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Montag, 27. Oktober 2008

..--......--.. oder Mädchensocken

... aus Männermaschen:

Socke bunt

 Schönes Buch von Michael Weinreich und nachdem ich das Muster kurzerhand auf Kästchenpapier  übertragen hatte, war es ganz leicht. Irgendwie habe ich es nicht so mit Lesen. Ich mag am liebsten Strickschriften:

..--......--..
..--......--..
..--......--..
..--......--..
..--__/___--..
..--......--..

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:08 Uhr in Handarbeiten

Freitag, 24. Oktober 2008

burdamoden 11/2008 oder ich brauche unbedingt elegante Handschuhe

... und einen großen Hut... und die Gelegenheit sowas zu tragen:

 Mittwochmorgen  zog ich meine Burda aus dem Briefkasten. Und weil ich gerade nach Alternativen schaue, um nicht immer Pullover überzuziehen, kommt mir Jacke 132 Modell A oder B gut entgegen. Vor zwei Jahren habe ich so ein ähnliches Teil mal in einer falschen Farbe erstanden. In weichem Stoff und richtiger Länge sah  das sogar, wider Erwarten,  recht gut in Plus aus.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:35 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Mittwoch, 22. Oktober 2008

für warme Füsse

... es wird Zeit, dass die ersten Socken fertig werden:

grüne Socke

 ...  nachdem dummerweise die alten jahrelang ihren Dienst versahen. Was weiß ich, warum selbst gestrickte Socken so lange halten? Ich habe doch nur zwei Füße, aber so tolle Wolle und Strickmuster  in meiner Sammlung.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:29 Uhr in Handarbeiten

Dienstag, 7. Oktober 2008

Baumarkt-Challenge II

das Oberteil nimmt Formen an, aber womit das kombinieren?

Kriege ich ein Untergewand mit Wasweissich hin ... und falls sowas geht, (nein, ich verrate  jetzt nicht was),  wie bekomme ich es blickdicht?

Einen Catsuit in meiner Konfektionsgröße habe ich noch nie gesehen. Und ich muss was gekauftes unterziehen.

Nur noch viermal schlafen. Wirklich schlafen?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:41 Uhr in Nähen

Samstag, 4. Oktober 2008

beinahe im Film

... aber nur beinahe, hätte man zwei Kostüme von mir  in "Zwölf Meter ohne Kopf" sehen können.  Jetzt machen die zwei Komparsen nicht mit.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:42 Uhr in Geschichte/n

Dienstag, 30. September 2008

Ist der Baumarkt ein Laden für Hobbyschneiderinnen?

Am 11. Oktober ist die Modeschau der Baumarkt-Challenge und ich habe endlich meine ersten zwei Nähte hin bekommen. Zugucken darf man jetzt nur durch das Schlüsselloch, denn verraten wird nicht, was das ist:

kalt und glatt

 nur so viel: noch ist keine Nadel zu Bruch gegangen. Unklar ist immer noch, ob es überhaupt so machbar ist und  ich am Ende auch rein passe.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:42 Uhr in Nähen

Samstag, 6. September 2008

Ausflug in den Wilden Westen

Am Wochenende war bei uns das Vorderladerschießen und ich guckte mich mal um, was Trapper, Cowboys, Indianer, Siedler, Bürgerkriegssoldaten und Südstaatenschönheiten wie aus "dem Winde verweht"  beim Internationalen Vorderladerschiessen zu bieten haben. Vereinzelt auffällig die knackigen Hinterteile von lendenbeschurzten Indianern /images/emoticons/mozilla_smile.gif  Aber dazu kam ich ja eigentlich gar nicht hin. Eher um Kleider anzuschauen oder Inspirationen zu bekommen.   Ich sah so einige bunte Calicohemden und kann mir jetzt ganz gut vorstellen, warum man daraus so tolle Patchworkdecken nähen kann. Auch das Material der gestreift gewebten  Herrenhosen und den schönen Frackjacken haben mich fasziniert. Schade, dass es keine Stoffe dort zu kaufen gab.

Erstanden haben wir einen Falteimer aus Segeltuch, Holzschuhe, ein Lederrest und Nägel (um das Plastik an den Schuhen zu ersetzen), Sattlernadeln, Leinenzwirn und einige größere Rollen dickeres Seidengarn zum Handnähen. Das nehmen wir alles ins Mittelalter rein.

Bei den Knöpfen konnte ich mich nicht entscheiden. Aber es gab so schöne Sachen aus Horn, Hirschgeweih, Holz und Perlmutt ... und dann noch die ganzen Glasperlen.

Leider regnete es und wir waren nicht mehr im Lager der vielen Zelte und Tipis. Das nehme ich mir aber für nächstes Jahr mal vor.

Übrigens wäre bei diesem Wetter so ein schicker Herrenmantel mit Pelerine wie der Schnitt Butterick 3830 recht geschickt. Diese gab es dort in einem dunklen dottergelb aus gewachstem Stoff oder in schwarzem Wolltuch. Warum trägt ein Mann  so was heute nicht mehr?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:02 Uhr in Allgemein

Samstag, 30. August 2008

Es ist zerschnitten

... das gute alte handgewebte Bauernleinen. Lange habe ich es nicht gewagt, da es für mich unersetzbar ist.  Wenn man bedenkt wieviel Handwerk allein in so einem Stück Stoff steckt wird man ehrfürchtig. Solch ein Stück Stoff stellt heute niemand mehr her.

Da es übergroße Kissen mit handgesticktem Festonrändern waren, trennte ich diese Streifen sorgfältig so ab, so  dass ich sie später noch verarbeitet kann. Vielleicht werden es Teile für eine Patchworkdecke? Dekoelemente an Kleidung?  Geschenkbehälter für Menschen, die so was schätzen?

Den Stoff selbst wird ein handgenähtes Hemd für meinen Mann werden. Das Probehemd hatte ich schon hier besprochen.  Nun habe ich wieder ein schönes Vorhaben um es abends bei Kerzenschein oder Lagerfeuer  zu nähen.

< Zwischenzeitlich sind eine weitere unauthentische  Mittelaltersachen mit der Maschine entstanden: eine Hose, ein Kleid zum Arbeiten. Man muß ja nicht übertreiben, gell? >

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 01:25 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Mittwoch, 27. August 2008

Kartoffelsack

... oder der Blick in den Spiegel.

Warum habe ich nur das Teil nach längerem Liegen repariert?  Das Bourettseidenshirt hatte ich mal extra in einer Damenabteilung für Plusgrößen bestellt und fand es auch mal passend. Deshalb landete es ja auf dem Reparaturstapel - und nun?

Ich schaue mich an:

An der Oberweite passt es gut und fällt locker, aber sonst?  der Saum 18 cm zu lang ...  die Schulternaht ist 10 cm zu lang und somit überhaupt nicht annähernd bei der Armkugel ... der "Kurz-"arm geht knapp über das Ellenbogengelenk. Jetzt habe ich ein nobles T-shirt für die Hausarbeit, denn mit so was gehe ich nicht mehr auf die Straße.

Bin ich durch das  Selbstnähen verwöhnt?! Selbst meine Probeshirts sitzt besser.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:36 Uhr in Allgemein

Montag, 25. August 2008

schnell und unauthentisch

... abends wird es kalt und im Fundus liegen noch Wollstoffe, die eher ins Frühmittelalter zu Wikinger, Schotten, Kelten und Alamannen passen. Also mal schnell gestern eine Männertunika zugeschnitten und die Nähte mit der Maschine  runter genäht. Danach alle Nahtzugaben  nach einer Seite umgeklappt und mit mit der Hand  mit Überwendlingsstichen  versäubert und gleichzeitig in einer  Art falschen Kappnaht fixiert. Am Ende den Halsausschnitt nach außen geklappt und eine Brettchenwebborte aufgenäht.

Borte

 Ich hoffe es passt und gibt warm.

Tunika

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:41 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Deplatziert auf Burg Hohenneuffen

Trotz nasskaltem Wetter waren wir am Samstag auf der Burg. Wir bemühten uns einigermaßen mittelalterlich angezogen zu kommen. Immerhin bleiben mehr Fragen zur Herstellung authentischer Gewänder offen, als dass sie jemand beantworten kann.  Dass Touristen in Jeans und Regenjäckchen frieren, da sie die Vorzüge von Wolle nicht kennen, das ist zu erwarten. Letztes Jahr  holte man sich schließlich um die gleiche Zeit einen Sonnenbrand. Wer schon einmal dort war, weiß, dass unten der Handwerkermarkt ist und danach, auf halben Weg nach oben,  der Wegzoll kassiert wird.

Wer aber denkt, nun würde es so richtig interessant, wird doch etwas enttäuscht. Okay Musik und Gaukler sind oben und auch die Toiletten (etwas arg eng für Leute mit Gewandung).  Man findet Leute, die authentisch lagern und auch einen Wikinger mit authentischer Ware u.a. wunderbar pflanzen gefärbten Beinwickeln. Aber dann? Die Essensauswahl ist etwas lieblos und hat so garnix mit Mittelalter zu tun (Kartoffelsalat, Tomaten-Mozarellabrötchen, panierte Schnitzel...). Da lohnt es sich nicht zeitgemäß das Essen in den eigenen Holzteller füllen zu lassen. Schade.

Und wenn ich  schon oben bin, gucke ich mir auch die Stände an. Irritierend ... der Räucherstäbchenstand erinnert mich eher an einen Indienbasar in einer Fußgängerzone ... der Kräuterstand hat die Sachen im Angebot und auch genauso so verpackt, die auch mein Naturkostladen vor Ort hat. Und zudem wird auch Aztekentrank (Schokoladenpulver) verkauft. Ist immer noch nicht bekannt, dass die Zeitgrenze zur Neuzeit die Entdeckung Amerikas war?  Ich kam mir arg deplatziert vor. Der Eintritt ist mir dann doch etwas zu hoch, nur um Toilette zu nutzen und etwas in den leeren Magen zu bekommen.

Etwas entschädigt hat  dann uns der Aufenthalt  auf dem unteren Handwerkermarkt. Klaus, der Schmied, bei dem wir uns einen Dreibein zum Kochen vorgemerkt haben. Lederwaren, die von der Auswahl her bestimmt alle Moderichtungen der  1000 Jahre Mittelalter abdecken. Korbwaren, Stoffe, Gewandungen (naja Prunkgewänder aus Dekostoffen für edle Herrschaften), Schuhe, Messer, Scherenschleifer, Löffelschnitzer, Knopfhersteller....

Jetzt ist unser Hausstand um ein authentisches Koch- und Universalmesser und zwei Holzlöffel erweitert worden.  Für das 21. Jahrhundert nahmen wir Eibenholzknöpfe und  Rosen- und Himbeerlikör mit (für Erbsenzähler: Brandwein gab es im Mittelalter noch nicht).  Ein bisschen wurmt mich, dass ich nicht ein paar Meterchen Wollstoff mitnahm.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 13:00 Uhr in Geschichte/n

Donnerstag, 21. August 2008

Und wenn es jetzt kalt wird

... dann braucht der Barde seine Beinlinge.

Zugeschnitten wurde es aus einem quatratischen Stück  Wollstoff  von ca. 80 cm und es basiert wieder auf einen Artikel aus der Karfunkel von A. Sturm:

Beinling Zuschnitt

Durch diesen schrägen Zuschnitt und der Köperbindung sitzt das am Ende recht gut. Angenestelt wird es jeweils vorne am Bund der Bruche:

 Beinlinge

 So sah nun  ein Mann im Hochmittelalter unter seinem Gewand aus:

von der Seite

Nun wird  mich jede Leserin  verstehen, dass ich mich schleunigst ans Übergewand machen muss /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:26 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Mittwoch, 20. August 2008

Die erste Unterhose ist fertig

... und das stundenlange Sitzen auf Baumstämmen oder am Badehaus war erfolgreich. Denn was, außer Nähen oder Spinnen tut frau sonst auf Märkten, wenn sie am Schwätzen ist? Meine Vorüberlegungen kann man hier nachlesen. Und so sieht das bequeme Teil von hinten aus:

Bruche hinten

 Laut Auskunft des Barden trägt sie sich gut.  Dem heutigen Schönheitsideal entspricht sie kaum, wurde aber damals quer durch alle Schichten vom Mann getragen.

Bruche von vorne

 Später gibt es die dazu gehörenden Beinlinge zu sehen.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:41 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Dienstag, 19. August 2008

Ich bin versumpft

... bzw. war in der Lehmgrube bevor ich diese philosophischen Gedanken hier rein setzte.

Füsse

 Einen Tag lang arbeiten, Neues lernen und erfahren, ganz ohne Uhr,  und danach ein Ergebnis sehen, ist für mich Urlaub vom Alltag.

Lehmgrube

 Um zwei Helfer

Helfer

 und den Bauherren

Flo

 mit dem Lehm-Stroh-Gemisch zu beschäftigen muss man sich schon ganz schön ran halten. Demnächst werden wir noch mal bei der letzten Schicht außen helfen. Dann dürfen die Hühner dort einziehen.

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:48 Uhr in Geschichte/n

Montag, 18. August 2008

Wo bin ich jetzt gelandet?

... Baumarkt oder Wollladen?

Soeben war ich im Baumarkt und ging noch etwas weiter zur Bastelabteilung ... huch!!! ... die Auswahl an schönen Farben bei der Sockenwolle ist größer, als in meinem Wollladen. Wie das jetzt?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:34 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 14. August 2008

Philosophisches II

... gut dass ich mit so seltsamen Ideen nicht alleine stehe /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Also dann ... nicht  denken, nun ist es aber geschafft und sich zurück lehnen. Sonst werde ich noch überrollt.  Also hinstellen, mit den Füßen  fest am Boden, Hände in die Hüfte gestemmt und den Kopf hoch. Jetzt muss ich nur noch sagen: "Hey, los komm und zeig' dich!!!"

http://www.sp-studio.de/

 Aber vielleicht wäre es auch einfacher Probleme nicht immer anzunehmen, sondern auch mal zurückzugeben. Ich bin doch nicht für alles zuständig.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:27 Uhr in Allgemein

Mittwoch, 13. August 2008

Philosophisches

... mich gibt es noch.

Immer wenn ich denke, nun ist alles geregelt, kommt eine nächste Anforderung an uns. Und immer muss es etwas sein, das noch unbekannt in der Bewältigung. So scheint das Leben an sich  zu sein.

Nur - warum denkt man immer, wenn ich dies oder jenes hinter mir habe, dann ist erst mal gut?

 

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:30 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 19. Juni 2008

Frau sollte niemals nie sagen

... oder Bärbel ist schuld /images/emoticons/mozilla_smile.gif

  ... seit ich bei meinen Eltern auszog habe ich keine Schürzen mehr getragen. Das ist also schon ein paar Ewigkeiten her.  Aber als ich diese Jeansschürzen von der Creativa sah, wollte ich doch mal eine. Und zwar eine mit vier Taschen,  um sie zur Arbeit zu tragen. Jetzt war eine Jeans so weit kaputt, dass ich sie zerlegen konnte.

Das Hinterteil ist nun vor dem Bauch. Vorne und an den Seitennähten setzte ich Keile ein. Ich weihte zum ersten mal meinen Ruffler ein ... ein paar Zierstiche in orange und grün und in meiner Sammlung fand sich eine echte Prilblume aus den 70ern ...

und nun .... einmal von vorne:

Schürze vorne

 und von der Seite:

Schürze von der Seite

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:20 Uhr in Nähen

Freitag, 6. Juni 2008

Das Probehemd ist fertig

... und geht jetzt gerade mal über das Knie. Also reichlich genug, wenn es bei Bewegungen nicht stören soll.

Hemd

 Die Lösung mit dem Ärmelerweiterungskeilen am Hinterarm finde ich geschickt. Vorne sieht man keine Naht und hinten ergibt das eine angenehme  Bewegungsweite. Die Armnaht läuft  auch fast mittig am Hinterarm und die Armverjüngung zum Armsaum hin ergibt genau am Ellenbogen den Knick. Das trägt sich auch einfach besser, als die Tuniken des Frühmittelalters bei denen höchstens Erweiterungsecken unter der Achsel eingesetzt wurden.

Keil

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:58 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Mittwoch, 4. Juni 2008

wieviel ROT verträgt das Mittelalter?

wieviel ROT verträgt das Mittelalter?

Schon lange wartet die Überseekiste einer früheren Nachbarin auf einen Anstrich. Die Kiste soll mit ins Mittelater, da wir ein Möbelstück zur Aufbewarung und zum Hinsetzen brauchen. Bei dieser Kiste geht die alte Farbe wohl nie ganz abzuschleifen und so dachte ich, ich mache das mal fix. Irgendwas wird schon der Keller hergeben. Irgend ein braun, dunkles ochsenblutrot oder zur Not schwarz. Aber weit gefehlt. Ein Legorot war aufzufinden und Fensterweiss. Und nun? Doch nicht etwa ROSA oder was?

Muster? weiss-rot gestreift? Hört sich nach Arbeit an und geht nicht fix.

Dann gehe ich mal davon aus, dass man, wenn man es sich leisten konnte,  die Kleidung  recht knallig einfärbte .... genauso, wie Herrschaften schon mal gerne bis zur Ungeniessbarkeit Pfeffer und Nelken ins Essen kippen liesen. Was man hat, kann man zeigen /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Ob wir damit rein dürfen?
Truhe
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:52 Uhr in Geschichte/n

Hemd des hl. Ludwig - Armbündchen als Hinweis

Nun denn, das Hemd ist zugeschnitten. Webbreite (Elle 80cm) im Bruch an den Schultern, damit es keine Schulternaht gibt. Links oben sieht man aufgeklappt das Eck, das für den Halsauschnitt entfernt wurde. Unten ist die Gere abgeschnitten, die dann mittig vorne und hinte eingesetzt wird (eine der Gêren besteht dann aus zwei Teilen). Rechts unten der kleine Abschnitt ist genau wie das kleine Stückchen für den Halsausschnitt oben links der ganze Abfall. Geniale Idee, oder? Hemdlänge geht hier von einer Elle zu 70cm aus.

Hemd Rumpf

 Der Zuschnitt des Ärmels; die Schnittverengung zum Armbündchen hin ist als eingesetzte Gêre oben am Hinterarm gedacht. Es gibt einige Literaturhinweise. dass im 12.Jahrhundert diese Armerweiterung auf der Armrückseite war und auch die Armnaht selbst.
Arm 1

 hier ist die Armerweiterung angenäht. Ein Test mit den Händen meines Mannes ergab, dass eine Ellenlänge von 80 cm anzunehmen ist, da sonst eine Männerhand nicht durchpasst. Jedenfalls so passt sie nicht durch die Öffnung. Ich werde den Ärmel kürzen müssen.  Auch wenn ich die Abschnitte das nächste mal etwas kleiner zuschneide, wird der Hemdärmel  bei einer Elle von 60 viel zu eng sein.

Arm 2

 Und wenn ich jetzt von einer Elle zu 80 ausgehe, könnte ich mir sogar diese ursprüngliche Länge gut vorstellen. So wie der Hl.Ludwig hier dargestellt ist, kann er das Hemd gut lang tragen. Ein arbeitender Bauer braucht es aber kürzer.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:48 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Dienstag, 3. Juni 2008

Hemd des hl. Ludwig

... oder wie lang war eine Elle  wirklich?

 Am Wochenende habe ich mit meiner neuen Bronzenadel weitergenäht und die Bruche ist bald fertig. Nun bin ich zwischenzeitlich aber gefragt worden, ob wir Gewandung verleihen könnten. Nunja, doch wenig, aber ich bräuchte ein Probehemd von einer Rekonstruktion eines bäuerlichen Leinenhemdes angelehnt an das Hemd des heiligen Ludwigs (A. Sturm in Karfunkel 71).

Annahme, die Webbreite ist eine Elle (Saumweite ohne eingesetzte Gêre in der Mitte) und Hemdlänge von Schulter zu Saum gut anderthalb Ellen lang, dann würde das Hemd 120 lang beim bayrischen Mass. Das erscheint mir als kurzes Hemd etwas lang. Bei der Hypothese von 60cm = 1 Elle, würde das Hemd immer noch gut 90 cm lang werden. Das ist reichlich und die Bruche wäre auch verdeckt.

Unlogisch ist, dass die Webbreite des Bauernleinens 80cm  beträgt. Diese Breite ist ja auch geschickt bei Männern mit Schultern. Da es üblich war ohne Verschnitt zu arbeiten (also die volle Breite ausgenutzt wurda)  und diese Webbreite oft auch als Elle angegeben wird. Somit wären wir wieder an dem erbsenzählerischen A hängengeblieben. Das gibt einfach nur Knoten im Kopf.

Letztendlich zerschneide ich mal das Ikeapseudoleinen, als hätte es die Webbreite meinen Bauerleinens und jongliere die Hemdlänge auf tragbar. Einmal Elle lang, einmal Elle kurz ...

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:51 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Mittwoch, 28. Mai 2008

Unterwäsche oder der ganz lange Weg ins Mittelalter

... oder das schrecklich schöne A.

Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 12.Jahrhunderts nach Christi Geburt. Wir haben keltische Vorfahren. Unser Wohnort ist 1156 zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden. Vor bald hundert Jahren wurde von dem Grafen von Comburg auf dem Umlaufberg des Kochers  das Benediktinerkloster gegründet.  Bischof Gebhard von Würzburg bestätigt 1156 die Weihe von St.Michael, und wir haben einen Michaelismarkt.  Später -  im Jahre 1189 -  wird bei uns der Heller geprägt. Wir sind eine Reichsstadt.

Früher gehörte ich zu den Herrschaften einer staufischen Burg und sollte mit dem Sohn von #*grr+ (bitte erinnert mich nicht an seinen Namen),  vermählt werden. Er beschloss während eines Gelages mit seinen Kumpeln kurz vor der Hochzeit  am Kreuzzug teilzunehmen.  Ich zog damals in meiner Verblendung mit und  erlebte so einiges.

Die Mode der  Staufer ist mir geläufig und ich sah die  französische, normannische, maurische und die des Orients. Ich sah mein erstes Spinnrad, war aber von der Qualität der Fäden nicht angetan. Ich hörte vom  Briefwechsel zwischen Eleonora und  Hildegard ...

 
... und lernte meinen Troubadour kennen. Jetzt bin ich  Reichstadtbürgerin.

Auf meiner Terasse habe ich keinen Flachs angebaut und im Vorgarten grasen keine Schafe, aber trotzdem werde ich nun  versuchen alles ohne Nähmaschine weitgehend nach Bildnissen, Funden und Beschreibungen zu nähen.

Diesmal fange ich ganz von unten an. Zuerst kommt nun die Unterwäsche dran. Hier liegt flachsfarbener feinerer Leinestoff und eine Rolle Flachsgarn. Am schnellsten ist das Thema Bruche für mich als Frau erledigt. Da verbrauche ich keine Elle Stoff und kein einziges Stückchen Zwirn. (Lediglich einmal im Monat hätte ich so eine Art Windelhosengewickele angezogen. Das sind allerdings Vermutungen. Originalfunde gibt es keine). Und mein Gatte?

Eine Bruche nach Schnittschema von Purrucker  (Artikel von Andreas Sturm in Karfunkel 75)  nehme ich mir vor. Ein Hosenbein besteht aus Webbreite des Stoffes (um die 80cm) und der Länge von drei Ellen - das wäre demnach 120cm - . Das gerade Zwischenstück, das  beim Tragen im Schritt sehr faltig wird, müsste etwa eine halbe Webbreite breit sein. Stoff ist etwas knapp und mein Barde etwas kleiner, so hoffe ich, dass alles am Ende passen wird.

auf geht's:

Naht der Bruche

 eine Art Kappnaht, wobei manchmal nur eine Seite umgeschlagen und die Webkante ohne Umklappen darübergelegt wird

 Bruche

 die Bundweite wird 220 cm werden. Unklar ist, wie ich zu einer weitgehend authentischen Befestigung an der Taille  komme. Die Quellenlage ist zu unpräzise. Strick aus Flachs?

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:23 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Dienstag, 20. Mai 2008

Alles vom Bildschirm aus

... jetzt muß ich noch nicht mal mehr aus dem Fenster gucken um zu sehen welches Wetter wir haben. /images/emoticons/mozilla_smile.gif  An unserem Marktplaz in der Stadt ist eine Webcam installiert. Vorhin verliesen die letzten Leute das Kunstmuseum, die Busse fuhren oft und ein Laden nach dem anderen schloss. Jetzt zur späten Stunde sehe ich sogar, dass man für die Freilichtspiele probt.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:26 Uhr in Allgemein

Sonntag, 4. Mai 2008

Ich spinne ...

ok, das ist schon bekannt /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Heute waren wir auf Burg Stettenfels und ich habe trotz der gestrigen Zweifel, ob ich das je nach 25 Jahren wieder hinbekommen werde, weiterprobiert. Dem Publikum und den fleissigen Fotografen war es ganz egal, wie gleichmässig meine Faden wurde.

Doro spinnt

 Aber am Ende des Markttages war ich dann schon ein Stück weiter.

Handspindel

 Zum Marktende haben wir uns dann ganz frisches Brot aus dem Backofen gegönnt. Sowas erinnert mich immer an meine Kindheit. Das Brot vom Bäcker in die Hand bekommen, wenn es noch ganz warm ist, und dann das erste Stück Kruste sofort essen dürfen. Ein Genuss.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:33 Uhr in Allgemein

Samstag, 3. Mai 2008

Lärm

... fällt das nur mir auf? ... z.Zt. scheint es in zu sein, seinen Blog mit einer Musikbox zu hinterlegen  /images/emoticons/mozilla_frown.gif

 Ich surfe nichts ahnend  den einen oder anderen Blog an um mir Anregungen zu holen. Bevor ich noch den Reiter öffnen kann, erschallt unverhofft Musik aus meinen Boxen.  Manchmal ist die Musikauswahl ja ganz nett und passend. Allerdings weniger passend, wenn gerade jemand nebendran am telefonieren ist, Nachrichten hört oder sonstwie ungestört sein möchte.  Und mitten in der Nacht erfreut es sogar die Nachbarn bei offenem Fenster  .... Bis ich da dann den Ort der Musikbox und danach  den Ausknopf finde, das dauert.  

 Ist die einzige Lösung, die Boxen auszustöpseln? (Nebenbei bemerkt: meine RAMkapazität ist auch nicht so groß.)

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:06 Uhr in Allgemein

Samstag, 12. April 2008

Nostalgie

Bevor ich in der Schule Handarbeiten hatte,  nähte ich schon  zuhause. Natürlich mit der Hand. In der Erinnerung sehe ich immer das Nadelmäppchen mit den nähenden Mädels vor meinen Augen:

Nesthäkchen Prym

 Nach dem Nähen steckte ich immer wieder die Nadel dorthinein zurück. Falls das Fädchen nicht aufgebracht war, blieb es im Öhr für ein  nächstes mal.

innen

 Vor einigen Jahren gab es dieses Mäppchen von Prym noch zu kaufen und ich musste es aus Nostalgiegründen erstehen. Die letzten Tage ist es wieder in meine Hände gefallen. Eigentlich zu schade, um es aufzubrachen, oder?

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:17 Uhr in Geschichte/n

Dienstag, 8. April 2008

Meine erste Jeans ist fertig

Die Gürtelschlaufen sind dran und die Passe mit einemm bunten Stoff verstürzt.  Laut Anleitung wird das Ganze nicht oben  an der Kante nochmal extra außen  abgesteppt. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhne.

bunter Bund

 Am Ende noch den Saum gekürzt und sämtliche Nieten und den Knopf und das Augenknopfloch angebracht. Da ich lediglich die Hosenbeinlänge am Schnitt geändert hatte, bin ich so weit mit dem Ergebnis zufrieden:

hinten

 Das nächste mal werde ich das Köperband zwecks Stabilisierung nicht an der Taille weglassen. Da könnte die Hose ein wenig enger sitzen. Ansonsten meine ich, dass da, wo die Hose besser sitzen sollte, es nicht an der Hose liegt, sondern eher an der Verteilung meiner Kilos. Kurt und gut: der Schnitt passt.

vorne

 Das ist jetzt meine allererste selbst genähte richtige Hose. Und nun getraue ich mich auch die Blogs und die Erfahrungen der anderen Mitnäherinnen nachzulesen. Ich musste da jetzt einfach mal weitgehend alleine durch.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:52 Uhr in Nähen

Montag, 7. April 2008

Jeanshose - der Bund und die Suche nach Garn zum Absteppen

... recht seltsam ... gekauft hatte ich den Schnitt, da ich einen Sattel hinten sah. Aber weit gefehlt: ein Sattel macht noch keine Jeans! Für mich gehört da  noch zusätzlich ein extra Bund dran. Aber jetzt halte ich mich doch erstmal an den Schnitt.

Die Sattelteile vorne und hinten mit Einlage verstärkt und Verstärkungsband mit Längsfäden aufgebügelt:

Sattel

 Sattel drangenäht und zweimal abgesteppt. Schon die dritte  Nähnadel weggeworfen, da der Stich unsauber wurde. Vorderbeine innen an die hinteren Beinteile mit großen Stichen genäht, dann die U-förmigen Naht mitten vom Kreuz vorne zum Reißverschluss hin und am Ende die Seitennähte.

Anprobe geglückt. Hose paßt fast wie meine Lieblingsjeans. Jedenfalls so weit ich das ohne Fotos, nur mit dem Spiegel,  sehen kann. Lediglich  etwas Stoff an dem Vorderteil zu viel. Da es meine erste richtige Hose, laß' ich das erst mal so.

Und nun mein Denkfehler ...

Die Hose ist geheftet und ich will sie einfach mal mit geschlossenen Beinnähten absteppen. Der Dreifachgeradestich läuft durch dieses Geknuddele der Beine  nicht flüssig und die Steppnaht gefällt mir nicht. ... nochmal auftrennen? ... Es ist ein Stretchstoff und trotz Stretchnadel ist das so gut wie nicht hinzubekommen und da, wo ich ein Stückchen  frei bekam, sieht man diese Naht. Der Stoff ist malträtiert. Das heißt also, ich lasse das am besten so, wie es ist. Es ist ja nur die innere Beinnaht. ... und nun?

Ich fuhr in unsre Stadt rein um einen dicken Absteppfaden zu kaufen. Im Kurzwarenladen gibt es zwar das Nähgarn von Coats mit der Farbe in maigrün, aber nicht das passende dicke Knopflochgarn. Im Stoffladen führt man eine andere Fadenmarke, aber diese hat maigrün überhaupt nicht. Die Fahrt, Zeit und Parkgebühr vergeblich investiert. Zum Glück gibt es noch ein anderer Tipp: zweite Garnrolle auf den zweiten Garnrollenhalter der Nähmaschine, Fäden beider Rollen einfädeln und eine Sticknadel mit dickem Öhr benutzen. Der einfache Geradestich läuft ganz gut.

Fazit für eine zweite Hose: vor dem Nähen passendes Absteppgarn besorgen und die extrem eingeschränkte Farbauswahl akzeptieren können /images/emoticons/mozilla_frown.gif  ... zuerst Außennaht der Hosenbeine zusammennähen und steppen, dann Innenbeinnaht und am Ende die mittlere Naht vom Reißverschluß  nach hinten zur Taille hin.

Jetzt geht es an die Gürtelschlaufen und das Futter des Bundes.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:30 Uhr in Nähen

Sonntag, 30. März 2008

Jeanshose - der Reißverschluss

... oder wie man laut Sandra Betzina einen Reißverschluss lieben kann. Den Eingriff habe ich mit einer gewebten dünnen Einlage verstärkt, die zwei Vorderseiten rechts auf rechts zusammengelegt und in der Mitte mit Heftstich zusammengenäht ... auf links gewendet ...

auf der rechten Seite (eigentlich Hose links) auf den Untertritt den Reißverschluss steppen:

Reißverschluss erste Naht

 umfalten und Zierstepperei anbringen:

Zierstepperei

 rüberklappen und Reißverschluss links annähen:

andere Seite

 Die genaue Erklärung ist auf dem Schnittmuster oder auch im Buch von S.Betzina "Power Sewing". Ich werde noch einige Hosen nähen müssen, um das zu lernen.

Alles von der rechten Seite her betrachten und dann die Zierstepperei versuchen exakt hinzubekommen. Die Hälfte wieder auftrennen, da das nicht so einfach ist. Und weil's so schön ist, noch mal auftrennen.

Hosenschlitz

 Heftnaht öffnen und Deckleistenbeleg über dem Reissverschluß anbringen:

 fertiger Hosenschlitz

 UFF !!!

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:49 Uhr in Nähen

Jeanshose V

Das sieht ja ganz nett aus, wen die seitliche Hüftpasse mit dem Taschenbeutel zusammengesteppt ist, aber bei der Originalanleitung fehlt mir einfach der Hinweis zum Versäubern des unteren Randes.  Der  wird zwar später vom Eingriff selbst verdeckt sein, aber ein paarmal Waschen wird ihn aufdröseln. Also mal schnell mit dem Dreifachzickzack drübernähen.

Münztasche auf Taschenbeutel

 der Tascheneingriff an der Vorderhose dran:

Tascheneingriff

 und von innen:

Taschenbeutel

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:47 Uhr in Nähen

Jeanshose IV

Selbst wenn jetzt die Hose schief geht, meine Taschen gefallen mir:

Hinterhosentasche

Die Kreidelinen der Taschenstickerei werden beim Waschen verschwinden. Anstatt die Taschen zu heften habe ich mal mit Wondertape gearbeitet. Eine knifflige Kleberei, aber hilfreich.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:48 Uhr in Nähen

Samstag, 29. März 2008

Jeanshose III

Jetzt ist alles zugeschnitten, wie hier aufgelegt:

Jeans Zuschnitt

Nach dem Zuschneiden habe ich nochmal die innere Beinnaht, hinter Mittelnaht (Taille ohne Sattel bis Schritt) und die Strecke, wo der Reißverschluß reinkommt mit meiner passenden Kaufhose verglichen. Könnte hinkommen.

Habe ich mal so nebenbei erwähnt, daß ich bisher nur Ende der 70er/Anfang der 80er  für mich Pumphosen genäht habe, Babyüberziehhosen, eine Kniebundhose für meinen Mann für's Rokoko und zwei Hosen für's Mittelalter? 1975 fing ich mal an eine Hose aus einem Burdaheft zu nähen. Da sollte ich jetzt besser nicht mehr dran denken.

Ihr dürft gespannt sein. Ich bin es auch.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:43 Uhr in Nähen

Jeanshose II

Kann man sowas passend bekommen? Zwei Meter Jeansstoff hatte ich bestellt, ganz davon überzeugt, dass dies reicht, wenn auf der Packung 1,90m  empfohlen wird und ich bei allen anderen bisherigen Kleidungsstücken immer mindestens 10 cm zusätzlich einspare. Zweite Überraschung, ich bestellte einen gerauhten und gestoneden Stoff, dieser scheint etwas stretchig zu sein. Gewaschen ist er. Ich habe jetzt nachgemessen und die Stofflänge beträgt  2,20m. Jetzt noch die Schrittlänge des Schnittes mit meiner Lieblingsjeans (gekauft und Stretch) verglichen.

Dumme Sache ... ich brauche scheinbar mehr an Länge. Die einzige Möglichkeit ist, die Hosenbeine  mit dem  Saum jeweils  nebeneinander anstoßen zu lassen und die Beine etwas zu verschmälern. Und die Kleinteile?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:50 Uhr in Nähen

Jeanshose

Ich bin zu schlank *g* für Vogue 7608 Größe G

... bzw. muss  feststellen, dass mein vor Jahren gekaufter Schnitt doch zu groß ist. Laut Tipp für einen guten Jeanssitz soll man ja  eng messen und ich dachte damals beim Einkauf, was soll's, ich bin halt so dick. /images/emoticons/mozilla_frown.gif

Was nun? Schnitt verkleinern? Hat Vogue einen Größensprung zwischen G und F? Sollte ich doch auf Nummer sicher gehen und den burda-Plusschnitt nehmen? Aber der hat ja keine fünfte Tasche /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Jetzt bin ich Mitten im Zeichnen des vogue-Schnittes. Noch habe ich keinen Überblick.

Wozu man den Sattel viermal aus dem Stoff und dann noch viermal als  Einlage zuschneiden soll, erschließt sich mir noch nicht. An den Jeans, die ich bis jetzt anhatte, würde zweimal mit Stoff reichen. Sehr irritierend, oder?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:04 Uhr in Nähen

Freitag, 28. März 2008

easy fashion F/S 2008

Das wird eine Kurzbesprechung.

Drei Sachen sind da drin, die auch mir größenmäßig "passen"/images/emoticons/mozilla_smile.gif ein Schlapphut, ein Rentnerhut und eine Tasche. Ersteres hatte ich schon mal in meiner Schulzeit genäht. Das muß wohl vor über dreiunddreißig Jahren gewesen sein. Für den anderen Hut bin ich einfach zu alt. bzw. noch nicht alt genug. Mir steht  diese kleine Krempe nicht. Taschen kann man immer mal brauchen und an dem Teil kann man so einige Sachen mit dieser guten Erklärung im Heft  üben.

Und der Rest?  Dafür bin ich einfach keine Zielgruppe. Schön ist  der Jackenschnitt 2C. Die 70er Sachen gehen ja  noch.  Das eine und andere gefällt mir.  Aber das was für mich in den 80ern schon unmöglich aussah, brauche ich auch heute noch nicht -  Silberleggings, Bundfaltenhosen, Jodhpur und Oberteile, die so garkeine Figur machen.

Gut daß es nicht mein Heft ist. Bin aber gespannt, was aus den Schnitten genäht wird.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:30 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Donnerstag, 27. März 2008

Sew Subversive - Down & Dirty DIY for the Fabulous Fashionista

von M.Rannels, M.Alvarado, H. Meng, Taunton Press 2006

Aus purer Neugierde bestellte ich mir dieses Buch. Und nun? Was soll ich damit?

Schon alleine von der Aufmachung her, weiss ich, dass es was für Nähanfängerinnen ist; Schätzungsweise für das Alter meiner Praktikantinnen und FSJler  oder  Mädchen, die noch zuhause wohnen und ihre Kleider aufpeppen möchten.

Am Anfang werden die Grundkenntnisse des Handnähens erklärt: Nähte, Knopf annähen, Löcher in Jeans mittels Aufnäher stopfen, Säume kürzen.

Dann kommt die Funktion der Nähmaschine dran. Nicht das neueste Modell. Einfach eine Nähmaschine, die man mal irgendwo ausleihen kann und  schon länger irgendwo herumsteht. Danach eine Erklärung der allerwichtigsten Hilfsmittel. Solche Sachen wie, die Stoffschere niemals für Papier nehmen.

Ein Abschnitt über Stoffe, die man günstig bekommen kann und  Secondhandklamotten, die sich zum Umändern lohnen.

Und welche Projekte findet man im Buch? das obligatorische Sofakissen (Nähzeit per Hand anderthalb Stunden, mit der Maschine vierzig Minuten), Shirts veränder (Aufnäher, Ausschnitte, Applikationen), Rock verschönern, Ziernähte anbringen, an Kapuzenshirts Ohren und Saurierzacken anbringen. mit Biesen Kleidung auf Passform bringen, Hosen aufpimpen, Jeanshose zu Rüschenrock, Strickpullover zu Tops, Stulpen und Mützen umarbeiten ...

Einfach  viele Ideen für Mädchen, die sich ihre Sachen individuell umgestalten möchten und nicht  mit der Mode gehen wollen.  Ein Buch um Lust zu machen (falls man denn Englisch kann). Ich habe es verschenkt.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:00 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Samstag, 22. März 2008

Ich ziehe mein Osterei an

... oder ich bin das Osterei. /images/emoticons/mozilla_laughing.gif  ... mitten im Schnee.

Ein schöner bunter Stoffrest kombiniert mit einem etwas faden erbsgrün; wie schon so oft den Ottobreschnitt aus der 2/2006.

Ich habe gerade den Tipp bekommen, das nächste mal die Schultern etwas kürzer zuzuschneiden, damit die Armkugel besser sitzt. Aber ich zeige es euch trotzdem.

Shirt

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:28 Uhr in Nähen

Montag, 17. März 2008

Frühjahrsputz

bzw. Ausräumen meiner Handarbeitsheftesammlung. Jedesmal wenn ich das sporadisch mache, komme ich zum gleichen Ergebnis. Hefte neueren Datums landen im Altpapier. Sie taugen gerade mal um sich kurzfistig Ideen zu holen oder  als momentaner  Zeitvertreib. Uralte (Sonder-)hefte, meistens um die Weihnachtszeit oder Gartensaison,  haben   eine geballte Ladung an soliden Anleitungen. Viele Grundtechniken werden sogar erklärt. Egal ob es um Holzarbeiten, Gartenskulpturen, Stricken, ...  oder Nähen geht.

Wird uns heute nicht  zugetraut mehr zu tun,  als fertige Sachen aufzupeppen? Gekaufte Aufnäher auf Jeans, anstatt selbst mal mit Stickgarn und Nadel ein Motiv sticken? Serviettenmotiv ausschneiden und aufkleben, anstatt mit Pauspapier Motiv  durchzeichnen und nach eigenem Geschmack ausmalen? Zwei Stofflagen mit Vlies dazwischen zu einem zweidimensionalen Häschen zusammennähen, anstatt ein frei sitzender Hase mit Ohren, Möhre und allem drum und dran?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:43 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 6. März 2008

0190 ... ruf mich an! ...

bzw. klick mich.

Gestern zur Latenight war ich schon irritiert, welche Art von Kopfreklame bei Burda auf der Startseite der Weblogs ist. Tags sieht es  hier ja  harmlos aus. Aber Hallo! ... heute abend mal schnell nach 23 Uhr hier reingeklickt. *augenreib* ... tatsächlich. Ja, hier erinnert es mich ans  Privatfernsehen zur Nachtschlafenszeit. Gestern durfte ich die weltweit erste erotische Live Cam anklicken. Heute gibt es  sexybabe23 und einige ander räkelnde Kontakte angeblich aus meiner Umgebung.  

Will ich sowas als Eingangsbanner zu meinem Blog? Und welches Publikum tummelt sich hier nachts, so dass sich so eine Anzeige lohnt?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:33 Uhr in Allgemein

Freitag, 29. Februar 2008

Immer der gleiche Grundschnitt

... aber diesmal mit neuem Kragen. Von dem  vergriffenen burda-Einzelschnitt 8441 habt ihr schon von mir gelesen. Jetzt habe ich ihn wieder herausgeholt und den vorgesehenen Kragen verändert. So steht er auch mir, denn Rollkrägen sind nicht so mein Ding. Wir haben  beim Fotografieren fast den Wäscheklammer-Trick aus "Funny Face"/Audrey Hepburn angewandt. Vermeidet das doch die zwei deutlichen  Längsfalten unter dem Charakter /images/emoticons/mozilla_smile.gif
Pulli
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:38 Uhr in Nähen

Donnerstag, 28. Februar 2008

ohne Coverlock

Warum eine extra Maschine anschaffen, um zwei oder drei  Pullovern pro Jahr mit einer  sportliche Naht zu versehen? Die Nähmaschine hat einige Ziersticke, die auch gut verwendet werden können. Am liebsten nehme ich bei Fleece den Stich 40 (Hohlsaumstich in Leiterform) bei meiner Janome MC 4800 mit Stickfüsschen und gelockerten Füsschendruck.

Nahtnummern

Mit einem Metallfaden ist das allerdings etwas fizzelig, denn dieser Faden ist so störrisch, dass er, wenn man zu schnell nähen will, von der Garnspule springt und  sich unter der Spule ruckartig verheddert. Das Ganze reisst dann. Also langsam nähen.

Naht

 Direkt am Halsausschnitt nahm ich allerdings dann den richtigen Nähfaden und,  da dort der Fleece vierlagig,  den Stich 37 (geschlossener Overlockstich).

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:34 Uhr in alternative Möglichkeiten

Dienstag, 26. Februar 2008

Ja näht denn niemand?

... wirklich nicht? ... heute komme ich in meinen Kurzwarenladen, der einzige in unsrer Stadt. Wie immer gucke ich, ob  es Neues gibt und schon eine Nachlieferung  der schwarzen Dessousszutaten  ... *augenreib*  Alles ist umgehängt. Auf einigen Sachen klebt ein Punkt. Frage der Verkäuferin, was ich suche. "die BH-Verschlüsse" Sie zeigt auf die Verlängerungen. "nein ich meine die Verschlüsse"  Es wäre nur noch das da, wo der Punkt drauf klebt (haut und weiß/images/emoticons/mozilla_wink.gif und das würde eh niemand brauchen. Gebraucht wird wohl auch nie der Schmelzfaden, Hosentaschen, Maßband zum Aufkleben, Armblätter, Sublimierstift, Reflektorband, breite Gummibänder, Sticknadeln von Prym, gefältete Ärmelstützen (für Dirndlärmel -  oder wie das heißt); Bikiniverschlüsse .... und was weiß ich noch alles. Alles hat ein Punkt aufgeklebt.

Und wo kaufe ich demnächst ein?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:19 Uhr in Allgemein

Samstag, 16. Februar 2008

sinnvoll verprassen und schwelgen

Ja, ich bin nicht so der Typ für schnell mal modisches Chichi mit der Overlock zusammentackern, tragen, dreimal Wäsche überstehen lassen und dann weg damit. Gute schöne Stoffe gefallen mir auch noch in der nächsten Saison. Mit einer handwerklich soliden Verarbeitung - und das darf gerne auch mit der guten alten Nähnadel und Handstichen an manchen Ecken sein - habe ich jahrelang meine Freude.

In meinen Vorräten befand sich der Rosenstoff eines bekannten Möbelhauses.

Rosalie von Ikea

 Nachdem ich schon den megahohen Betrag gelesen hatte, für den er in letzter Zeit  versteigert wird, getraute ich mich  garnicht ihn zu zerschneiden. Nun ist er eine große Tischdecke mit schönen Briefecken geworden. Die Ecken werden immer noch am schönsten mit Handstichen.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:07 Uhr in Nähen

Sonntag, 10. Februar 2008

Werbung? Information? Informationsüberfluss?

und was soll ich damit tun?

Ganze Industrien leben davon, es uns Hobbyschneiderinnen leicht zu machen, aber wird das Nähen wirklich leichter? Gierig Neuheiten mitbekommen. Vergeblich im hiesigen Einzelhandel danach suchen.  Soll es so sein? ... diese Zeitverschwendung! Ich kenne ja schon die übliche Antwort: "Kennen wir nicht. Führen wir nicht."

O.k.,  vieles gucke ich mir eh nur an, und wenn es unhandlich oder für meine Zwecke  unrentabel ist, dann bleibt es im Laden. Handwerkszeug muss ja gut in der Hand liegen, und was soll ich dann mit einer Internetbestellung?

Und geht es mit Neuheiten  wirklich immer besser? Das Handling muss ich mir ja auch erst mal aneignen. Lieber ein Klebestift oder  ein Klebefilm für den Reißverschluss? Warum eigentlich  keine Stecknadeln, oder mal heften? Sind die alten Tipps wirklich so schlecht? Kein Stift trocknet ein, die Nadeln sind  nicht mit Klebstoff verschmiert, das Bügeleisen bleibt sauber.

Und wer braucht wirklich den Maschinenpark? Kann man nicht auch einfacher nähen? Wegen drei T-Shirts eine Coverlock kaufen, wenn man eh diese sichtbaren Nähte nicht überall sehen will? Ich bin ja kein Dauerjogger, der ständig im Fitnessdress unterwegs ist.

Als ich noch meine uncomputerisierte Nähmaschine ohne Knopflochautomatik, die lediglich gerade, Zickzack und den dreigeteilten ZickZack (das war der übliche Elastikstich damals) hatte, besaß, nähte ich auch. Mit einiger Übung und einigen Streifen Zeitungspapier, manchmal Seidenpapier ging auch stretchiger Nicky, Samt und dünner Batist zu bewältigen.

Es gibt ein Nähen jenseits von all den verzichtbaren Regalfüllern. Am Wochenende  ist eh kein Kurzwarenhandel offen, und wir greifen gerne auf Altbewährtes zurück, oder?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:59 Uhr in alternative Möglichkeiten

Montag, 28. Januar 2008

Ich gehe in den Sandkasten

... also warm ist der Pullover  schon geworden und ich finde genau richtig für meine Arbeit.  Die Kapuze kann ich geschickt zum Radfahren und Spazierengehen  um den Hals wickeln und erspare mir den Schal.  Nur an den Proportionen sollte ich noch rumtüfteln. Vorne ist die Spitze am Saum etwas lang geraten für meine kurzen Beine.

Pulli Pulli

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:11 Uhr in Nähen

Samstag, 26. Januar 2008

Der erste Markt

Heute waren wir auf dem ersten Mittelaltermarkt dieses Jahres und zwar in der Alten Kelter zu Fellbach. Ganz schön viele  bekannte Gesichter waren zu sehen und einige Leute, die wir sonst nur als Händler kennen. Schön wenn man die Leute mal ohne Stress erlebt.

Neben anderen Musikern, wie Poeta Magica, waren als Bonbon  noch Cultus Ferox da. Vor dreieinhalb Jahren sah ich sie schon mal in Beilstein. Diesmal waren sie in einer Zehnerbesetzung da, haarscharf wie immer  am Mittelalter vorbei mit vier Dudelsäcken, Tamtam und einer Tänzerin mit fast nix an und fast nix dran /images/emoticons/mozilla_laughing.gif

Den ganzen Tag schlich ich am Stoffstand herum. Das ist eine Händlerin, die ich vom Markt in Mannheim kenne. Wunderschönes Leinen und viele Wollstoffe. Jetzt habe ich einen Fischgradstoff mit dreieinhalb cm breiten Rapport in rehbraun-schwarzbraun. Das gibt einen Blazer für das 21.Jahrhundert.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:42 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 24. Januar 2008

Jetzt mal schnell was Warmes

Die Kinderschlafanzüge liegen immer noch zugeschnitten da, aber ich möchte schon seit Tagen einen neuen Pulli. Schnell soll er gehen. Hier habe ich noch den  bewährten Burdaschnitt 8441. Es ist ein Raglanschnitt mit Kapuze (leider vergriffen). Diesmal nehme ich die ausgestellten Trompetenärmel und verstärke den Effekt etwas;  das um sechs cm gekürzte Rückenteil bleibt gerade am Saum; und am verkürzten Vorderteil zeichne ich eine geschwungene Spitze mitten  am Saum an. Die Kapuze verlängere ich zu einer sehr langen Zipfelkapuze, wobei ich das Extramittelteil  einfach mit dranzeichne.

 Ziernähte sind am Stoffrest ausgetestet. Genäht wird dann später.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 01:03 Uhr in Nähen

Mittwoch, 23. Januar 2008

Umfrage zum neuen Burda Nähjournal 1/2008

Jetzt ist der ausgefüllte Fragebogen endlich im Briefkasten gelandet.  Das wäre  dumm gewesen, die Gelegenheit nicht zu nutzen, wenn man schon als augewählte Abonnentin gefragt wird. Das ist  fast so, wie wenn Landtagswahlen sind, man nicht hingeht und danach meckert.

Für die, die es nicht in der Hand halten konnten: Im Prinzip gibt es dort all die nützlichen Dinge, die mir als erstes einfallen, wenn ich an die Young Fashion denke. Diese lese ich zwar nur gelegentlich an, weil es weder zu meinem Alter passt, noch zu meiner Konfektionsgröße. Und wichtige Sachen, wie ein Workshop (z.B. Knöpfe annähen, Stoffartenbesprechung wie Stretchstoff,  Schnitte verkürzen oder verlängern) sind auch drin.  

Also warten wir ab, wie sich das Nähjournal in einigen Monaten wandelt. Ich bin in freudiger Erwartung.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:22 Uhr in Allgemein

Dienstag, 8. Januar 2008

Winterhosen (Planung)

Die Schlafanzüge sind noch nicht genäht, aber ich plane mir warme Winterhosen zu nähen. Ich friere und der Winter wird noch kommen.

Ich oute mich mal, daß ich in den letzten Jahren nur ein bestimmtes Hosenmodell des regionalen Jeansherstellers getragen habe. Im Winter halt mit langer Unterhose. Was soll's. Immerhin passt sie, wie für mich maßgeschneidert und der dunkle Jeanston harmoniert zu meiner Garderobe.

Aber jetzt möchte ich  was anderes anziehen.

Meine Kriterien sind:
1) warm sollen sie sein
2) Hosenschnitt sollen meiner Lieblingshose  ähnlich sein
3) das Material muß unbedingt strapazierfähig und bei mindestens 40°C zu waschen sein

Also fragte ich die letzten Tage mal die Hobbyschneiderinnen über Hosenstoffe aus. Die, die für ihre Kinder nähen, nehmen Cord oder Velvet.  Schön, gefällt mir ... also Shops angeschaut und die Waschanleitungen zu Markencord für Kinderhosen gelesen. Oh kraus! überall steht die Empfehlung 30° Schonwäsche. ... Im burdachat nach Waschgewohnheiten und so weitergefragt ... Kinderhosen werden nicht Schongewaschen und wandern bei den meisten in den Trockner ... gut ...   jetzt warte ich auf Stoffmuster und habe zusätzlich einen Shop ausfindig gemacht, der Zimmermannscord verkäuft.  

Gestern abend grub ich noch einen Breitcordstoff in meinen Vorräten aus. Der ist allerdings querelastisch. Nich so prickelnd, da Cordhosen  sowieso  gerne wachsen. Vorhin sah ich auf der  Seite hier bei den Schnitten, daß  burda 7881  für Stoffe mit Stretchanteil ist und einen Gummizug hinten im Bund hat. Das mag ich sonst keinesfalls, aber vielleicht ist der so für den Cord geeignet und die Hose bleibt dann da, wo sie bleiben soll.  Ich werde sehen. Jedenfalls war ich gerade noch kurz vor Ladenschluß in der Stadt zum Besorgen.

Für  die Cordstoffe, die ich noch nicht habe, liegt hier noch der alte burda 8442, Simplicity 4068 (threads collection) und Vogue 7608 (todays fit by S.Betzina). Ich bin  arg gespannt, welche Schnitte besser passen. Bei den letzten beiden werde ich mich durchbeißen müssen.

Jetzt zurück zu den Schlafanzügen.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:45 Uhr in Nähen

Donnerstag, 3. Januar 2008

Flanellschlafanzüge

Im letzten September sortierte ich meine Schnittsammlung aus und trennte mich von einem burda Kinderpyjamagrundschnitt. Stattdessen nahm ich  rosapinke Borten vom Tauschtisch in Aachen mit, damit ich was für meine Nichten nähen kann. Aber was?

Ende Dezember entschied ich mich für Pyjamas. Es sollen die Borten dran und irgendwelche Rüschen. Noch nie habe ich meiner Overlock die Stichplatte für Rollsäume angeschraubt. In meinem Fundus ist noch ein innen angerauter weißer Baumwollköper mit Streublümchen. Beim Vorwaschen merkte ich, daß er nur 90 cm breit liegt.  Ob das beim Zuschneiden gut geht?

Und nun zu den Schnitten. Dummerweise hatte ich mich ja von dem burda Schnitt getrennt.

Ich nahm mir die Ottobre Schnitthefte vor. In Heft 3/2006 fand ich eine Rüschenhose Nr 23a. Diese werde ich mit Gummizug nähen. In Heft 3/2005  ist unter Nr.19 ein Zottelmantel zu sehen, bei dem nehme ich das verkürztes Rockteil, aber lasse die Kapuze weg. Da das Teddyjäckchen Nr.20 auf dem gleichen Schnitt basiert, nehme ich hier von den Halsausschnittbeleg. 

Stoff

 Mein Stoff reichte gerade so für zwei Pyjamas in Gr 98 und 128/134. Ich hoffe, ich vergaß kein Teil beim Zuschneiden.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:33 Uhr in Nähen

Ein neues Spielzeug

Soeben hat der Postbote bei mir geklingelt und ein großes Paket mit einem Burdaaufkleber abgegeben. Kurzes Überlegen, ob ich es annehmen soll. Dann fiel mir ein, daß ich ja ab und an, wenn mir etwas besonders gefiel oder ich es austesten wollte, beim Adventskalender mitgemacht hatte.  Daß ich wirklich gewinne, glaubte ich ja nicht.

Und jetzt habe ich sie: die Maxistrickmühle von Prym. Danke liebes burdafashion.com-Team.

Leider muß ich erstmal hier was fertignähen. Ich freue mich aber schon riesig auf's Austesten nächste Woche.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:07 Uhr in Allgemein

Freitag, 28. Dezember 2007

die Decken sind fertig

Gewünscht wurden Kuscheldecken. Einmal sollte es eine schwarz-weiß gewürfelte Decke sein. Im Fundus hatte ich noch einen wunderbaren kuschligen Baumwollmischgewebe-Fleece und normalen schwarzen Fleece. Ich applizierte die Quadrate. Auf meinem Probeschal mußte ich vorher die Maschine austesten. Fußdruck mußte reduziert werden und Stichlänge vergrößert. Fixiert habe ich die Teile mit Sprühzeitkleber und Stecknadeln. Es ging besser als ich dachte.

Auf dem oberen Teil könnte man Schach oder Dame spielen. Die Felder sind ausreichend. Nach unten hin löst sich quasie das Muster auf und die Quadrate fallen:

Würfeldecke

 Auf der zweiten Kuscheldecke wurden Adler gewünscht. Keinen Bundesadler und auch keinen Eintrachtadler. Die meiste Vorarbeit verbrachte ich mit der Recherche nach brauchbarem Bildmaterial und dann mußte das Ganze vergrößert werden. Das Applizieren habe ich dann an der Decke eingeübt.  Jetzt kann ich's:

Adlerdecke

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:41 Uhr in Nähen

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Immer noch Weihnachtsgeschenke im Endspurt ...

Ich bin ja immer noch nicht fertig. Bis morgen sollte ich noch zwei Decken aus Fleece zum Einkuscheln haben. Der Wunsch war eine Decke mit  schwarz-weißen Würfeln und eine mit Adlern. Hier mal meine theoretische Umsetzung  kurz nach dem Auflegen der Quatrate:

Decke

 Fertig zum Verschenken sind schon die Buchumschläge:

Bucheinbände

Innenansicht mit Gummiband  links zum Verschließen:

Buch innen

und ein Täschchen in Tassenform:

Teetassentäschchen

 ... dann mal schnell zurück zur Nähmaschine.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:52 Uhr in Nähen

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Fotos haben wir vergessen zu machen ...

aber passen tut das Häubchen meinem Barden und nützlich bei der Kälte ist es auch.  Ich denke mal, ihr habt schon die Männermützchen auf Märkten und in Lagern gesehen, die das Mannsvolk so trägt. Ja ... genau die, die wie Babymützchen aussehen. Die Welt ist es ja jetzt nicht, aber mein erstes durch und durch handgenähtes Teil. Praktisch ist das Handnähen auch, denn es ist gut mitzunehmen und genauso kommunikativ wie Sockenstricken abends auf Fortbildungen am Kaminfeuer.

Ja eigentlich wollte ich nur mal hier anmerken, daß es mich noch gibt. 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:20 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Samstag, 3. November 2007

Kordelnähfuß

Seit vielen Monaten habe ich eine neue  Nähmaschine mit vielen Zierstichen und einigen Füßchen, Aber in der Regel nutze ich nur fünf verschiedene Stiche und den Standartfuß. Es wird Zeit nach und nach mehr zu testen.

Heute zeige ich die ersten Ergebnisse mit dem Kordelnähfuß - 15te Abbildung von oben - oder auch Kordonierfüßchen H meiner Janome MC4800. Die Fäden werden in die Führung eingelegt und mit dem Stich 46 (eine Art dreigestufter Zickzack mit Satinstichen) aufgenäht. Unbedingt einplanen, daß man langsam nähen sollte. Alle Probelappen wurden am Ende zu Geschenksäckchen.

allererster Versuch mit dünnem meccerisiertem Baumwollhäkelgarn Stärke 20:

erster Test

danach "Beutel in annefarben"; in jede Führungsausparung zwei Fäden der gleichen Farbe Stärke 20:

annefarben

hier "Beutel 1001 Nacht"; links mit Baumwollhäkelgarn Stärke 10 (das ist dicker als das 20er), ein Farbverlaufsgarn in Blautönen und rechts einem dickerem goldenen Metallstrickgarn:

1001 Nacht

weiter der "Beutel 60er Jahre"; Baumwollstrickgarn (50g/170m) in schwungvollen Wellenlinien vernäht:

60er

zum Schluss "Adventsbeutel"; Baumwollstrickgarn (50g/125m) mit goldenem Metallgarn als Oberfaden:

Advent

Weitere Ideen: Schlangenlinien oder Mäandermuster aufzeichnen und nachnähen, Stoffe mit Kordelzierstich wattieren, Stoffe für beziehbare Knöpfe besticken, Bordüren an Kleidung, Vorhandene gekaufte Bordüren erweitern und verbreitern, Stoffe vor dem Zuschneiden für Kleidungsstücke besticken. Austestbar wäre noch der einfache dreigeteilte Zickzackstich. Diesen hat fast jede Nähmaschine auch ohne Zierstiche. Ist es doch eine Sache, die schon in einem Nähbuch von 1966 erklärt wird. ... Vielleicht noch andere Stiche? Nur zwei Fäden oder einen aufnähen ... flauschigere oder fransige Garne ...

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:02 Uhr in Nähmaschinenspielereien

Donnerstag, 18. Oktober 2007

In der ersten Reihe gelandet ...

anstatt die burdamoden im Briefkasten zu haben.

Wie kommt's dazu? Heute ging ich das zweite mal vergeblich zum Briefkasten um nach meiner Novemberausgabe Ausschau zu halten. Das läuft diesem Monat etwas dumm, denn die Nichtabonnenten können das Modemagazin vor mir kaufen.

Da ich eh in die Stadt mußte, habe ich mir jetzt die erste Ausgabe von 1st Row gegönnt. Vor ein paar Tagen hatte ich schon mal das Heft in der Hand, aber erschreckt zurückgelegt. Für mich sieht es  arg gewöhnungsbedürftig  aus. Von den Schnittgrößen her, ist das Heft überhaupt nicht für mich konzipiert. Aber auf der Burdaseite sind ja immer die Modelle zu sehen und die machen mich neugierig. Und nun?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:18 Uhr in Allgemein

Montag, 15. Oktober 2007

Lange Kunstnacht

Fährt meine Blognachbarin extra nach Paris, um dort schlaflos zu wandeln, tritt man bei uns nur vor die Tür. Diesmal war am Samstag trockenes Wetter und ich hatte zum Glück ein freies Wochenende. In der Innenstadt gab es zwischen 18 und 1 Uhr mehrere offene Ateliers, Galerien und Museen. Dabei waren u.a. die Hochschule für Gestaltung,  die Akademie der Künste, Kunstvereine, Kunstforum, Goethe-Institut und viele mehr. Es gab Instalationen, Musik, Performance, Videoinstalationen u.v.m. neben allem was sonst an Bildern und Skulpturen zu sehen ist. ...  treppauf - treppab

Von weitem hörte ich schon die Kettensäge eines bekannten Feuerkünstlers, also zog es uns zur Großen Treppe und wir kamen gerade rechtzeitig zu einer gut eine dreiviertel Stunde dauernden Performance "Gloryfire".

Treppe

 Feuer brannte in Körben und eingesägten Baumstämmen. Die Scheinwerfer bewegten sich und strahlten blau oder rot oder grün. Es roch nach Rauch. Es gab einen riesen Gong und fünf  große Trommeln. Archaisches Trommeln, Feuershow mit Fackeln, Kugeln an Schnüren, Feuerrad, sekundenkurze aufschießende Feuersäulen waren choreographisch aufeinander abgestimmt. Die ganze Performance hatte mehrere Abschnitte mit einigen H