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Samstag, 18. Oktober 2008

Zwischenstand Zopfmuster

Es ist nur so ein Gefühl, aber ich habe auf der Burdaseite mehr und mehr das Gefühl, dass Lifestyle und Konsum wichtiger werden als Kreativität und Selbstgestaltung.

Und wenn ich ein Gefühl habe, muss das niemand teilen, aber für mich ist es relevant. Legitim, oder?

Darum teste ich im Moment die neuen blogs der hobbyschneiderin.

Ich bastele noch viel daran rum, an Inhalt, Form und Funktion.

Aber den heutigen Eintrag "Zwischenstand Zopfmuster", den könnt ihr hier nachlesen:

http://baerbelborn.blog.hobbyschneiderin.net/2008/10/18/zwischenstand-zopfmuster/

Und wer sowas neumodisches wie einen RSS-Feed benutzt, der aktualisiert das am besten dort... ganz unten oder wie man das halt so macht, ich bin zu blöd für sowas.

 Man liest sich...hoffentlich.

Geschrieben von snowwhite um 15:09 Uhr in Gedanken

Mittwoch, 19. März 2008

Warum ich Burda-Blogge

Heute ging ein weiterer Burda-Blogger seiner Wege. In ein anderes Blog. Ich kann es verstehen. Erst gestern habe ich mit dem Blogdesign gekämpft und aufgegeben. Aber da ich schon so lange dabei bin (fast 2 Jahre) wird mir immer geholfen, vielleicht auch weil ich es so selten wie irgend möglich in Anspruch nehme. Muss man sich allein behelfen, dem Blog ein wenig individuelles Aussehen zu geben, man muss schon Webdesigner sein um das zu schaffen.

Wie viele Stunden habe ich vor dem PC gesessen und mit dem Blog gekämpft. Und ich habe keine Ahnung, wie mein Blog auf einem Notebook ausschaut, ich kann es nur auf meinem Bildschirm testen. Manche finden es auch wirr und überladen. Immer wieder bastel ich daran herum, um es mir und möglichst vielen anderen gefällig zu gestalten.

Aber warum? Warum bin ich nicht schon längst zu all den bewährten und schicken Bloganbietern gegangen, von denen es gewiss genügend gibt im WorldWideWeb? Ich kann es euch sagen: Für mich hat es mit meinem Leben zu tun. Meine Oma hatte Burda-Hefte, Handarbeits-Anleitungen, Schnittmuster. Ich habe als Teenager mit Burdaschnitten nähen gelernt (um ehrlich zu sein: Kann sein es waren auch Neue Mode dabei, aber seht ihr irgendwo ein Neue Mode Blog?).

In den 80ern habe ich Burdamoden gekauft und gelesen. Ich fand Aenne Burdas Vorworte mit dem erhobenen Zeigefinger ("Kinder brauchen ihre Eltern" oder so) ganz schrecklich. In den 90ern habe ich "richtig" nähen gelernt, und immer noch Burda gekauft und benutzt. Jahre später, online und vernetzt, fand ich Burda wieder. Interaktiv.

Ich hatte schon von diesen online-Tagebüchern gehört, und aus einer Laune heraus habe ich mich bei Burda angemeldet. Warum auch nicht, für mein erstes Blog war jeder Anbieter gleich gut. Später habe ich auch andere ausprobiert, und mich trotz besserer Bedienbarkeit in keinem zu Hause gefühlt.

Dann erst habe ich erfahren, dass nur wenige Monate zuvor Aenne Burda vestorben war. Ging damit eine Aera zu Ende? Keine mütterlichen Ratschläge mehr auf den ersten Heftseiten (diese wurden schon Jahre zuvor eingestellt)? Heute erst habe ich die vielen Wahrheiten in diesen klugen Worten gefunden.

Wer ein gewisses Alter überschritten hat wird das kennen: Es kommt der Tag, an dem man seine eigene Vergänglichkeit förmlich fühlen kann. Die liebgewordenen Kleinigkeiten der Jugend, sie kommen nie mehr zurück. So wie Aenne Burdas Vorwort, das Modeheft für junge Frauen "Carina", das Gefühl die erste Hose auf den eigenen Leib geschneidert zu haben.

Jedes Mal, wenn ich mein Burda-Blog auf den Bildschirm hole, hole ich ein ganz kleines Bisschen meiner Vergangenheit zurück. Der Name "Burda" ist eng verwoben mit meinen Erinnerungen, ebenso wie Plantschi, Raider und Pril-Blumen. All diese Dinge sind vergangen, aber Burda kann ich jeden Tag wieder lebendig machen.

Für mich ist dieses Blog mehr als nur eine Internet-Seite. Es ist Tradition, nationales Bewusstsein und Sentimentalität. Darum blogge ich mich hier durch, egal wie schön und bedienungsfreundlich alle anderen Blogs sein mögen.

Und euch Danke ich für´s Lesen. Ich hoffe es gibt euch etwas, was auch immer. 

 

PS: Ich wurde schon öfter gefragt, ob ich für´s bloggen bezahlt werde. Ich kann verstehen, dass man das denken könnte. Aber WENN es so wäre, Leute.... würde ich dann solch einen Quark schreiben? In diesem Sinne: Tut was euch Spaß macht, so lange es niemand stört. 

Geschrieben von snowwhite um 22:08 Uhr in Gedanken

Donnerstag, 27. September 2007

600 Kilo Müll

Ja ich bin ein Messi... und gebe es auch zu. Messis sind Leute die "mess" aufheben, also Unrat, Abfall, Müll. Aber... für mich gibt es keinen Müll wie für andere Leute. Klar, den ausgeleckten Joghurtbecher schmeisse ich auch weg.. Meistens jedenfalls. Oder hebe ihn auf, um Kräuter darin einzufrieren, Wasser für´s Aquarellmalen bei der Hand zu haben oder was auch immer.

Schlimm wurde es, als Tupper diesen genialen Dosenöffner auf dem Markt brachte, der die Kante so schneidet, dass man den Deckel wieder draufsetzen kann. Ich habe angefangen Dosen aller Größen aufzuheben, vom Tomatenmark bis zum Sauerkraut. Und ich dachte ich mach da mal was mit. Habe auch schon eine Menge mit weisser Farben grundiert, um was stempeliges damit zu machen. Und eingelagert. Bis heute. Die kreative Umsetzung haben andere besorgt: In der Stempelszene sind Dosen sehr beliebt und mit ein bisschen Geschick werden wahre Kunstwerke daraus.

Aber ich musste heute Abschied nehmen. Von meiner Dosensammlung, von Omas Küchenmaschine, mit der sie mir und meinem Bruder immer ihre leckere Bananenmilch gemixt hat. Von alten Teppichböden, um die ich keine Träne weinen werde. Und um Unmengen Krims und Krams. Zwei Transporterladungen haben wir in das unergündlich tiefe Loch der Solinger Müllverbrennung geworfen. Unser Müll brachte 600 Kilogramm auf die Waage! Fragt nicht was das gekostet hat. Irgendwie kurios: man bezahlt um etwas zu bekommen, und am Ende auch dafür, es wieder loszuwerden.

Und bei der ersten Fuhre stand ein netter Herr gleich neben uns am Schacht, der konnte noch Omas altes Radio gebrauchen! Jipee! Der Rest Elektroschrott wurde von uns ordnungsgemäß in den entsprechenden Container gebracht. Seit Wochen stand zum Beispiel ein ausgedienter PC-Monitor vor meinem Wohnzimmerfenster. Ich musste immerzu daran denken, wie schwer es mir vor vielen Jahren fiel, dieses Monitor zusammenzusparen, nebst PC und Peripherie. Und nun stand er dort im Regen! Heute musste ich ihn zu Grabe tragen. Aber er ist nicht alleine. In dem Müll-Container wohnen viele, viele Monitore. Aber auch Fernseher aller Jahrgänge und Größen, Tastaturen, Radios und undefinierbare Geräte.

Ganz oben auf dem Berg ein kleiner knalloranger TV-Apparat. Eindeutig 70er. Wie hat die brave Kiste das so lange ausgehalten? Auf einem Dachboden vergessen? Immer wieder repariert? Also ich brauche nicht "Der tapfere kleine Toaster" zu sehen, oder neulich den Transformer-Film (aus Versehen, nur aus Versehen war ich im Kino) um zu fühlen, dass in einem elektrischen Gerät, in jedem Gebrauchsgegenstand mehr steckt als nur Kabel und Plastik. Omas Küchenmaschine... Das Mixerglas gesprungen, das Motorgehäuse mit Hansaplast geklebt. Ich werde immer wieder 10 Jahre alt und schmecke Bananen wenn ich sie sehe. Aber wohin damit? Niemand wird verstehen, warum ich ein Kellerregal damit bestücken will, nur um sie mir ab und zu anzuschauen. 

Heute habe ich sie ganz vorsichtig vorne in den Schrott-Container gestellt. Vielleicht sieht sie jemand der alte Maschinen sammelt. HOffentlich! Das Museum für Geschichte in Bonn wollte sie nicht haben, ich hab gefragt. Die suchen 70er Ikea-Möbel. Keine Chance für den Mixer! Ich habe Abschied genommen, und nie mehr wird Bananenmilch schmecken wie bei Oma. (ich gebe auch keine Eier rein!) 

Aber Messi bleibt Messi. Alles hat einen Wert, und sei er auch noch so klein. Gestern gab es Dosensuppe. 3 Dosen mit sauber geschnittenem Rand. Innen schön weiss beschichtet. Ab in die Spülmaschine! Ein neuer Anfang....

 

 

PS: Ja, ich hab einen Sprung in der Schüssel. Aber wegwerfen werde ich sie darum nicht! 

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Geschrieben von snowwhite um 20:50 Uhr in Gedanken

Freitag, 31. August 2007

mein Frauenblog

Wie lange bin ich nun schon online? Rund 10 Jahre. Damit gehöre ich nicht zu den Ersten, aber immerhin war ich recht früh dabei. Und ich weiss, wie viel sich verändert hat, in der digitalen Welt, seit man mit chhhrrrrrr und piiieeeep per Dampfmodem online ging. Nie werde ich vergessen, wie sich die ersten, nicht auf meinem PC gespeicherten Seiten vor meinem erstaunten Auge aufbauten. Sehr langsam versteht sich. Es war wie ein Wunder! Da steht etwas, was ich weder per Diskette (Was ist eine CD?) noch anderweitig in meinen Rechner eingegeben habe! Wahnsinn, und was da alles stand: Von Website zu Website sprang ich ohne Plan und Ziel, und hatte das Gefühl die ganze Welt breitet sich vor mir aus.

Wenn ich bedenke, wie beschränkt das Onlineangebot damals noch gewesen sein muss. Ich hätte nie und nimmer Infos von meinem Lieblingsschauspieler bekommen, denn der ist weniger bekannt. Heute dagegen, kein Problem: Der schönste Mann in den 70ern. Und ihr wisst selbst, dass es nun wohl nichts mehr gibt, was es nicht gibt in den virtuellen Weiten des Internet.

Aber ich sehe immer öfter, dass ich nichts mehr sehe. Blogs schiessen aus dem Boden, und in vielen davon steht nicht mehr als ein Link zu einer Produktseite, mit der Anmerkung wie toll dieses Produkt sei. Ist ein Blog nicht ein Tagebuch? Ich bin wohl ein Dinosaurier. Alt fühle ich mich auch, wenn ich Blogs lese, in denen es um Internet und Co geht, um Webinhalte, Features, Technik, E-Commerce und Developing. Manches erschließt sich mir nicht mehr. Bin ich zu alt und langsam? Alt sein bedeutet ja nichts Negatives, eigentlich. Denn... wer will schon jung sterben? Also wollen wir alle alt werden, gell? Doch meine alte Art zu denken deckt sich nicht mit dem atemberaubenden Tempo von Bits und Bytes.

Das sehe ich täglich an meiner Tochter. Wenn sie surft, komme ich nicht mit. Für "junge" Leute gibt es Webinhalte, deren Sinn sich nur Spaßvögeln erschließen. Zum Glück bin ich einer, und versuche mitzumachen. Sehr zum Leidwesen meines Babys, sie hasst es wenn ich mich zum Beispiel in Studentenforen rumtreibe. Dann mache ich es erst recht, gleiches Recht für alle! Aber ich versuche mich auch zu bescheiden, und habe mich vorgestern in die Ecke der Mütter getrollt, da gehöre ich hin. Oder? Wenn ich Studentenforen und Mütterportale miteinander vergleiche, scheint die natürliche Mutterschaft aus einem vielseitigen und lebenslustigen (weiblichen) Menschen eine Futter- und Putzmaschine zu machen. Schluß mit lustig, der Ernst des Lebens beginnt, die Party ist vorbei und Mama wird endlich erwachsen. Das ist mir zu langweilig.

Aber wo gehöre ich hin? Nicht zu den Studenten (das war ich vor 20 Jahren mal) und nicht zu den Mamas, die nur Babybrei und Windeln im Kopf haben. Und wenn ich mich so im Stillen frage, wo mein Happy Place im Internet ist, dann komme ich hierhin und schreibe es mir von der Seele. Ja merkst Du was?  Dieses dusselige Blog, als eines der zahlreichen Versuche gestartet, mal was Neues auszuprobieren, hat sich bei mir etabliert. Und wenn ich Selbstgespräche führe (was 16 Stunden täglich vorkommt, 8 Stunden schlafe ich) dann verlaufen diese oft im Blog-Ton. Warum auch nicht, my Blog is my castle... oder so. Nur im Vergleich zur Burg verrammelt man sich nicht hinter dicken Türen. Nein, man macht einen Seelenstriptease, Tag für Tag, manchmal auch seltener. Und das tun Junge wie Alte. Wenn einem sonst keiner zuhört?

Und weil ich nun mal bei Burda blogge, und alle anderen Blog-Tests im Sande verlaufen sind, habe ich heute beschlossen, aus meinem Näh-Blog ein Frauenblog zu machen. Mit allem was Frauen interessiert, vor allem eine Frau: mich! Was euch interessiert, da kann ich nur spekulieren und lasse es lieber.

Ihr schafft es immer wieder bis unten hin zu lesen, Respekt! Auch wenn ich nun mein Blog völlig in den Dienst meiner verqueren Gedankenwelt stelle, und hoffe dass Burda mich nicht rausschmeisst, bleibt dieses unangenehme Gefühl in der atemlosen Hetzjagd des Internets zu einer Mumie zu vertrocknen. Warum? Ich sehe im Internet die grösste Ansammlung von Wissen unserer Zeit. Aber das ist es längst nicht mehr. Es ist eine Geldmaschine. Warum auch nicht, man muss ja nichts kaufen. Und manchmal wird Geld gemacht mit guten Ideen. Das hier hat mir viel zu denken gegeben: Burda  Ich habe viele Stunden seitdem gesurft, um herauszufinden, was Burda noch macht, ausser uns Blog-Fraggles diesen Platz anzubieten (für Seiten-Traffic versteht sich). Ich war ziemlich erstaunt, was Burda so alles treibt, bis hin zu Online-Spielen im Manga Genre wird Kohle gescheffelt. Wir Blogger, Leser, Schneider und Hausfrauen sind nur ein Byte im Datenmeer, nicht einmal ein Tropfen auf dem heissen Stein. Aber ändern kann ich das nicht.

Oder vielleicht doch. Ich propagiere die Langsamkeit! (Scherz) Und habe auch gleich das passende Foto dazu aus Omas Garten. SO frißt man heute eine Blume (wenn man eine Schnecke ist). seht ihr? Geht doch! Langsam kommt auch ans Ziel.

 

 
 
 
 

 

Geschrieben von snowwhite um 09:06 Uhr in Gedanken
   

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