- Männer in Röcken
- Men in skirts
«
November
»
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| | | | | | 1 | 2 | | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | | | | | | | | |
|
|
Montag, 27. Oktober 2008
Ich bin 47 Jahre. Mindestens 40 davon bastle ich. Aber bewusst wurde es mir erst mit etwa 20 in Frankreich. Dass meine Hände nicht stillstehen können, dass von der inneren Welt, den Gedanken und Ideen, ein steter Fluß nach außen dringt und etwas erschaffen will und muss. Das klingt dramatisch, ist aber einfach: Ich muss basteln, ich kann nicht anders. Bei meinem ersten Urlaub ohne Mama und Papa im Ausland verschlug es mich mit ein paar Schulfreunden in die Normandie. Auf dem Zeltplatz lagen dicht an dicht lange Piniennadeln auf dem Boden vertreut. Ich musste meine Hände machen lassen... und am Ende hatte ich ein kleines Sortiment geflochtener "Deckchen", so lang und breit wie eben Piniennadeln sind. Als wir mit Rucksack und Eisenbahn weiterzogen, mussten sie zurückbleiben. Ich habe noch sehr oft an meine Piniendeckchen gedacht. So haben Menschen ihre ersten Wohnraumdekorationen und Gebrauchsgegenstände gefertigt: Man nahm was grad rumlag. Später haben Menschen dann auch Einfluß auf Rohstoffe und Materialien genommen, und am Ende der Entwicklung stehen wir. Mit Hightech und intelligenten Kühlschränken. Aber meine Piniendeckchen sind mir mehr wert als alle Hochglanzprodukte. Haben sie mir doch gezeigt, dass man aus allem etwas machen kann. Und: meine Hände wollen gestalten. Irgendwas. Seit diesem Urlaub wurde mir nach und nach klar, dass es Last und Gabe zugleich ist, wenn man ständig irgendwelche Dinge in einem neuen Zusammenhang sieht. Aus einer Baumnadel wird ein Flechtwerk, aus einer Schuhsohle ein Druckstock. Darum haben meine Hobbies auch nie klare Grenzen. Alles lässt sich mit allem kombinieren. Stempeln mit Nähen, Nähen mit Larp (logisch) und Häkeln, aus der Häkelnadel mache ich mir schicke Haarnadeln und die Malerei mit Öl und Airbrush liefert mir Vorlagen für die Gestaltung von Stoffen und Kleidung. Nur zwei meiner Leidenschaften konnte ich bisher nicht vereinen: Stempel und Häkeln. Das hat mich gewurmt. Auf der kürzlich besuchten Stempelmesse hatte ich dann eine ulkige Idee, wie man beides verbinden kann, die aber sehr an den Haaren herbeigezogen ist, und auch noch der Umsetzung harrt. Aber heute sah ich im Internet ein Kleidungsstück, welches mich geradezu elektrisiert hat. Eine Weste mit Häkeln und Stempeln. Gut, beide Techniken zu kombinieren ist naheliegend, ich selbst habe schon auf Stoff gestempelt und auch Häkelapplikationen auf Jeans gepappt. Aber beides auf einem Teil zu basteln, das ist clever und bietet wieder viele neue Möglichkeiten. Schaut mal da: StempelHäkelWeste Ist die nicht hübsch? Nach dem Ursprung der Weste gesucht fand ich diese Seite: StempelHäkelKlamotten Teures Jäckchen, aber mir sprang auch gleich der Verweis ins Auge: Altered Couture. Das ist ein amerikanisches Magazin, welches sich mit dem Verändern von Kleidung beschäftigt. Man könnte auch refashion dazu sagen, aber ich bin mir nicht sicher ob dieser Begriff zu eng definiert wird. Auf jeden Fall ist das Magazin eine Offenbarung für Kreative. Und damit ich nicht ganz mit leeren Foto-Händen dastehe, ein paar alte Bilder von mir mit Häkeln auf Jeans und Stempeln auf Jeans, nur beides zusammen.... das habe ich NOCH nicht umgesetzt. 
.... 
Jetzt muss ich nur noch beides auf einem Kleidungsstück machen, und fertig ist der "Crossover", die Verbindung zweier Genres miteinander. Ulkig. Erst beim Korrekturlesen fiel mir auf, dass an der bestempelten Jeans sehr wohl schon etwas Gehäkeltes zu finden ist: Ich habe die zu kurze Jeans mit ein paar Reihen Häkelbordüre verlängert. Aber da das Gehäkelte kein Design-Element der Jeans war, sondern nur Mittel zum Zweck, nehme ich es nicht mehr wahr. Ulkig.
Dienstag, 26. August 2008
Es ist geschafft! Der Handwerkermarkt ist erledigt und ich war es auch. Messestände habe ich schon viele gemacht, hatte aber im Vorfeld immer zahlreiche Helferlein. Diesmal kamen die Helferlein erst am Tag des Marktes, und ich musste ganz mutterseelenallein planen und vorbereiten. Na gut, nicht ganz allein, mein armer Ehemann musste den Pavillon, den ich als Stand vorgesehen hatte, einmal mit mir probeaufbauen und wieder abbauen und wieder aufbauen und wieder abbauen. Und ich habe auch gleich eine Menge Fehler gemacht, und habe jetzt Stand-Verbot von meinem Gatten bekommen. Verständlich, denn der von mir auserkorene Stand war eigentlich ein Gartenpavillon, der Wind und Wetter trotzen soll, und nicht nur einem kleinen Regenschauer. Also muss man das Ding so aufwendig aufbauen, dass es fast schon einen Schlosser braucht. Nie wieder einen schmiedeeisernen Gartenpavillon als Marktstand. Aber dafür hatte unser Stand viel Stil! Gefüllt haben wir ihn mit allerlei schönen Dingen. Traumhaften Pullovern, ulkigen Mützen und hübschen Wollknäulen. Die beiden Bücher vom frech-Verlag, von denen ich in den letzten Wochen so viel erzählt habe, lagen zum Verkauf bereit, Michael Weinreich hat signiert. Und gestrickt. Doch davon später. Mit von der Partie neben Michael war auch meine liebe Aud. Und weil Aud eine perfekte Planerin ist, wollte ich auch alles so gut wie möglich vorbereiten: Tische, Stühle, Essen, Kaffee, Tassen, Tischtücher, Stand-Deko... alles dabei. Aber wie immer fand sie wieder ein Detail das ich vergessen hatte. "Wo sind denn Deine Sachen?" Meine Sachen? Ich habe Infozettel geschrieben und kopiert, Werbung für Strickforen und Initiativen vorbereitet, alles nett hergerichtet, aber warum um Himmels willen soll ich meine Sachen da hinstellen? Ok, ich bin doof. Bisschen mehr Eigenwerbung wäre nicht schlecht gewesen. Aber wofür bloß? Das 1-Knäuel-Buch lag auf dem Tisch, meine blog-Adresse auf dem Infozettel. Also wird es hier in Kürze noch mehr Leser geben, lach. Aber mir war es wichtig, für "die Sache" Werbung zu machen. Die Sache ist das Selbermachen. Selbermachen in all seinen Spielarten ist meine Manie und mein Fokus. Selbermachen ist Ausdruck meiner Selbst und Mittel zum Zweck. Selbermachen ist schön und soll es für andere auch sein. Darum kann ich es nicht lassen, andere zum Selbermachen zu überreden. Am Sonntag lag das Augenmerk auf dem Selbermachen von gestrickter und gehäkelter Kleidung und Accessoires. Dabei habe ich das große Glück, liebe und fachkundige Menschen zu kennen. Aud und Michael verstehen ihr "Handwerk" und können es anderen näher bringen. Ich habe versucht es den beiden gemütlich zu machen, damit sie "meinen" Leichlingern die Leidenschaft für´s Selbermachen näher bringen. Aber was soll ich sagen? Bis auf ein paar sehr, sehr nette Leichlinger und Marktbesucher von außerhalb, war ich sehr enttäuscht von den Blütenstädtern. (Unsere Stadt nennt sich auch sehr selbstbewusst "Blütenstadt" ) Wie oft haben wir "Oh, der Mann strickt ja" gehört. Sowas Unverschämtes. Als wenn ein Mann zu blöd, ungeschickt, unmotiviert oder was auch immer zum stricken wäre! Männer dürfen Herztransplantationen durchführen, aber stricken ist zu schwierig? Oder liegt es daran, dass stricken, häkeln, nähen eine "Frauen"sache ist? Mädels, ihr seid es ja selber schuld wenn Männer im Gegenzug EURE Hobbies nicht ernstnehmen, wenn ihr die Kerle nicht heranlassen wollt. Ich wäre froh, wenn mein Mann über meine Häkeleien nicht mehr milde lächeln würde. Aber so lange das Hobby fest in weiblicher Hand bleibt, wird sich daran auch nichts ändern. Weiberkram halt. Darum ging es mir runter wie Öl, wenn wieder ein blöder "Guck mal, der Mann kann stricken"-Spruch kam. Denn dann konnte ich erwidern: "Ja, und er hat DIESES Buch dort drübern geschrieben". Weiber! Gut, aber abgesehen von geschlechtsspezifischen Kleinstproblemen war der Tag wunderschön. Liebe Freunde meines Schotten-Clans kamen von weit her (Bergheim und Engelskirchen!) eigens für uns nach Leichlingen, und haben uns den Tag verschönt. Ein Jung-Mitglied der Gruppe hat sich sogar von Aud das Stricken und von mir das Häkeln zeigen lassen, wobei Aud die bessere Lehrerin ist. Außerdem kam später eine Leichlingerin mitsamt ihrem Strickzeug zu uns an den Stand und gesellte sich zu uns. Leider habe ich kein Foto gemacht, und auch die restliche Bilderausbeute ist Dank meiner Uralt-Kamera nicht so dolle geworden, aber immerhin sieht man ein bisschen. Ich hoffe ich finde die spontane Leichlinger Strickfreundin wieder, ich weiß wo sie arbeitet. Denn wenn wir EINE neue Strickerin in unseren Kreis der Selbermacher bringen können, dann hat sich der Stand ja schon gelohnt. Und vielleicht liest ja hier auch die eine oder der andere mit und bekommt Lust aufs Selbermachen. Und wer immer noch zögert, der sollte bald wieder reinlesen, denn dann drucke ich hier den pathetischen Text ab, den ich auf die Rückseite des Infozettels gedruckt hatte. Denn wenn man DEN gelesen hat, dann kann man gar nicht mehr anders, dann MUSS man einfach selbermachen. Jede Wette! So, und hier noch ein paar Fotos, vom Stand auf dem Leichlinger Handwerkermarkt. Seht ihr die Blümchen? (klick aufs Bild und ihr seht eine größere Version) Die Aud, oder auch Susanne: Michael in seinem Element (Gott, ist mir die Bildqualität peinlich... und klick aufs Bild für eine größere Version) Und eine Ravelry userin, die sich ihr Autoren-Autogramm von Michael abgeholt hat: Und unser Ryan MacMahoon, alias Stefan, der sich von Aud das Stricken zeigen lässt! Ich fand es sehr mutig, dass er trotz seltsamer Blicke auf die strickenden Männer und ohne es je ausprobiert zu haben, zu den Stricknadeln gegriffen hat! Ein großer Dank geht an die Initiative Handarbeiten, die mir Musterstücke zum Ausstellen überlassen hat. Klickt euch da mal rein, denn es gibt unzählige kostenlose Anleitungen dort. Und den fleissigen Helfern Aud, Michael und meinem Ehemann kann ich gar nicht genug danken. Ich hab euch lieb.
Technorati Tags:
stricken
häkeln
Männer
Freitag, 11. April 2008

Hi! I know, it has been a while since my last entry, but time flies and I am only human. So many things happened during the last weeks, that I am awfully behind with writing it down. To tell a tiny little bit of it, I start with a crafts show that took place in Dortmund the week before easter. It was the Creativa, the biggest craft show in Germany. A friend asked me for help. During the last years I helped another friend on her stamp both but this time I felt its time for a change. So I worked 5 days on her workshop space and it was so much fun! Her main goal was to put everyones focus on homesewing. So she brought some sewing machines, a stitching machine and TONS of old jeans. The motto of her event was "save the jeans!". And yes... she saved them! We have been there all day and saved a lot. We patched, cutted and embellished. And very very often, we made somthing new from all these jeans scraps. During the 5 days I made: 3 Aprons, a cute bag, a home accessory from a tin can, a huge make over of a friends jeans and a mini skirt. And Anne made so many cute stuff, and I have been lucky enough to get one of her projects at the end of the show. She "pimped" an old jeans with some scrap from another old fabric, that she used as embellishment. With a special stitch on her machine, she embellished the side seam too, and added- that´s Anne- tiny little beads on the bottom. Scroll down and check the pictures for an impression (bad picture quality, sorry) When we cleaned up the booth, she asked me if I want to take this jeans home. Oh yes, and fortunately it fits like a glove! Thanks Anne! .................................................................. So, da bin ich wieder. In den letzten Wochen sind so unglaublich viele Sachen aufgelaufen, von denen ich es nicht geschafft habe zu berichten, dass es immer schwieriger wird das aufzuholen. Aber irgendwo muss ich ja anfangen. Also rolle ich mal meine in Gedanken gemachten Blogeinträge von hinten auf. Eine Woche vor Ostern war die Ceativa in Dortmund. Allein darüber gäbe es seitenweise zu berichten, aber was bei mir bis heute davon "hängen" geblieben ist, ist Anne´s Jeans. Und das kam so: Für die Creativa wollte Anne Liebler, bekannt als "Die Hobbyschneiderin" eine Aktion durchführen: "Rettet die Jeans" (man konnte vorher hier in den Burdablogs davon lesen) Anne hatte mich gefragt, ob ich ihr im Workshopbereich helfen kann. Da ich seit vielen Jahren an Stempelständen gearbeitet habe auf der Creativa, kam mir sie Abwechselung grade recht. Ich habe mit Freuden ja gesagt (und angefangen eigene Jeans zu pimpen, um als Musterexemplar rumlaufen zu können, ebenso wie Anne) In den 5 Tagen der Messe haben wir dann massenhaft Jeans gepimpt, neudeutsch für aufpeppen. Ich weiss nicht genau was Anne und die anderen Helferlein alles gebastelt haben, aber meine Ausbeute an gepimpten Sachen kann sich sehen lassen: 3 Schürzen (eine Ulk-Schürze zum Warmwerden, eine supersüßen und praktische Klammerbeutel-Schürze, eine Grillschürze), eine tolle Jeanstasche, ein aufgestylter Stiftebecher/Tischabfalleimer aus einer alten Dose, einen Minirock und eine wirkliche "Rettung" der völlig zerschlissenen Jeans einer Freundin. (Bericht folgt noch). Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Als wir dann am letzten Tag abgebaut haben und alles aufräumten, hielt Anne mir eine Jeans vor die Nase, die sie während der Creativa mal eben nebenbei gepimpt hatte, quasi als kleine Fingerübung. Ob diese mir wohl passen würde? Klar (ich hatte keinen Schimmer) passt die mir! Und zu Hause angekommen habe ich sie anprobiert. Was soll ich sagen: das ist die bestsitzende Jeans in meinem Kleiderschrank. Einen ganz herzlichen Dank an die nette Spenderin, in deren Jeans ich nun rumlaufe! Anne hatte Stoffreste verwendet, mit Bügelflies unterlegt und auf die Jeans gepatcht. Dann hatte sie mit einem Zierstich und ein paar Wollfäden (GENIAL!) einen tollen Borteneffekt an einer der Seitennähte erzielt. Und an die Wollfäden kamen am unteren Saum kleine Holzperlen. Auf der Messe ist mir die Jeans kaum aufgefallen, aber als ich sie angezogen habe, klapperten die Perlen bei jedem Schritt! OH, das ist soooo süß! Nun, wie gesagt gibt es von 5 Tagen Creativa eigentlich noch viel mehr zu erzählen, aber was für mich wirklich bleibt, sowohl in Gedanken wie auch in meinem Kleiderschrank, das ist Anne´s Jeans! Danke Anne! Die Perlen und die Wollborte (leider unscharf, besser geht´s nicht) Die Applikationen aus Stoffresten (in Natura sind die viel schöner!) Und die ganze Jeans, an der Puppe ist sie nicht so schön, aber ich kann mich leider nicht selbst fotografieren: Durch die Aktion "Rettet die Jeans" sollte eines den Besuchern der Creativa wieder ins Augenmerk gerückt werden: Nutzt was ihr habt, nichts wegwerfen, man kann aus alten Sachen schöne neue Sachen machen. In Amerika nennt man das "refashion" und das DIY ( do it yourself) erlebt eine unglaubliche Rennaissance. Da wollen wir Deutschen doch nicht zurückstehen, oder? Schliesslich war Sparsamkeit einmal eine deutsche Tugend. Die Amis haben auch dafür einen schicken neuen Ausdruck: "Save the environment" zu deutsch "Rette die Umwelt". Ob man nun "aus alt mach neu" dazu sagt, oder ganz modern sein will mit DIY und "Save the environment"..... was MIR am wichtigsten an all dem Retten und Pimpen ist: Es macht Spaß! In diesem Sinne: Nix mehr wegwerfen!
Technorati Tags:
refashion
DIY
rettet die Jeans
Creativa
Samstag, 6. Oktober 2007
So, es war mal wieder Freitag. Heute ist Samstag. Und irgendwie bin ich schon wieder spät dran, die Beiträge für die wöchentliche Stempel-Challenge "Thank God it´s Friday!" trudeln schon Stunden nach der Ausgabe ein. Eigentlich wollte ich diese Woche gar nicht mitmachen, erstens weil ich heute nach Paris fahren wollte, und zweitens hab ich Burzeltag. 06.10.61 ist eine magische Zahl. Rechnen könnt ihr jetzt selber. Aber zu erstens: Der Trip fiel ins Wasser. Zu zweitens: Zum Feiern bin ich nun nicht mehr "in the right mood", wie man im englischen so schön sagt. Und drittens ließ mir das tolle Thema der TGIF-Challenge keine Ruhe mehr. "Das geschriebene Wort" gilt es diese Woche umzusetzen. Uff. Ideen gibt es viele. Aaaaber ich wollte ja schon seit der letzten Burda-Ausgabe was ausprobieren. Auf den Kreativ-Seiten der Burda sah man diese geniale Idee: So einfach, so anders. Nur leider... mit einfachen Dingen tut man sich oft schwer. Und weil ich zu faul (oder zu stolz) war, die Schnitt-Vorlagen für die Rose aus der Burda zu übernehmen, habe ich eigene Formen ausgeschnitten. Und zusammengeklebt. Aber nicht von irgendwelchen Zeitschriften! Ich habe die März 2007 Ausgabe der InStyle verwursch...äh...wiederverwertet. Zwei der kleinen Rosenblätter (siehe unten) sind das Titelblatt, das "Herz" der Rose ist das Gesicht von Drew Barrymore. Und weil wir in der Challenge ja auch einen Stempel einbauen sollen (was diese Woche nicht mehr explizit erwähnt wurde) habe ich mir ein paar Blätter rausgesucht und die Blume damit ergänzt. Ich finde meine Rose völlig überladen und kitschig. Die stelle ich mir nie und nimmer in die Wohnung. Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig, und im Papiercontainer ist noch Platz. Liebe TGFL´ler: Zeitungs-Schnipsel von InStyle, Blätter von Rubber Stampede, Home Decor. Das Ding sieht aus wie ein Blumenkohl!
Technorati Tags:
Rose
Stempel
InStyle
Samstag, 29. September 2007
Habe ich nicht vorgestern erzählt, dass ich meine Dosensammlung neu aufbaue? Schicksal? Zufall? Denn heute konnte ich sie gebrauchen! TGIF-Teilnehmer bitte runterscrollen für die Fotos Die Stempelchallenge "Thank God it´s Friday" gab gestern das Motto "Kreise" vor. Und da in der Aufgabenstellung diesmal nicht ausdrücklich eine "Karte" gefordert wurde, begannen augenblicklich bunte Kreise vor meinem geistigen Auge zu tanzen. Und flogen durch den Raum und formierten sich zu einer Reihe. Und einem Mobile. Ein Mobile? So ein Ding, das völlig sinnfrei in Räumen baumelt? Es sollte schon ein Mobile mit etwas Sinn sein. Wozu kann ein Mobile gut sein? Ich schaute auf den Katzen-Schlafplatz neben mir... Hey, die Idee! Ein Mobile für Katzen, an dem ganz unten eine Maus zum Fangen baumelt. Aus aneinandergehängten Kreisen! Aber dann? Hängt das hier rum.... doof. Augenblicklich fiel mir ein, dass ich seit Ewigkeiten irgendwas mit leeren Konservendosen machen wollte. Also tue ich das Mobile da rein. Aber dann ist es kein Katzenspielzeug mehr. Was dann? Eine Rezeptsammlung. Von jemandem wie mir, die nicht ein einziges Rezept kennt... auch doof. Aber ich wollte nun endlich Dosen-Kunst versuchen, also hab ich einfach angefangen. Mit einer der ersten neuen Dosen im neuen Heim. Frisch gespült. Silbern. Nackt. Die muss erst mal beklebt werden. Und weil eine Dose von OBEN ja eigentlich schon ein KREIS ist, muss ich überhaupt keine Kreise mehr einbauen, und das Mobile IN der Dose ist ja auch aus lauter Kreisen gemacht. Aber anders als letzte Woche, in der ich zur Aufgabenstellung "braun-rot" nicht einen passenden Papierschnipsel gefunden hatte, sprangen mich die Kreise diesmal gradezu an. Und Lila. Das wird Burda freuen. Die lieben Lila, im Moment. Und weil eine meiner ewigen Lieblings-Farbkombinationen Flieder-Grün sind, hab ich das auch noch eingebaut, das Papier lag zufällig- ungelogen- schon im neuen Basteleckchen. Und ein zufälliger Griff in meine Knopfkiste förderte einen Lila Schmuck-Knopf zutage. Ich weiss, Zufälle gibt´s nicht. Heute liefen mir die Materialien geradezu hinterher. Also habe ich Lila Papier mit Punkten genommen, auf die Dose geklebt, und lauter Kreise ausgeschnippelt. Und geklebt, und gestempelt. Und beim basteln kamen mir die wildesten Ideen, was man alles mit einer Basteldose anfangen kann. Nehmen wir nur mal das Beispiel meiner in der Dose gefalteten Kreise: Das kann eine Rezeptsammlung sein, die man einer lieben Freundin schenkt, oder eine Sammlung mit Sinnsprüchen, für alle Tage einen. Oder ein Adventskalender mit 24 Kärtchen auf denen ein Gutschein befestigt ist. (Hey, DIE IDEE!) Oder auf eine runde Karte klebt man ein kleines Tütchen mit Blumensamen, um einer Gartenfreundin eine Freude zu machen. Mindesten 10 kleine Kärtchen mit Blümchen würde locker in die Dose passen! Oder dann kam mir beim Schneiden eine Idee, für die ich meine Dose einsetzen werde: Ein Fotoalbum! Ich habe 6 runde Karten vorbereitet und gelocht, um diese mit einem schmalen Band (gepunktet!) zu verbinden. Die 6 Karten verlieren sich in den Tiefen der Dose. Ich schätze mal, ich bekäme ohne Probleme noch weitere 20-30 Karten rein. Oder weniger, wenn ich die Karten doppelseitig mit Fotos beklebe. Die Idee für die Omas zu Weihnachten: Fotos der Enkel in der Dose! Na ja, so ging es weiter, mir kamen noch viele Ideen. Aber ich sage es ja immer wieder: Die Ideen kommen beim Machen!!!!! Also wem rein gar nix einfällt (wie mir all die Jahre mit meinen Dosen)... einfach anfangen! So, und nun zu den Dosen-Details für die TGIF-Stempler: diverse Papiere, Lila Polkadots von Hot of the Press Papers, das fliederfarbene Papier wollte ich "altern", aber auf dem Foto kommt es kaum raus, im Original ist es besser - muss ich noch dran arbeiten, Schrift auf Stickerpapier. Oben lila Knopf als "Griff". Stempel: Rose von All Night Media (ANM), Schrift "Letters and Numbers" von ANM (kommen schlecht raus), Efeu von Kaleidoskop, Hintergrundschrift von Penny Black. Gestempelt mit Brilliance, Stazon (auf Stickerpapier) und Fabrico. OK, es gibt schönere Bildkompositionen, aber ich bin immer noch nicht wirklich am stempeln...... Na, was ist denn da drin??????????????? Ich habe noch keine Fotos draufgeklebt, das hebe ich mir für Weihnachten auf, kicher. Und noch eine Ansicht, war doof zu knipsen......
Technorati Tags:
Stempel
stamps
tin can art
Samstag, 22. September 2007
An die TGIF-Leute: Bitte gleich runterscrollen, ich muss erst mal meinen Hobbyschneider(inne)n das Prinzip des TGIF erklären.... Neulich war ich auf dem Stempel-Mekka, der größten Messe für Motivstempel auf dem Kontinent. Dort liefen viele Mädels herum, die alle gut sichtbar das Logo eines Stempelportals trugen, als Button, als T-Shirt Druck oder als selbstgemachten Pin. Überall sah man "die Stempelhühner". Und da die Damen allesamt den Eindruck machten, als wäre das Forum der "Hühner" eine tolle Gemeinschaft, habe ich mich umgehend dort angemeldet. Nach der Registrierung musste ich noch sehr lange Stunden auf die Freischaltung warten, sowas! Aber lieber ein Forum mit Eingangskontrolle, als eins mit Spammern und Spinnern. Einmal im Hühnerstall hab ich mich dort auch gleich sehr wohlgefühlt: Lauter Stempler! Die wissen, was man mit den unscheinbaren Gummidingern für tolle Sachen machen kann. Auch wenn ich seit Jahren nicht mehr aktiv stemple, fühlte ich mich in der Community "wie zu Hause". Vor zwei Tagen sah ich dann in einem Thread eine Aufforderung in einem Themen-Blog mitzumachen. Anscheinend gibt es viele solcher Theman-Blogs, in denen ein Team jede Woche zu einem festgelegten Termin eine neue Wochenaufgabe stellt. Wer mitmachen will, erstellt einen Beitrag in seinem eigenen Blog und verlinkt ihn in dem Themenblog. Auf diese Weise können alle Teilnehmer und Leser sich die Werke der anderen anschauen und in deren Blogs kommentieren. Eine super Idee! So bekommt man viele neue Idee und sieht, was andere so aus einem Thema machen. Und dieses Themenblog hat zum Titel "Thank God it´s Friday!", weil die Themen jeden Freitag neu vorgegeben werden. Eigentlich hab ich ja gar keine Zeit zum Stempeln, und meine Stempel sind in einem völligen Chaos, das Zubehör in Kisten verpackt und an ein geordnetes oder systhematisches Arbeiten ist nicht zu denken. Doch das Thema hat mir keine Ruhe gelassen. Gestern nacht um eins musste ich noch anfangen mit der Karte. Das Thema dieser Woche lautet "braun-rot" und auf der Karte muss mindestens ein Stempel sein. Aber wie soll man sowas umsetzen, wenn man keinen Schimmer hat, wo all die Papiere eingepackt sind? In welcher der über 20 Umzugskartons hab ich es getan? Braun..... braun.... ist doch auch Kaffee! Also hab ich mitten in der Nacht ein wenig löslichen Kaffee angerüht. Aber nicht um wach zu werden, sondern um Papier einzufärben. Ich hab die braune Brühe auf einen alten Briefumschlag geschmiert, auf Reste der Schlafzimmertapete und die Tapete meiner Tochter. Dabei konnte ich nicht anders: Ich hab auch kleine Kaffee-Klekse in die Mitte eines Tapeten-Schnipsels getropft und zusammengepresst.... nach Art der Tintenklecksbilder. Grins. Es kamen lustige Formen dabei raus, aber nachts um eins hat man diesbezüglich recht seltsame Assoziationen... nix für eine Grußkarte. Nachdem ich ausgeschlafen und fleissig weiter geräumt hatte, mein Mann meine Pfaff demoliert hat und meine Nerven wieder einigermaßen in Reih und Glied kamen.... ging es wieder an das nun getrocknete Kaffeepapier. Am besten gelungen war "Kaffee auf Schlafzimmertapete", und als Hintergrundpapier der eingefärbte Umschlag. Ich habe sogar noch eine rote Blanko-Karte gefunden, um mit dem Kartenaufbau zu beginnen. Aber was auf die ganze Sauerei stempeln? Such such such, wo sind nur die Collagestempel? Dabei fiel mir ein "Tag" (Papier-Kennzeichnungsschildchen) in die Hände, den ich vor vielen Jahren mal in der Blattgold-Technik gestempelt hatte. (Wie die geht, findet ihr HIER) Und nach und nach fand ich noch etwas rotes Band und Siegelwachs. Weitere rote Farbsprenkel wurden mit knallrotem Nagellack auf die Karte getropft. So eine richtig schöne Sauerei, wie ich es mag. Die beiden runden roten Flächen sind Blätter einer Kunstblume, in rotem Samt. Sieht man gar nicht so richtig auf dem Foto. Und damit die Karte auch einen FRISCHEN Stempelabdruck bekommt, also nix aus der Restekiste, hab ich dann in den flüssigen Siegelwachs den erstbesten Mini-Stempel gedrückt, den ich finden konnte. Und war es Schicksal oder nur Zufall.... es war ein Erdbeer-Stempel! (Wer es nicht weiss: Ich sammle neuerdings Edbeeren) Ich habe dann den erkalteten Wachs noch mit ein wenig Goldbronze eingerieben, damit das Motiv besser rauskommt. Und: Die Karte duftet herrlich nach frischen Kaffee! Uff, das war lang. Jetzt geht es für die TGIF-Stempler weiter: Motive von Impression Obsession (Rosen-Collage) und Erdbeere-Mini von Kaleidoskop. Material: Kaffee auf Packpapier (Briefumschlag) und Tapete, Samt-Rosenblätter, Windowcolorfolie-Tag mit Blattgold, Siegelwachs. Sorry, die Karte musste ich mitten im Renovieren machen, ist sehr hopplahopp, aber ich wollte halt gern mitmachen. Ab Oktober/November gibt es bessere Karten/Werke. Und hier der Link zum Themenblog, da gibt es die anderen braun-roten Karten zu sehen ( DER Tipp für Nicht-Stempler! ): Noch ein Wort zum Bild: Ich habe einen Screen der Farben immer falsch anzeigt. Bisher hat mich da nie sehr gestört, aber eigens für diese Karte habe ich meinen Bildschirm kalibriert, damit rot auch rot und braun schön braun wird bei der Bildbearbeitung. Ich habe dann das Bild auf einem weiteren Monitor verglichen, auf dem das braun sogar noch etwas satter rüberkam. Falls das braun nicht braun ausschaut bei euch, bitte bescheid sagen im Kommentar. Ich muss das Problem der Farbwiedergabe langfristig lösen, wenn nötig.
Technorati Tags:
stempeln
stamps
Motivstempel
Samstag, 1. September 2007
Schon seit langer, langer Zeit wollte ich euch mal ein wenig über Kreativität erzählen. Warum? Nun, in der Zeit in der ich einen Stempelladen hatte, ist mir immer wieder die Meinung von Kunden begegnet, ich sei kreativ. Viel kreativer als sie es sind. Dem habe ich zwar immer widersprochen, doch meist nicht sehr überzeugend. Eines Tages habe ich dann in einem Workshop einen kleinen Test durchgeführt: Noch aus meinen Uni-Zeiten hatte ich eine Kursstunde in Erinnerung, in der wir in einem Experiment vorgeführt bekamen, dass Kunst und künstlerisches Schaffen keine Frage des Zeitaufwandes ist, und man Zeichentalent nicht mit Fleiß erreichen kann. Das Experiment war simpel: Wir bekamen 2 körpergroße Bögen Papier und die Aufgabe, auf das erste Blatt einen Menschen zu zeichnen, der eine Treppe hochsteigt. In 30 Minuten. Als wir alle damit fertig waren, das gleiche Bild nochmal.... in 30 Sekunden. "Waaas?" dachten wir. Aber was soll ich sagen, die schnellen Kritzelbilder waren ausnahmslos besser und lebendiger gezeichnet. Weil "aus dem Bauch raus". Das gleiche habe ich meinen Kursteilnehmern zugemutet. In so vielen Kursen, in denen ich gezeigt habe wie man ein gestempeltes Motiv ausmalt, habe ich hören müssen "SIE malen das so schön aus, und ICH kann das nicht!" Und warum? Weil die meisten Menschen ein leeres Bild bis zum letzten Winkel auspinseln müssen- argh! Das Experiment aus der Uni im Hinterkopf habe ich meine armen Teilnehmer gezwungen, ihre Blümchen in 1 Minute fertig auszumalen. Und die meisten konnte ich überzeugen, dass das intuitive Malen viel schönere Ergebnisse zeitigt, als das krampfhafte Ausfüllen jedes noch so kleinen Freiraumes im Motiv. Warum ich das wieder so langatmig erzähle? Nun... ich kann es nicht lassen. Ich WEISS das JEDER so kreativ sein kann wie ich. Ich bin doch ein ganz normaler Mensch. Gut, einer der ein bisschen spinnt und viel träumt, aber mein kreatives Potential ist doch auch nicht so anders als das eure. Dennoch "sehe" ich oft mehr als andere. Wieder zurück in den Stempelladen: Eine Kundin wurde nie müde zu jammern, dass ich viel mehr Ideen hätte als sie. Eines Tages besuchte sie eine Bastelmesse, auf der ich vorführte. Dabei fiel mir ein Stempelkissen aus der Hand und auf die Karte, die ich in Arbeit hatte. Ihr könnt euch kaum vorstellen, mit welch diabolischer Genugtuung sie lauthals verkündete: "Ha! Der Bärbel ist auch was schief gegangen! DER passiert das auch!" Aber das hab ich kaum gehört, denn auf das feuchte Rechteck mit der Stempelfarbe streute ich sogleich ein Schmelzpulver, das wir zum Stempeln benutzen, und wiederholte den Vorgang. Nach 4 Schichten Schmelzpulver konnte ich dann ein Stempelmotiv in das noch warme, weiche Pulver drücken, und hatte einen zauberhaften Siegeleffekt, ähnlich eines Wachssiegels. Meine Kundin war maßlos frustriert, hatte ich doch aus dem vermeintlichen "Unfall" noch ein kleines Kunstwerk geschaffen. Nun, diese kleine Anekdote kam mir seitdem oft in den Sinn, wenn ich Menschen begegne, die in dem Glauben sind sie wären nicht kreativ. JEDE(R) ist kreativ, innen drin. Ich verzweifele nur manchmal, es meinen Mitmenschen klarzumachen. Denn "helfen" würde ich ja gern, jedermanns (uns fraus) Kreativität herauszukitzeln. Aber es wäre dann nicht mehr ihre eigene. Sondern meine. Und somit nutzlos. Ich kann nur an Fallbeispielen erläutern, wie MEINE Kreativität funktioniert. Nämlich zufällig. Oder vermeintlich zufällig. Man muss sie fliessen lassen. Sich selbst überlassen. Vielleicht fällt es mir deshalb so leicht, mir Neues auszudenken. Weil mein Kopfkino 16 Stunden am Tag auf Sendung ist. Und fliesst. Bevor ich diesen Text anfing, habe ich mir eine kleine Aufgabe gestellt, quasi als Fingerübung. Wolle. (Ja, ich will endlich mal wieder was stricken, im Herbst) Aber was kann man mit Wolle sonst noch machen? Stricken ist zu profan. Da sehe ich (und ich sehe wirklich die Bilder in meinem Kopf) Wolle, wie sie sich auflöst, der Faden lang und länger wird. Und wieder zu einem festen Knäuel aufwickelt. Immer weiter, bis das bunte Knäuel etwa die Größe eines Tennisballs hat. Der Ball schwebt vor mir, wie ein Planet im Weltall. Und hängt an dem Fadenende, wie an einer Nabelschnur, und gewinnt an Schwere. Das Knäuel beginnt herabzuhängen, an dem Faden. Das sieht aus wie eine Christbaumkugel. Ich sehe einen Weihnachtsbaum, der mit vielen kleinen bunten Woll-Knäulen behängt ist. Voilá! Meine erste kleine Kreativ-Idee zum Thema Wolle: Eine XMas Deko für Stricklieseln. Nun, so geht es bei mir tagein tagaus. Alles bewegt sich, alles ist im Fluss. Nichts ist statisch. Vor mir die Fensterbank. Ist die statisch? Nein. Heute habe ich versucht im Badezimmer einen neuen Bodenbelag zu verlegen (und deshalb das Nähbrunch abgesagt, heul). Und als wir den alten PVC rausreissen, löst sich der halbe Estrich in Wohlgefallen auf! Und als ich so vor der Kloschüssel rumkrieche und klopfe und kehre, bemerke ich, dass die neuen Risse im Estrich exakt an den gleichen Stellen verlaufen, wo im uralten Belag darunter ebenfalls Risse sind. Eigentlich logisch, denn das Haus "arbeitet". Es sackt ab, dehnt sich aus, zieht sich zusammen. Und bricht immer an der gleichen Stelle. Das will ich euch damit sagen: Es bewegt sich, ist im Fluss. Wie die Fensterbank, die schon seit 20 Jahren diesen großen Riss hat. Wären 100 Jahre für mich wie ein Wimpernschlag - ich könnte sehen, wie das Haus in dem ich sitze sich biegt und beugt. Es ist in Bewegung, wenn auch sehr, sehr langsam. Wir alle sind im Fluß. In 100 Jahren zu Staub zerfallen. Und Kreativität bedeutet nur, aus etwas.... etwas anderes zu machen. Ob es hinterher besser oder schöner ist, liegt oftmals auch nur im Auge des Betrachters. Und wie wichtig es ist, die Gedanken fliessen zu lassen, könnt ihr euch hier anschauen: TV-Sendung zum Thema Kreativität. Ich habe diese Sendung bei meiner Recherche zum Thema Kreativität entdeckt. Und möchte sie als Einstieg nehmen, euch meine Kreativität ein wenig näher zu bringen. Denn ich habe Ideen. Wie wir gemeinsam kreativ sein können. Denn schöpferisch tätig zu sein kann von Vielem ablenken, und sei es - wie in meinem Fall - nur von endlosem Renovierungsfrust. Schaut ab und zu mal rein in die neue Rubrik "Kreativität", und sei es nur, um euch ein wenig abzulenken. Denn das fördert wiederum die Kreativität. Garantiert!;-)
|
|
Letzter Eintrag: Latest entry:
---
Aktuell arbeiten soviel Leute an der "bag in bag":
---
Today I dance to:
Devil´s Arcade, Bruce Springsteen
Best song ever made:
Beautiful
Mail an Bärbel:
klick
|