt. Schaut euch die show von Biddell mal an: Biddells Kollektion, wichtig: Bitte erst das ganze Video laden lassen, denn Biddells Klamotten starten ab Zeitschiene 2:16!!! Ihr könnt dorthin vorspulen, wenn alles geladen ist. Vorher sieht man andere Kleider (Insider sehen das natürlich sofort, hehe)

Und wenn ihr euch die komplette letzte Episode anschauen wollt, sucht bitte vom obem verlinkten Video aus nach den anderen Teilen, das sind eine Menge Einzelteile, Danke.

Und wer kein schnelles Internet hat, der kann sich die Kleider hier anschauen: klick. Die Kollektionen folgen immer jeweils auf das Bild des Designers. Zumindest im Moment.

Diese TV Show hat so richtig Spaß gemacht! Mit all ihren Höhen und Tiefen, und ihren Zuschauern, die auf der Seite des Senders großen Anteil an den verschiedenen Episoden genommen haben. Bleibt nur zu hoffen, dass es in Deutschland sowas auch mal gibt. Ich kann es mir nur überhaupt nicht vorstellen. Kennt jemand von euch junge Designer? Ausser denen, die Burda ab und an vorstellt? Und gibt es in Deutschland profilierte Designer, deren Namen wie Edelsteine funkeln?

Gott, ich habe ja keine Ahnung. Nichtwissen kann manchmal ein Segen sein. Doch gäbe es bei uns Menschen wie Carlie und Biddell.... ich würde mir glatt wieder einen Fernseher anschaffen um ihnen beim schneidern über die Schulter zu schauen. Und sogar mal ein paar Namen auswendig lernen.

"Was ist ein Name? Was uns Rose heisst, es würde lieblich duften, wenn es auch anders hieße" 

 

 

Geschrieben von snowwhite um 23:22 Uhr in Fashion

Dienstag, 4. Dezember 2007

kill fashion

das Internet- eine endlose Reise. Ohne Anfang, ohne Ende. Ohne Karte, ohne Ziel. Keine Wegweiser, oder feste Routen. Heute geriet ich wieder auf eine dieser unerwarteten Reisen, bei denen man an Orten landet von denen man zu Beginn der Reise nicht einmal etwas geahnt hat.

Meine Tochter schaute sich mal wieder online eine ihrer Serien an, diesmal "The IT crowd". Urkomisch. Wer nicht recht gut englisch versteht, muss es sich nicht antun, ich verstehe auch nur die Hälfte. Aber die eine Hälfte ist gut.

Mitten in einer Folge reissen wir beide die Augen auf: Ein Plakat. Darauf steht "Home sewing is killing fashion" Kennt ihr dieses Jux-Plakat, in dem behauptet wird dass das heimische Aufzeichnen von Musik die Musikindustrie tötet? "Home taping is killing music" heisst es da, und es gibt sogar einen Wikipedia-Eintrag dazu: Klick.

Nun, wie jedermann weiss hat die Aufzeichnung von Musik auf Kassetten diesen Industriezweig nicht getötet, und mit Downloads werden heutzutage wahrscheinlich sogar mehr Umsätze gemacht als in der guten alten Zeiten des Grammphon. Also alles Mumpitz. Und dass nun das "Nähen zu Hause die Mode tötet" ist natürlich auch nicht ernst gemeint.

Wenn ihr auf das Logo rechts klickt, kommt ihr zum Urheber des Spruches, Otto von Busch. Ich kenne den Herrn erst seit ein paar Stunden, was nicht auf Gegenseitigkeit beruht. ;-) Aber was er sagt, das klingt hochinteressant. Die herkömmliche Art von "Mode" finde ich ohnehin gähnend langweilig und überholt. Laut Wikipedia unterliegen Moden einem Wandel aufgrund gesellschaftlicher Prozesse. Aber warum muss ich mich dann so und nicht anders kleiden? 

Ihr kennt ja meine Marotte, sich JEGLICHER Modestile bedienen zu wollen, egal wann und wo. Ausschlaggebend ist NUR mein eigener persönlicher Wille, mein Geschmack und meine Laune(n). Mit Schleppe in den Aldi oder im Badeanzug zur Oper, warum auch nicht? So lange ich kein öffentliches Ärgernis errege, soll es meinen Mitmenschen doch egal sein. Und ein solches zu erzeugen, das dürfte in der heutigen Zeit schwer sein.

Wer hat in der Geschichte die Mode vorgegeben? Erstens: Die Witterung. Die alten Griechen wären schlecht beraten gewesen, sich statt in einer lustigen Toga in Fell und Filz zu kleiden. Und im den dunklen Wintern Skandinaviens ist ebendiese Toga tödlich. Dann kam die Oberschicht. Und wollte sich abgrenzen. Seitweise war es sogar verboten, die gleichen leuchtenden Farben wie der Adel zu tragen, unteren Schichten waren unansehnliche Stoffe und Farben vorgeschrieben, ja sogar die Menge des verwendeten Stoffes. Wer würde sich heutzutage noch vorschreiben lassen, welche Farbe er tragen soll? Oder wieviel Stoff?

Niemand, würdet ihr sagen? Ja, aber warum rennt denn dann alles in die Läden und kauft lang, kurz, orange mit braun oder Lila? Ich weiss es nicht. Um sich abzugrenzen. Aber wovon? Von den anderen, von der Masse jedenfalls nicht, denn die kaufen ja alle das gleiche Zeug. Da hilft nur... ja was? Woanders kaufen? Natürlich nicht. Selbermachen. Jau! Aber bitte was anderes, nicht was alle machen. Oder was alle machen, wenn man wie alle sein will. Doch niemand ist wie alle, jeder Mensch ist einzigartig. Darum sollte das auch jeder ausdrücken. Wenn er/sie kann, heisst das.

Nun, wir Hobbyschneider können. Und irgendwie hoffe ich ja auch, dass der Spruch sich bewahrheitet. Dass das "heimnähen" die Mode tötet. Damit sie auferstehen kann. Der Phönix aus der Asche sozusagen. Jeder hat seine eigene Mode.

OK, bei 8 Milliarden Menschen (wo stehen wir überhaupt im Moment?) ist es schier unmöglich, etwas zu gestalten, was kein anderer hat, ist ja logisch. Aber wir müssen auch nicht alle gleich rumlaufen, gell?

Schaut euch mal den Link vom "home sewing is killing fashion" an. Ich bin mir momentan nicht ganz sicher, ob es eine Verballhornung ist, oder ob dieser Otto das ernst meint. Je mehr ich drüber nachdenke, finde ich man sollte das in die Tat umsetzen. Burda kann dabei helfen, wenn sie nicht immer so am Rockzipfel der Modedesigner kleben würden.

Aber ich sehe auch, dass die Community hier und in USA (burdastyle) daran arbeitet, die fashion zu verändern, eine eigene, sehr individuelle Kreation daraus zu machen. Mag Otto von Busch diese Mechanismen wissenschaftlich erforschen, was sehr lobenswert ist, mich persönlich interessiert nur meine eigene Sicht auf Mode, und die ist ebenso naiv wie anders. Prinzessin oder Fee, Hauptsache hübsch. Warum auch nicht? Kein Modelabel mit Gewinnabsicht oder kein Hochadel kann mir vorschreiben, was ich anziehen soll. Höchstens die Jahreszeit. Wie sagt man so schön? "Es gibt kein falsches Wetter, nur die falsche Kleidung"

In diesem Sinne gehabt euch wohl, und zieht doch an was ihr wollt. Und dann erzählen wir es Otto. Nicht dem Versand. Die wollen nämlich, dass wir alle gleich aussehen. ;-) 

 

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Geschrieben von snowwhite um 18:10 Uhr in Fashion

Donnerstag, 29. November 2007

Große Größen

Ha! Ich wusste ihr schaut hier rein, schon alleine wegen dem Titel.

Und wieder muss ich ausholen. Ihr tut mir leid. ;-)

Also: Ich hatte mir über viele Jahre viele Kilos angefuttert. Zu Spitzenzeiten habe ich mich nicht mehr gewogen. Das Ulkige war, es war mir egal. OK, die Füße taten oft weh wenn ich längere Strecken gegangen bin, für Spezialschuhe mit Einlagen war ich zu geizig. Und ich hab manches mal gekeucht beim Treppensteigen. Egal. Freunde, die mich lange nicht gesehen hatten, waren entsetzt. Na und? Fremde, die mich gesehen haben, fragten oft "Wie lange haben Sie denn noch?" Dann ich: "Ich bin nicht schwanger, ich bin nur dick" Diese dann: "Oh, das tut mir leid, Verzeihung" Aber...warum muss man sich entschuldigen, wenn jemand schwanger aussieht? Ich werde immer als erstes in der Mitte dick, und sehe dann wirklich aus wie im 7ten Monat. Who cares? Ich WEISS ja warum ich so aussehe, das Essen hat ja niemand nachts heimlich in meinen Mund geschoben. Und krank bin ich auch nicht, das würde ich dann schon sagen.....

Aber dann gab es einen Moment im Leben, wo es mir ziemlich schlecht ging und ich habe innerhalb von wenigen Wochen 25 Kilo verloren. Das war nicht lustig. Neben den Pfunden fielen auch die Haare aus, büschelweise. Aber was soll ich sagen? Die besch(Zensur)ene Lebenssituation ging vorüber und auf einmal war ich leicht. Konnte schnell laufen ohne in Atemnot zu geraten. Die Füße taten nicht mehr weh. Ich sprang aus jedem Sessel hoch, wo ich mich vorher nur mühsam hochgequält hatte.

Denkt nun nicht, dies ist ein Plädoyer für Dünne. Jeder muss sich so wohlfühlen, wie er sich selbst mag. Ich habe zwei Pummelchen im Freundeskreis (die wissen jetzt, dass sie gemeint sind) die ich mir unmöglich dünn vorstellen kann! Die beiden sind Powerfrauen durch und durch und wunderhübsch. Die Mädels in dünn? Bloss nicht!

Aber ich selbst habe Probleme mit Klamotten, wenn ich über 80 Kilo wiege. Was mir gefällt, hat nun mal eine schmale Form. Ich gehöre zu den Frauen, die sofort in eine Fass-Form übergegen, mit jedem Kilo mehr. Ist nun mal so. Klar, ich hab 3 Kinder bekommen, aber es gibt Frauen die haben 5 und sehen nicht so aus wie ich. Also keine Entschuldigung.

Und weil ich mich nun mal mit 20 Kilo Übergewicht nicht mehr mag, will ich um die halbwegs schlanke Figur kämpfen. Und was ALLE anderen machen, ist mir völlig wurscht. Jeder muss wissen, was er will und kann, basta.

Aber das wollte ich euch gar nicht erzählen. Das Thema Vollschlank zieht sich wie ein roter Faden durch viele, viele Diskussionen die - meist von Frauen -  geführt werden. Nicht jede hat ihren Frieden mit ihrer Fülle gemacht. Jene, die sich nicht damit identifizieren können, reagieren auf jedes falsche Wort mit ausgefahrenen Krallen. Auch nicht mein Problem.

Aber ich sehe auch die Vielen, die grade bei Burda nach den großen Größen rufen. Dabei besteht keine Einigkeit was "gross" ist. Für MICH fängt das ab 46 an. Wer 48 hat, ist da schnell beleidigt. Meinetwegen fängt es halt mit 58 an, auch egal. Auf jeden Fall gibt es wenig schöne Kleidung für "grosse" Größen. (In der letzten Burda war allerdings einiges, immerhin)

Was mich in all den Jahren immer so frustriert hat (jetzt kommt der Knackpunkt!):  Ich kann nähen, und nicht einmal ICH schaffe es, schöne Kleidung in großen Größen zu machen. Meine Freundin Aud ist mir da um Lichtjahre voraus. Es hat mich immer GEWURMT, dass ich nichts Schönes zustande bringe jenseits von 44. Ich habe es nie aufgegeben, aber halte mich für unfähig. Jetzt ist es raus.

Ausserdem: In der Mode(l)welt gibt es nur Magersüchtige. Dachte ich. Bis eben. Da hab ich mir mal wieder die youtube Filme meines geliebten "Project Runway Canada" reingezogen. Ich sag nur: Übergrößen. Sehr inspirierend!

Wer nun 1 Stunde Zeit hat, und gerne sehen möchte, was canadischen Designern zu dem Thema einfällt, der schaut sich das hier an:

Woche 8- Teil eins

Woche 8- Teil zwei 

Woche 8- Teil drei

Woche 8- Teil vier 

Woche 8- Teil fünf 

Woche 8- Teil sechs

 

Ich vermisse nach wie vor Carlie Wong, und verfolge ihren weiteren Werdegang mit großem Interesse.

In dieser Episode wird leider eine sehr gute Designerin hinausgeworfen, deren Design MIR am besten gefallen hat. Kunststück: Ihr Thema war das 18te Jahrhundert. Schade, dass ihr Werk des blöden (tschuldigung) Jurymitgliedern nicht gefallen hat, pffff. Aber mehr will ich nicht verraten.

Ich entschuldige mich nochmals dafür, dass ich mein Blog mit fremden Inhalten fülle, ich mag das eigentlich nicht. So viel Müll im Internet und ich füge noch etwas hinzu, was es an anderer Stelle schon gibt. Aber verzeiht es mir bitte, denn ich denke dass nun das PRC (Project Runway Canada) auch von weiteren Menschen gesehen wird, in diesem Fall den "plus size", was eine sehr schöne und simple Beschreibung für unsere "Übergrößen" ist. "Mehr"-Größe klingt viel netter als "Über", oder?

Ich hoffe, die Videos bleiben noch lange online. Oder speichert sie euch ab, es gibt ein spezielles Tool dafür (das ich selbst nie benutze, kann also nicht mehr dazu sagen. Müsst ihr suchen) 

Nach wie vor geistert die Idee einer Blog-Challenge bei mir im Hinterkopf rum, aber Weihnachten naht und all die Arbeit, die damit verbunden ist. Wir könnten schon mal Ideen sammeln, wir werden sehen.

Erstmal viel Spaß mit PRC, ich kann es kaum erwarten wie es weitergeht. Mein Favourit ist Biddell, aber der wird im Moment vom Sender in einem sehr schlechten Licht dargestellt. Mit Absicht, wie ich vermute. Nicht mein Bier.

 

 

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Geschrieben von snowwhite um 11:57 Uhr in Fashion

Donnerstag, 15. November 2007

Ungerecht

Wie soll ich beginnen? Ohne, dass es wieder ein halber Roman wird? Ihr wisst ja, ich kann nicht kurz, was toll war, als ich noch nach Zeilen bezahlt wurde bei meinem Zeitungsjob. :-)

Ich versuche den Rahmen zu setzen: Ich bin eine typische Waage. Ihr wisst schon, die Sternzeichen, die angeblich jeden Raum mit ihrer Präsenz füllen (momentan wohl eher mit meiner Masse) und immer elegant sind. Alles Quatsch, ausser dass Chanel No5 mein Lieblingsparfüm ist. Denn sogar dies habe ich bereits in den Beschreibungen meines Sternzeichens gefunden.

Aber das Waage-Merkmal, das immer wieder durchkommt, bis zum Extremen, ist der Wunsch nach Ausgeglichenheit, Harmonie und- jetzt kommt´s- Gerechtigkeit. Und der Wahrheitssinn, aber der ist ein Problem für sich. Ausgeglichenheit bedeutet, beide Schalen der Waage sind gleichauf. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich diese Aversion gegen schiefe Säume habe, ich will hinrennen und sie grade machen, notfalls mit der Schere.

Gestern ist mir nun ein Fall von Ungerechtigkeit begegnet, der mich bis in meine Träume verfolgt hat. Heute morgen kamen mir die Tränen, als ich meine emails las (mehr dazu unten). Ich denke ständig daran, seit gestern abend. Es war gegen 22 Uhr, als ich sehnsüchtig den youtube Account der Person absuchte, die alle Videos zum "Project Runway" eingestellt hatte. Ich habe euch ja bereits davon erzählt. Und die neuen Folgen waren online! Seit ein paar Minuten.

Die weiteren Folgen deser Challenge habe ich mit meiner Tochter geschaut, und wir haben fleissig kommentiert, mit den Kandidaten gefiebert und so manchem die Daumen gedrückt. Vielleicht habt ihr ja auch weiter zugeschaut, wenn Canadas Nachwuchsdesigner ihr Bestes geben. Ich weiss, Sonnenschein sagte die Sprache wäre ein Problem. Ich hoffe aber sie hat es sich trotzdem angeschaut, auch wenn man nix versteht, die Bilder sprechen oft für sich. Und man kommt nach und nach rein.

Ein junges Mädchen macht bei der Challenge mit, die nie besonders auffiel: Carlie Wong. Mir fiel sie die ganze Zeit auf, denn sie hat große optische Ähnlichkeit mit meiner Tochter. Das Mädchen war immer still und freundlich, hat ruhig und besonnen ihre Arbeit gemacht und sich nie beklagt. Ganz im Gegensatz zu manch anderen der Teilnehmer.

Und sie hat immer gute Arbeit geliefert, sowohl kreativ als auch hervorragend verarbeitet. Bis zur letzten Sendung. Sie musste im Team mit der schwächsten Designerin arbeiten, die das zur Verfügung stehende Budget zum großen Teil für sich verwendet hat, um ein völlig langweiliges Kleid mit hochwertigem Stoff optisch aufzupeppen. Für sie blieb nur noch Geld für einen billigen Stoff übrig, den sie ganz zauberhaft verarbeitet hat. Ihre Teampartnerin hatte beim Nähen ihres Kleides Fehler gemacht, und kurz vor der Präsentation bekam diese das Kleid nicht zu, die komplette Rückennaht stand offen.

Die liebe, gute Carlie eilte zur Rettung, und hat das Kleid im Lauf zum runway mit der Hand zugenäht, ihr eigenes Kleid völlig ausser Acht lassend. Dieses Mädel ist so selbstlos, und als es zur Beurteilung kam, hat ihre Teampartnerin nicht ein Wort zu ihrer Verteidigung verloren. In der Hölle soll sie schmoren!

Ihre Teampartnerin hatte bereits in den vergangenen Challenges bewiesen, dass sie weder visionär denken kann, noch eine grade Naht hinbekommt. Und hat sich immer wieder helfen lassen. Hat Teampartner ausgenutzt. Und ist immer noch in dem Wettbewerb. 

Ja so geht es zu in der Welt. Wer beschei**t kommt weiter, die Guten und Duldsamen bleiben auf den Strecke.

Ich weiss nicht, wie man eine solchen Ungerechtigkeit  wieder richten soll. Die arme Carlie hat so geweint. Normalerweise mag ich diese Art von Tränen-TV ganz und gar nicht, es ist meist zu offentsichtlich, wenn TV-Kandidaten mit Absicht auf die Tränendrüse gedrückt wird, um Quoten zu bringen. Aber Carlie war so traurig, und es bricht mir das Herz zu sehen, dass ihr Unrecht geschah.

Ich habe dem Sender geschrieben, aber mehr um mich selbst zu beruhigen, als einen Effekt zu erzielen. Ich habe in Carlies Blog geschrieben, ich habe Carlie selbst geschrieben, dass ich nun das "Project Runway" gar nicht mehr sehen mag, ohne sie. Diese liebe junge Frau schrieb zurück,  "Keep watching the show because there are some good designers left!" Zu deutsch: "Schau Dir auch weiter die Sendung an, weil dort noch einige gute Designer übrig sind" Oh, Carlie!

So, ich hab es mir mal wieder von der Seele geschrieben. Reden hilft. Mir jedenfalls. Carlie nicht. Gibt es eine ausgleichende Gerechtigkeit? Dann wünsche ich Carlie eine Traum-Karriere in der Modebranche, und auf das ihre Teampartnerin der letzten Sendung auf ewig im Nichts versinken möge.

Und gibt es eine gute Fee, und ich habe 3 Wünsche frei, dann ist mein erster: Ich möchte einmal Carlie treffen, und sie ganz, ganz fest drücken. Sie ist ein guter Mensch, und das in einer solchen Branche. Der zweite wäre, sie darf wieder bei dem Projekt mitmachen, denn das wäre gerecht. Und der Dritte wäre, dass sie unter die besten 3 kommt, denn wie sie schon sagte: "Es sind noch einige gute Designer übrig"

Jetzt geh ich endlich ein Taschentuch holen. 

 

Wer sich diese Challenge ansehen möchte:

Teil1

Teil2

Teil3

Teil4

Teil5

Teil6

 

Und hier die Website der süßen Carlie: http://www.carliewong.com  Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihre Kleider vielen von euch gefallen werden. Über SIE sollte Burda mal schreiben, dann trage ich die BuMos persönlich aus. 

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Geschrieben von snowwhite um 08:36 Uhr in Fashion

Dienstag, 23. Oktober 2007

Project runway

Hi there! Back home safely but tired.

Die Messe war für mich ja nur kurz, aber lustig. Ich kann gar nicht alles erzählen, was in den zwei Tagen wieder alles passiert ist. Aber eines möchte ich euch nicht vorenthalten, und das ereignete sich am Samstagabend, nach Ladenschluss: Meine Tochter Farina, 21 Lenze jung, erzählte mir von einem ihrer youtube Favoriten. Na ja, ich halte mich da raus, denn mein Kind sitzt rund 18 Stunden am Tag vor dem PC und zieht sich ein blog, video und chat nach dem anderen rein. Kinder...

Aber was sie mir da erzählte, war sehr interessant: Es gibt wohl in verschiedenen Ländern eine neue Art Competition, ähnlich unseres "DSDS" ( = Deutschland sucht den Suppenstar ), aber mit MODE! "Holla", denk ich, "das klingt gut". Und die laut Meinung meiner Tochter beste Sendung dieser Art läuft in Canada. Und heisst "Project Runway".

Ich habe mich dann zunächst recht widerwillig neben sie gesetzt, um mit ihr die aktuelle Staffel anzuschauen. Und war hingerissen! Wie ich bereits sagte bin ich kein fashion victim, fashionista oder wie sie alle heissen mögen. Aber ich mag schöne Kleider und bin süchtig nach Kreativität. Und diese Sendung ist- lässt man mal die Jagd nach den Einschaltquoten beiseite- sehr, sehr anregend. 

Ich habe mir dann alle Folgen angeschaut. Und will.......etwas kaufen.....was.... oh weh, wenn ich das jetzt sage, ist der Überraschungseffekt weg. "Think green", sagt Moderatorin Iman.

Ich möchte euch genauso überraschen, wie meine Tochter mich überrascht hat. Also nehmt euch eine Stunde Zeit, macht euch einen Tee, holt ein paar Kekse, und schaut euch die ZWEITE Challenge des aktuellen Projekt Runway an. Die erste könnt ihr euch dann selbst raussuchen.

Hier sind die LInks:

Erste Folge, zweite Folge, dritte Folge, vierte Folge, fünfte Folge, sechste Folge.

Ein Tipp: Laden die Folgen langsam, dann klickt sie alle an, drückt auf den "Pause"-Button und wartet ein bisschen. Ist die erste dann geladen, lädt der Rest während ihr euch diese anschaut.

Ich bin gespannt, wie es euch gefällt. Ich mag eigentlich keine Verlinkung zu anderen Seiten, auf denen man dann endlos schauen muss, um etwas Interessantes für sich zu finden. Was mir aber an diesen Filmen so gut gefiel, waren zwei Informationen:

Im Project Runway muss der Designer auch sein Handwerk beherrschen. Er/sie muss nähen können! Und.... man kann aus ALLEM ein wunderschönes Kleidungsstück nähen, sogar aus...... aber seht selbst. 

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Geschrieben von snowwhite um 09:02 Uhr in Fashion

Freitag, 11. Mai 2007

Zwischenfrage

Hi Folks!

Seit Wochen quält mich diese Frage, und heute kam ich auf die Eingebung, diese bei Yahoo Clever zu stellen.

 

Yahoo Clever Frage

 

Ich bin ja mal gespannt, ob da was bei rauskommt... ;-) 

Ist nur Spielkram, und man muss auch glaube ich dort angemeldet sein.

Aber mal sehen, was die Yahoo-Members so antworten, erste Resonanz kam schon während ich hier lange vergeblich versucht habe, einen Link-Button von Yahoo reinzubasteln.

Bis die Tage, Bärbel

 

Geschrieben von snowwhite um 01:49 Uhr in Fashion

Mittwoch, 25. April 2007

Unterwäsche

Anfang/Mitte der Neunziger kam ein neuer Modetrend auf: Der Lingeriestil. Damals war ich noch halbwegs schlank, und habe mir so manches Kleidchen mit dünnen Trägern und schwingendem Rückchen genäht. In den letzten Jahren fällt mir auf, dass auch der BH mehr und mehr zu sehen ist. Nähte man früher noch diese kleinen Schlaufen in Schulternähte, um den BH-Träger zu sichern, so blitzt die Gummistrippe heutzutage allerorten unter Blusen, Kleidern und T-Shirt hervor.

Der halbherzige Versuch, den BH mit durchsichtigen Plastikbändern quasi "unsichtbar" zu machen, ist nicht nur unbequem (diese Strippen kleben so) sondern auch nutzlos, man sieht sie ja doch, und hässlich sind sie noch dazu. Dann die Trends im Bereich Ausschnitt-Formen: Blättert man im Otto-Katalog oder manchem Modeheft, fragt man sich wie die Damen und Herren Designer sich das denn vorstellen... wie soll "Frau" denn bei den manches Mal recht abenteuerlichen Ausschnitten Halt bekommen? Zum Glück ist man beim Otto-Versand clever: Auf manchen Seiten ist ein Bild des dazu gehörigen BHs gleich abgedruckt. Sucht man dann auf der entsprechenden Dessous-Seite, hat man die Qual der Wahl: Will Frau gut in Form gebracht werden, braucht es natürlich 8 verschiedene BH-Formen!

Da freut es mich, dass man dieses immerhin doch immer noch bedeckende Kleidungsstück nun offiziell sehen darf! Neulich wurde ich sogar im Bereich der Nadelkunst fündig, und stieß auf amerikanische "Bra"-Künstler, die aus dem guten alten Büstenhalter ein glitzerndes und gleissendes Kunstwerk machen. (Ja, das steht auch auf meiner "To-Do-Liste"/images/emoticons/mozilla_wink.gif

Doch bevor ich meine BHs nun aufwändig verziere, frage ich mich: Kann ich es wagen ihn offen zu tragen? Ein ganz hochoffizielles "JA" dazu kam kürzlich von einer eher unerwarteten Seite. Schaut euch mal dieses Bild an: Ist das ein BH? Ich würde sagen, da blitzt doch ganz eindeutig ein Stück Unterwäsche unterm Strickjäckchen, oder.

Also was meint ihr? Darf/Kann man den BH nun endlich offen tragen? Ich meine..... was ist denn ein BH? Ein- zumeist mit viel Liebe zum Detail- aufwändig gestaltetes und wunderschönes Kleidungsstück, zu schade zu verstecken. Wozu gibt Frau Unsummen für dieses aparte Teil aus, nur um es dann zu verbergen? Ich bin dafür, meine teuer gekauften und mit romantischer Spitze verzierten Schaumstoff-Polster herzuzeigen, immer und überall, und nicht nur meinem überaus begeisterten Gatten.

Geschrieben von snowwhite um 13:37 Uhr in Fashion

Donnerstag, 14. Dezember 2006

BB-Lagenlook

Hallo alle miteinander!

Ich freue mich immer wieder zu sehen, wer hier alles landet. Der letzte Eintrag war mir ein wenig unbehaglich, da er sehr persönlich und dennoch so wenig konkret ist. Dennoch hat Katrin in meinem unendlichen Geschreibsel noch eine kleine, aber feine Information gefunden, die sie mit einem Verweis auf ihr eigenes Werk kommentiert hat. In Katrin´s Blog (hier der Link zu Katrin´s Mart Visser Kleid) habe ich nun meinerseits gestöbert, und muss es in meine RSS-Feeds aufnehmen, wenn ich herausgefunden habe, wie man das mit den blogspot-blogs tun kann. Dann entgeht mir nix mehr, was Katrin schreibt. :-D

Mein Mart Visser Kleid ist zwar fix und fertig, passt aber nicht wie gewünscht, muss noch geändert werden (was kein Problem ist) aber zum kompletten Outfit fehlt noch die Jacke, die ich nun als Fleißarbeit ansehe und solche Sachen liegen bei mir ewig rum. Mal sehen, wann ich die Jacke in Angriff nehme. 13 Schnittteile, mal 2, plus alles in Futter, macht 52 Teile. Das Kleid hatte "nur" 9, mal 2, plus Futter, argh. Und am Ende kommt ein winziger Fummel dabei raus, der nicht mal passt. Nachdem ich ein paarmal drüber geschlafen habe, ärgere ich mich nun weniger. Und ich hab´ schon Abwandlungen probiert, die mir gut gefallen haben. Bericht kommt noch.

Heute arbeite ich eine olle Kamelle auf, ca. 2 Wochen alt. Vor lauter Prym ist mein- nicht vorhandener Zeitplan- etwas ins Schwanken geraten. Und bei Prym greife ich auch gleich den Faden wieder auf:

Für meinen Besuch bei Prym wollte ich mir was nähen, was mir schon lange im Kopf rumspukt. Die Grundidee für meinen BB-Lagenlook kam aus zwei Richtungen. Bitte verzeiht, wenn ich auch hier wieder weit aushole, aber mir ist es wichtig, den "Werdegang" zu erläutern. Nichts kommt aus dem Nichts, nicht mal Chanel und Lagerfeld ;-)

Zum einen hatte ich ja mein Mittelalter-Kleid in Grün gemacht, wobei mir Stoff fehlte und ich- aus der Not geboren- den Saum vorne deutlich kürzer als hinten gearbeitet habe, was einen sehr schönen Schleppen-Effekt ergab. Und: Man kann einen langen Rock unter das Kleid anziehen, und somit einen tollen Lagen-Look a la Mittelalter erzeugen. Um das nochmal zu verdeutlichen, habe ich ein neues Bild vom Grünen gemacht:

Wie ihr seht, schaut unten der untere Rock heraus. Leider gibt meine Dekopuppe das nicht besonders schön wieder, denn ihr fehlen die Beine, die bei mir den Rock ausfüllen. So hängt das Ganze nach unten recht traurig runter. Stellt euch vor, wie gut ich es "ausfülle", hehe.

Seit der Sommer vorrüber ist, gab es keine Außenaufnahmen mehr mit meinen Klamotten. Wenn ich hier vor die Tür trete, stehe ich statt auf Rasen nur auf Matsch, also warte ich den Frühling ab, bevor es wieder anständige Klamottenfotos gibt. Bis dahin nur Puppe und Spiegel, schnüff.

Ein Wort zur Puppe: Ich habe schon öfter gehört, dass Besucher meines Blogs die antike Schneiderpuppe schön finden.

Ist sie auch, aber sie hat absolut unmögliche Maße. Der Busen sitzt an meinem Schlüsselbein, die Taille kann ich beinahe mit zwei Händen umfassen (bei meiner Taille braucht mein Mann beide Arme ;-) ) und der Pöppes ist...nun ja.... in etwa wie meiner, und spannt oft.

Darum ist das Knipsen an meiner Puppe eine kniffelige Angelegenheit. Ich muss jedes Mal tricksen, um die Klamotten halbwegs aufzudrapieren.

 

Um das einmal zu verdeutlichen, habe ich ein Foto gemacht, was man normalerweise nicht zu sehen bekäme: Die Puppe beim Ankleiden.

Wie ihr seht, habe ich für ein Foto meines neusten Röckchens die Puppe auspolstern müssen. Ihr seht, welche Hohlräume entstehen.

Falls meine Tante hier mitliest, die eine alte Schneiderpuppe mit "normalen" Maßen im Kämmerlein stehen hat: Nun siehst Du hoffentlich, dass meine alte Puppe zwar hübsch, aber zum Schneidern völlig ungeeignet ist. Jede Puppe- selbst eine aus Styropor- wäre besser geeignet. Ich brauche Deine Puppe! Bittebittebitte!

Gut, zurück zum Lagenlook. Dieser mittelalterliche Stil "vorne kurz, hinten lang" ist ja nun nix Neues. Ich sehe ihn oft bei Larp-Schneidern. Allerdings bezweifle ich stark, ob diese kurzen Säume im vorderen Bereich authentisch sind... Ich würde sagen: auf keinen Fall. Aber es sieht für unsere heutigen Geschmäcker mittelalterlich aus, und das reicht Larpern. Für mich ist es eine wunderschöne Idee für meine eigene Mode, Authentizität ist da ja außen vor.

Nachdem der erste Schritt zum kurzen Saum und einer zweiten Lage darunter getan war, fielen mir Rockschnitte ins Auge, bei denen in etwa halber Höhe ein angesetztes Rockteil für eine schöne Weite um die Beine sorgt. Ein gutes Beispiel für einen solchen Schnitt seht ihr hier, von Burda:

Dabei kam mir der Gedanke "Warum nicht einen solchen Rock durch 2 teilen?" Und einen engen, kurzen Rock als obere Lage, sowie einen zweiten, weiten, als untere. Der Vorteil wäre, dass man die obere "Lage", also den graden, kurzen Rock, auch solo tragen kann. Das "Darunter" wäre ebenso einzeln zu verwenden, als weiter Rock. Klar, man muss dann zwei Röcke nähen, bekommt aber im Prinzip durch die Kombinierbarkeit drei. Schlau, was? Und man kann Stoffe kombinieren, welche Möglichkeiten eröffnen sich da.... (ich hoffe sehr, das ist jetzt kein alter Hut, dann habt ihr was zu lachen :-( )

Wer das jetzt komisch findet, 2 Röcke übereinander zu tragen: Ich hätte mich das vor Jahren auch nicht getraut, aber seit die jungen Mädels Miniröcke über HOSEN tragen, kann man doch alles machen, finde ich. Oder was?

Als ich mir neulich meine Jacke mit dem schönen Paisley-Polster-Stoff (das ist KEIN Polsterstoff, sieht aber so aus) genäht hatte, und noch ausreichend Stoff für ein kurzes Röckchen (und eine noch zu nähende Tasche) übrig blieb, hab ich mir aus einer 2005er Burda einen schönen Rockschnitt ausgesucht. Den habe ich natürlich verändert, sonst wär´s langweilig. Aus der Passe aus 2 Schnittteilen wurde eine einteilige Passe mit Abnähern, die ich zum Stoffsparen quer zugeschnitten habe (siehe 2tes Foto oben) und der Saum wurde stark verkürzt. Der Rock sitzt super, den Schnitt hebe ich auf für weitere Röcke. Beachtet auch den Rocksaum (Bild unten): Da ich die vordere Kante der Jacke "offen" verarbeitet hatte (siehe Blogbeitrag "Offene Kanten") musste der Rock auch sowas haben. Beim Rock habe ich das Ganze noch ausgeweitet, und einen deutlich breiteren offenen Saum gemacht. Fast schon zu breit für meinen Geschmack, aber sowas sieht man ja erst wenn man es einmal ausprobiert hat, gell?

In Stolberg bei Prym traf ich Anne Liebler, die einen sehr hübschen Rock mit einer ähnlichen Idee trug: Sie hatte einen Volant, der unter dem unteren Saum hervorschaute, einfach an den Futterrock genäht, sehr clever! Das ist zwar eine ganz andere Schnitt-Lösungen, aber das Prinzip "2 Röcke übereinander" ähnelt sich. Ich sagte auch zu Anne, ich hätte was ganz Ähnliches gemacht, aber ich denke nicht, dass sie es registriert hat.

Nun, mein neuer Minirock sollte wie gesagt die obere Lage bilden. Als untere Lage hatte ich mir einen Sommerrock ausgesucht, den ich schon 2005 bei Otto gekauft hatte. Da ich erst seit Anfang 2006 wieder nähe, ärgere ich mich ein bisserl, denn der Rock ist zwar sehr hübsch, aber die Stoffqualität eher bescheiden. Was soll´s, ich habe ihn dann drunter angezogen. Und fand es scheußlich.

Man stelle sich vor: Es ist kurz vor der geplanten Abfahrt zu Prym, und mein geplantes Outfit sieht totaaal doof aus. Nach einer kurzen Panikattacke "Was ziehe ich jetzt an?" habe ich mir was Altes übergeschmissen und mit der neuen Jacke kombiniert, der Minirock nebst Otto-Fummel blieb zu Hause.

Ich denke, so wie ich mir das gedacht hatte, ziehe ich das niemals an! Aber ich habe wertvolle Erkenntnisse aus diesem Design-Versuch gezogen, denn ich finde, der Stoff der oberen Lage (Paisley) passt nun mal stilistisch nicht zu der Spitzenstoff der unteren. Too much, würde ich sagen. Zu viel Romantik, zu süßlich. Und die offene Kante ist zu puschelig, und bildet einen eigenartigen Kontrast zum unteren Rock. Also muss ich erst einmal eine neue untere Lage entwerfen und nähen, bevor ich mich damit auf die Straße traue. Eventuell auch die offene Kante kürzen, mal sehen.

Lange Rede, wenig Sinn: Ich habe trotzdem ein Foto von meinem BB-Lagenlook gemacht, damit ihr was draus lernen könnt: So nicht. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifer schlechte Sitze der Jacke liegt an der Puppe, nicht an meinen bescheidenen Schneiderkünsten)

PS: Bei Prym hab ich neben meiner Filz-Schachtel auch gleich meine Paisley-Jacke gepimpt. Mit Broschen. Die Blumenbrosche hat einen Euro gekostet... Ääätsch! Und der "Druckknopf" ist ein Anstecker als Giveaway von Prym an alle Besucher des Wochenendes. Bei Ennertblume hab ich den Anstecker nochmal gepimpt, mit ein paar Bastelresten, die bei ihr rumlagen.

Geschrieben von babbelgum61 um 13:00 Uhr in Fashion

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Prym-Modenschau

Bei dem Tag der offenen Tür bei Prym wurden auch Modenschauen geboten. Da ich zur Zeit der ersten Schau am Sonntag eine Führung mitmachte, mein Mann aber zufällig die Modenschau sehen konnte, hatte ich lediglich seine Vorab-Information im Kopf. "Ja, da war eine, die sagte "Man kann ja sich auch mal ganz pink stylen". Oh weh- dachte ich- das kann ja langweilig werden.

Ich hätte es besser wissen müssen. Schliesslich wurde die Modenschau von der Designerin Jeanette Knake moderiert. Und die ist- wie jeder weiß, der sie mal live erlebt hat- eine geborene Entertainerin. So wurde die Modenschau keine Sekunde langweilig, sondern äußerst anregend und inspirierend. Darum gibt es heute noch mehr Bilder. Wie immer kann man  kleine Bilder durch anklicken größer machen.

Den Auftakt machten Applikationen und Crazy-Patchwork Ideen. Gut, bei manchen der Woll-Kreationen entzog sich mir die Sinnhaftigkeit des Begriffes "Patchwork" völlig, will sagen: Da war nix gepatcht, lediglich vernäht, aber das muss an anderer Stelle ausdiskutiert werden. Nennen wir all die wunderschönen Accessoires und Ergänzungen an Pullis und Schuhen (!) halt mal "crazy". /images/emoticons/mozilla_laughing.gifenn verrückt waren sie in der Tat)

Wie elegant und pfiffig Strass aussehen kann, zeigte Frau Knake an einem Model, bei dem ein Totenkopf (!) auf ein schwarzes Shirt gebügelt wurde. (Wie das ging, zeigte Anne Liebler unermüdlich in der Ideenwerkstatt)

Wenn ich jetzt das Bild so sehe...ich habe keine Ahnung mehr, was Frau Knake zu den blauen Stoff-Rosetten sagte... unprofessionell, ich weiß. Aber ich bin ja immer nur als Privatmensch unterwegs und meine Worte sind nicht in Stein gemeißelt, also lasse ich hier mal eine kleine Lücke..... :-D

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Weiter ging´s mit Crazy Patchwork pur. (unbedingt Bild anklicken!) Ein Model schöner als das Andere! Flippige "Strickmode" ganz ohne Nadelklappern. Laut Frau Knake benötigt man für einen Pulli in der Crazy-Technik rund 2 Stunden. Ich würde wahrscheinlich 4 Stunden brauchen, aber auch da macht wohl Übung den Meister.

Wer diese Crazy-Technik nicht kennt (oder sie kennt und diese Bezeichnung von Frau Knake noch nie gehört hat): Man legt Wolle lose in der später gewünschten Struktur und Form zwischen zwei Lagen Soluweb und näht kreuz und quer, rund oder eckig, wie man halt möchte, diese Lagen zusammen. Hauptsache, das Ganze hält hinterher auch ohne das Soluweb, denn das wird nach dem Vernähen der Lagen einfach in kalten Wasser ausgewaschen.

Einschub: Meine Güte! Auf der Online-Suche nach Informationen zu Soluweb (Link oben) landete ich zunächst auf der Seite von Freudenberg, dem Hersteller des Vliesstoffes. Und was sehe ich da? Die sind HEUTE ausgewählter Standort für "Deutschland, Land der Ideen". Genau dies war doch auch der Anlass für den Tag der offenen Tür bei Prym! Aber den Termin von Freudenberg kannte ich nicht, ich muss mich schon wieder schämen.

Ich möchte nun nicht tiefer in das Thema eindringen, denn alleine das könnte Bücher füllen (was Jeanette Knake auch tut ;-) ). Aber bei den nächsten Modellen gab es wieder viel zu zeigen. Zum Beispiel die Formbarkeit des Crazy-Patch, und seine Vielseitigkeit, wie hier zum Beispiel als Hut.

Auch vergaß Frau Knake nie, die schönen Taschen von Angela Gilbes-Nowiki ins rechte Licht zu rücken, die natürlich auch mit Prym-Produkten hergestellt waren.

Aber mein persönlicher Hit waren ein kleines Accessoire, eine witzige Modeidee von Frau Knake: Die Manschetten/Stiefelstulpen aus Crazy-Patch! Schaut euch nochmal das erste Bild der Modenschau in der grossen Auflösung an: Seht ihr am roten Pulli die bunten Manschetten? Frau Knake riet uns, diese Arm-Deko auch mal nach weiter unten zu verlagern.... an die Beine.

Meine Güte, warum habe ich noch nicht an sowas gedacht? Ich suche, seit ich meine Schuhe selber kaufe (und das ist sehr, sehr lange), nach Stulpenstiefeln. Und dabei hätte ich sie mir die ganze Zeit selbst machen können...

Beziehungsweise könnte ich alle meine ollen, langweiligen Schaftstiefel mit dieser Idee aufpeppen. Damit ihr diesen Kniff mal besser sehen könnt, habe ich ein Detaillbild gemacht.

Seht ihr, was Frau Knake mit den "Manschetten" gemacht hat? Genial!

Ich mein´.... das kann man doch mit allem möglichen machen, oder? Aber ich muss zugeben: Mit diesem Crazy-Wollgefummels sieht es absoult spitzenmäßig aus, als hätte sie die Stiefel bereits so gekauft: Als teure Designerstiefel.

Man bedenke nur die Möglichkeiten: Mit diesem Trick kann man die Stiefel sogar passend zum Rest der Garderobe aufpeppen.... und immer wieder anders....Wahnsinn.

Im Anschluß an ihre eigenen Modelle zeigte Jeanette Knake noch 3 Kleider, die von der Firma Prym zu Promotionzwecken entworfen worden waren. Später sah ich diese Modelle jeweils in einer zweiten Version an Büsten, also gab es jedes Kleid mindestens zweimal. Die auf der Bühne gezeigten Versionen jedoch sollten später vom Stolberger Bürgermeister Ferdi Gatzweiler für einen guten Zweck versteigert werden.

Eines der Kleider fand ich persönlich recht scheußlich. Wenn man sagt, einen schönen Menschen- und erst recht ein so hübsches Model- kann nichts entstellen, muss man das angesichts dieses Kleides wieder zurücknehmen.

Aber Mode ist ja auch Geschmackssache, also urteilt selbst. (click auf´s Bild rechts)

Das nächste Model hat mich- als Rheinländerin und Köln-Fan- im ersten Moment an ein Funkemariechen erinnert.

Ich glaube, das lag am Rock. Wunderschön war an dem Rock die schimmernde Pailetten-Borte, die aus dem Hause Prym beigesteuert wurde. Eine Besonderheit fiel mir auch auf (sieht man in der Vergrößerung ganz gut): Die Verschlüsse der Satinjacke waren sogenannte "Posamenten-Verschlüsse". Die Schneiderinnen werden wissen, was ich meine. Als ich gestern an diese Jacke dachte, und grade in der Burda fasionpedia unterwegs war, musste ich gleich einen Eintrag dazu schreiben, denn es gab noch keinen. Unglaublich! Ich liebe diese Verschlüsse, weil sie immer einen so historischen und russisch-zaristischen Touch in jedes Kleidungsstück bringen)

Nun, dieses russische Funkemariechen hätte ich zwar nicht ersteigert, aber schön finde ich es dennoch.

Beim dritten Kleid allerdings kam ich ins Schwärmen. Leider weiß ich nicht den Namen des Herren, der anscheinend für die Firma Prym tätig war, beim Auftritt des dritten Kleides vor der Bühne hin- und herlief und später den Bürgermeister auf die Bühne holte. Denn dieser ließ gleich mehrmals laut und deutlich vernehmen, dass das nun folgende Kleid sein Favorit wäre.

Ist das nicht ein Traum? Ganz gewiß wird es für mich ein Traum bleiben. Ironischerweise hatte ich einen ganz ähnlichen- wenn auch nicht annähernd so schönen- Stoff sowie eine recht ähnliche Borte im Fundus. Aber das Kleid, welches ich daraus gebastelt habe, ist meilenweit von diesem hier entfernt.



Nun analysieren wir doch mal: Grün. In meinen Augen war es das perfekte Grün! (Wo hatten die den Stoff her???????) Und glänzend. Taft? Seide? Kann sein. der Schnitt: Schlicht, der Rock-Volant pfiffig (wenn für meinen Geschmack auch einen Tick zu hoch angesetzt) Die am Saum baumelnden Münzen wären für mich ein No-Go, aber an dem Kleid sahen sie gut aus, passten zum Gesamteindruck.

Aber was sich in meine Netzhaut eingebrannt hat: Die Borten!!! In der Taille!!! Oh Mann, wie kommt man auf eine solche Idee? Das hat was von Schnürung, Mieder, Bortenverzierung...alles in einem, und das ohne Mieder! Seufz, genug geschwärmt, denn kaufen hätte ich es mir nicht können. Und auch nicht wollen, denn schliesslich nähe ich mir meine Sachen selbst. Aber diese Taillen-Lösung steht auf meiner Wunschliste, denn zu machen scheint sie ganz einfach zu sein: Einfach die Borte in den vorderen und hinteren Teilungsnähte mitfassen-Voilá.

Dann kam die Versteigerung. Und der Bürgermeister. Was für ein Spaßvogel! Wenn man schon Ferdi heisst..... Ich wünschte, jede Stadt hätte einen solchen Bürgermeister. Bevor er zur eigentlichen Versteigerung kam, gab es erst mal einen "Warm-up", deutsch: zum warmwerden. 2 Kanufahrten und ein Wandbild kamen zur Versteigerung. Jau, ich habe am Ende irgendwie den Überblick verloren, Herr Gatzweiler kann ja steigern wie ein Profi. Die Preise kamen Schlag auf Schlag wie aus der Pistole geschossen. Sowas kannte ich bisher nur aus dem TV von amerikanischen Viehversteigerungen.

Wenn ich mich recht erinnere, ging eine Kanufahrt an einen Prym-Mitarbeiter, der damit auf geschickte Weise eine angebetete Dame zur Mitfahrt zwingen konnte (es war ja für einen guten Zweck ;-) ) und die zweite Fahrt wurde zu einem Betriebsausflug umfunktioniert, bei dem Herr Prym höchstpersönlich den Bürgermeister mit ins Boot holen wollte. Eine Idee, der Ferdi mit dem Hinweis, das Kanu würde angesichts seiner Körperfülle mit ziemlicher Sicherheit kentern, mit knapper Not entrinnen konnte.

Links sieht man Herrn Prym mit einer Mitarbeiterin fiese Tricks gegen Bürgermeister Gatzweiler aushecken ;-) Zu Ihrer Rechten sehen Sie Bürgermeister Gatzweiler, wie er die Bootsfahrt mit Herrn Prym klarmacht.

Hach, was ist das schön als Privatmensch zu schreiben, dann darf man auch ein bisschen gemein sein ;-)

Wer dann das Wandbild ersteigerte, weiß ich nicht mehr genau. Ich glaube, es war Frau Prym, nur der Himmel weiß, wo sie ein 3 mal 5 Meter Bild wohl aufstellt.

Nach dem Warm-Up hatte Ferdi Gatzweiler viel Spaß bei der Versteigerung der drei Kleider. Wie man sich schon fast denken kann, fragte er auch, ob man den Inhalt mitsteigern könne.... wir Damen sehen es ihm nach, er ist und bleibt halt ein Scherzbold :-)

Zwei Kleider standen abseits der Versteigerung, die ich dennoch nicht unerwähnt lassen möchte. Sie waren mit Schildern "Mich kann man ersteigern" ausgezeichnet.

Da die beiden Büsten, auf denen diese Traumkleider drapiert waren, still gestanden haben, konnte ich ein Bild in hoher Auflösung machen, welches trotz schlechter Lichtverhältnisse recht brauchbar geworden ist. Feuerlöscher und Zeltwand habe ich gnädigerweise wegretuschiert.

Bitte schaut euch das folgende Bild auch in der hochaufgelösten Großversion an (was ihr hier seht ist die kleine Version! Bitte anklicken und evtl. im Browser die Lupe benutzen):

Man sieht alle Detaills ganz gut. Das linke Kleid kennt mache(r) vielleicht bereits von diversen Prym-Werbeplakaten. Wenn nicht: Schaut euch nochmal das Bild von "Ennertblume" am Klebertisch genau an: Bild von Ennertblume. Seht ihr das Plakat ganz links am Rand? Das ist das Kleid!

Und das champagnerfarbene Kleid mit Borten und Spitze ist auch ein Traum! Genau das habe ich nun im Sinn, wenn ich an all die schönen Satinborten denke, die ich bei Prym geschenkt bekommen habe. Nur... wo um Himmels willen zieht man sowas an?

Soweit zur Modenschau. Ich habe mir die Versteigerung nicht angesehen, kann euch also auch nicht sagen, für welchen Preis welches Kleid weggegangen ist. Ich konnte es nicht mitansehen: "Mein" grünes Kleid an jemand, der mehr Geld hat als ich. Was nicht schwer war, da ich nun mit 4 Euro in der Tasche zum Werksverkauf stürmte...

Dort war es angenehm leer, anscheinend war alle Welt bei der Versteigerung. Da 4 Euro schnell weg sind, konnte ich danach die gähnende Leere in der Ideenwerkstatt nutzen, um meine Filzschachtel "pimpen" zu lassen. Davon habe ich euch ja schon erzählt.

Nun schaut euch mal an, wie so ein pimpen aussieht.

Schon der nette junge Mann ist ja was für´s Auge, gell? Aber er hat mir halt diese Glitzer-Nieten-Kreuze an die markierten Stellen gesetzt.

Fertig sah das Ganze dann so aus (click für gross):

Da passten wundersamerweise ganz exakt all die vielen Prym-Prospekte hinein, die ich allesamt im Werksverkauf eingesammelt hatte. Drumherum sieht man einen Teil meiner Prym-Schnäppchen. Viel Glitzer, Nützliches, Dekoration für die nächsten Fummel und jede Menge Taschengriffe. Irgendwann muss ich mit dem Taschennähen ja mal anfangen, auch wenn ich selbst immer nur eine Tasche benutze.

Und den genialen Schlüsselanhänger habe ich gekauft: Karabinerhaken, Kettchen, Funkelsteine, Perlmuttscheibchen... und.....und....und.....3 Nähmaschinen-Unterfadenspulen, auf denen schwarzer und roter und gelber Faden aufgewickelt ist. Ich habe heute alle Fäden mit Kleber gesichert, da der rote Faden sich ständig ablöste, aber er passt einfach perfekt zu meinem schwarz-rot-goldenen Hals-Schlüsselband. Ich habe vergessen ein Bild davon zu machen, bei Gelegenheit hole ich das nach.

So, das war was mir zum Tag bei Prym alles eingefallen ist. Ob ihr es glaubt oder nicht: Ich könnte noch mehr erzählen. Von den netten Frauen-Gesprächen mit Christa (über Männer, was sonst?) und über Annes Geschichten über Gott und die Welt. Denn wenn sie Gott vielleicht nicht kennt (und selbst da habe ich so eine Vermutung).... die Welt kennt sie bestimmt.

PS für Sonnenschein (wir sprachen heute übers bloggen): Für diesen Eintrag habe ich 2 Stunden und 50 Minuten gebraucht, zuzüglich 20 Minuten Korrekturlesen. Abzüglich einmal Treppe runtergehen, um die Haustür für den Schatz meiner Tochter aufzumachen. Wäre das Bildereinfügen hier einfacher, hätte ich mind. 30-40 Minuten sparen können, mit einem anständigen Upload für die Bilder nochmal 10 Minuten. Die diversen Recherchen für die Links und Namen haben auch etwas gedauert, aber dafür kann Burda nichts. Wenn der Eintrag online ist, teste ich noch alle Links und Bilder, nochmal 30 Minuten, schätze ich. Ich muss wirklich total bekloppt sein.

Geschrieben von babbelgum61 um 23:01 Uhr in Fashion
   

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