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Mittwoch, 5. November 2008

Deutscher Film ?!

« Bimmelbammelbommel | Hauptseite | Lasst und sündigen! »

Gestern war ich im Kino. Und habe mich zum ersten Mal nicht geärgert, als ich den Hinweis sah "Filmförderung". Ich weiß ehrlich gesagt nicht, aus welchen Töpfen diese deutsche Förderung gespeist wird, aber wenn ich dann sehe, dass die Filmstiftung NRW auch so wertvolle Streifen wie "7 Zwerge" oder "Der Schuh des Manitu" gefördert hat, dann frage ich mich unter welchen Kriterien dort die Gelder vergeben werden.Anscheinend weiß ich nicht was Kunst ist.

Als ich vor Wochen den Trailer des neuen Kinofilmes "Krabat" sah, musste ich gleich mehrfach stutzen. Ein augenscheinlich so guter Film kann nicht deutsch sein! Und: Nach einem Buch von Otfried Preußler. Klingelt da auch etwas leise bei euch? Also bei mir klingelte es leise, und ich vermute ihr wusstet sofort an wen der Name des Autors uns erinnert: An den Räuber Hotzenplotz.

Doch erst durch ein wenig suchen habe ich dann schamhaft einsehen müssen, dass Otfried Preußler weit mehr geschaffen hat als den brummigen Räuberhauptmann. Viele weitere, nicht selten magische, Figuren sind seiner Feder entschlüpft. So wundert es auch nicht länger, dass Krabat von Magie erzählt, von Freundschaft und von Liebe. Und dass das letzte Wort des Filmes- ich denke das darf verraten werden- "Freiheit" lautet.

Nach dem Trailer hatte ich mir fest vorgenommen den Film zu sehen, und habe die seltene Gelegenheit, meine drei Kinder alle beisammen zu haben, gestern genutzt um sie ins Kino zu schleifen. Und bin begeistert!

Im Falle des Filmes "Krabat" ist jeder Cent der Filmförderung sinnvoll ausgegeben. Am meisten mag ich an dem Film, dass trotz der obligatorischen Special Effects diese im Hintergrund bleiben, als Mittel zum Zweck um die Geschichte zu erzählen. In so vielen Hollywood-Streifen sind die Effekte so unglaubwürdig und vordergründig, dass sie zur Lachnummer verkommen. Krabat aber nutzt und spielt mit den Möglichkeiten visueller Manipulation.

Ein wunderschöner Film, schön anzusehen, mit einer packenden Handlung, moralischen Grundaussagen und sogar einigen realen historischen Anklängen. Da der Film ab 12 Jahren freigegeben ist, bleibt er leider den kleineren Kindern verwehrt. Doch das mag sinnvoll erscheinen, beinhaltet die Story doch recht brutale Elemente. Hinter dem grusligen Setting verbirgt sich aber eine sehr bodenständige Grundidee, die so alt ist wie die Menschheit: Dass Freundschaft und Liebe vieles überwinden können. Aber seht selbst, und verpasst es nicht den Film auf der großen Leinwand zu sehen!

http://www.krabat-blog.de/blog/

http://www.krabat-blog.de/

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Geschrieben von snowwhite um 10:32 Uhr in Privates

 

Kommentar: Riese am Wed, 5 Nov 18:14 Uhr

Stimmt, da muß ich voll und ganz zustimmen. Ein toller Filkm.

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